Nudelhersteller klagen über hohe Eierpreise

Die Preise für Eier, dem nach Hartweizen wichtigsten Rohstoff für die deutschen Teigwarenhersteller, haben sich in den vergangen Monaten mehr als verdoppelt. Wie der Verband der Teigwarenhersteller und Hartweizenmühlen Deutschlands e.V.

Die Preise für Eier, dem nach Hartweizen wichtigsten Rohstoff für die deutschen Teigwarenhersteller, haben sich in den vergangen Monaten mehr als verdoppelt. Wie der Verband der Teigwarenhersteller und Hartweizenmühlen Deutschlands e.V. (VTH) mitteilt, stehen die Hersteller angesichts dieser Entwicklung unter erheblichem Kostendruck, der ausschließlich durch unternehmensinterne Maßnahmen nicht mehr ausgeglichen werden könne.

„Der Anteil der Rohstoffkosten an den Gesamtkosten, insbesondere für Hartweizen und Eier, ist bei den Teigwarenherstellern sehr hoch“, erklärte VTH-Geschäftsführer Alexander Jess. Ein Ende der Preissteigerungen sei nicht abzusehen. Diese Entwicklung treffe gerade die deutschen Unternehmen in ganz besonderer Weise, da Eierteigwaren eine Spezialität der deutschen Nudelfirmen seien.

Etwa 80  % der in Deutschland produzierten Teigwaren enthielten Eier in Anteilen von bis zu 30 %. Der Preisanstieg hat laut VTH verschiedene Gründe, die über die saisonalen Preiseffekte der Osterzeit weit hinausgehen: Obwohl die Käfighaltung seit dem 1. Januar 2012 in der Europäischen Union verboten sei, hätten viele EU-Staaten ihre Produktion noch nicht in ausreichendem Maße auf andere Haltungsformen umgestellt. Dies führe dazu, dass europaweit weniger Eier am Markt verfügbar seien.

Darüber hinaus zitiert der Verband Experten, die für 2012 mit einem Rückgang der Eierproduktion in der EU um fast 10 % im Vergleich zum Vorjahr rechnen; eine kurz- oder mittelfristige Verbesserung der Lage sei nicht absehbar. Der Bedarf der Teigwarenhersteller könne nicht gedeckt werden, und bestehende Kontrakte könnten teilweise nicht bedient werden. (AgE)

Mehr dazu:
Handel soll Kontraktbindung bei Eiern lockern (20.3.2012)
Kommission bestätigt Preisexplosion am EU-Eiermarkt (19.3.2012)
Prekäre Lage auf dem Eiermarkt (11.3.2012)

Die Redaktion empfiehlt

Das Wichtigste aus Agrarwirtschaft und -politik montags und donnerstags per Mail!

Mit Eintragung zum Newsletter stimme ich der Nutzung meiner E-Mail-Adresse im Rahmen des gewählten Newsletters und zugehörigen Angeboten gemäß den Datenschutzbestimmungen zu.