Rentenversicherung

Nullrunde bei den Altersrenten

In der Alterssicherung der Landwirte (AdL) bleibt es ab dem 1. Juli im Westen beim aktuellen Rentenwert von 15,79 €; im Osten steigt der Wert von 15,32 € auf 15,43 €.

Die Rentner im Westen müssen sich in diesem Jahr mit einer Nullrunde zufrieden geben. Im Osten steigen die Altersbezüge hingegen zum 1. Juli minimal an, und zwar um 0,72 %.

Das ergibt sich aus der Verordnung zur Bestimmung der Rentenwerte in der gesetzlichen Rentenversicherung und in der Alterssicherung der Landwirte und zur Bestimmung weiterer Werte zum 1. Juli 2021 (Rentenwertbestimmungsverordnung 2021), die das Bundeskabinett vergangene Woche beschlossen hat.

Die Festsetzung des aktuellen Rentenwerts ergibt sich aus der gesetzlich festgelegten Rentenanpassungsformel. Grundlage der Rentenanpassung ist die Lohnentwicklung. Insbesondere aufgrund des coronabedingten Rückgangs der Löhne im vergangenen Jahr sowie eines statistischen Sondereffekts mit der stärkeren Einbeziehung von geringfügig Beschäftigten hätten die Renten in den alten Ländern rechnerisch um 3,25 % sinken müssen.

Die sogenannte Rentengarantie stellt jedoch sicher, dass die West-Renten auf derzeitigem Niveau verbleiben. Im Osten sorgen die Regelungen des Rentenüberleitungs-Abschlussgesetzes dafür, dass die Renten schrittweise an das Niveau im Westen angeglichen werden und eine geringfügige Erhöhung erfolgt.

Die Entwicklung in der gesetzlichen Rentenversicherung trifft in gleichem Maß für die Alterssicherung der Landwirte (AdL) zu. Damit bleibt es in der AdL ab dem 1. Juli im Westen beim aktuellen Rentenwert von 15,79 €; im Osten steigt der Wert von 15,32 € auf 15,43 €.

Der aktuelle Rentenwert ist der Betrag, der in der Alterssicherung einer monatlichen Altersrente entspricht, wenn Beiträge für ein Kalenderjahr aufgrund des Durchschnittsverdienstes gezahlt worden sind.