Ökolandbau in Thüringen wächst

In Thüringen entscheiden sich wieder mehr Landwirte für den Ökolandbau. 2016 wirtschaften im Freistaat 328 Agrarbetriebe nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus. Das sind fast neun Prozent mehr als im Vorjahr. Auch die ökologisch bewirtschaftete Fläche hat sich um 4.885 Hektar erhöht.

In Thüringen entscheiden sich wieder mehr Landwirte für den Ökolandbau. 2016 wirtschaften im Freistaat 328 Agrarbetriebe nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus. Das sind fast neun Prozent mehr als im Vorjahr. Auch die ökologisch bewirtschaftete Fläche hat sich um 4.885 Hektar erhöht.

„Der Öko-Aktionsplan für Thüringen wirkt“, sagte Thüringens Landwirtschaftsministerin Birgit Keller. „Unsere engagierte Förderung des Ökolandbaus und die enge Kooperation mit den Landwirten haben sich ausgezahlt.“ Neu hinzugekommen sind demnach 44 landwirtschaftliche Betriebe und 29 Betriebe der Verarbeitung. „Der Ökolandbau etabliert sich als wichtiger Pfeiler der Thüringer Landwirtschaft und stärkt damit die Wertschöpfung im ländlichen Raum. Dieser Trend folgt auch dem Konsumverhalten, denn immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher greifen zu Ökoprodukten“, so Keller weiter.
 
Die Mehrheit der ökologisch wirtschaftenden Betriebe nutzten auch 2016 die direkte Förderung des Ökolandbaus durch das Thüringer Agrar-Umwelt-Programm - KULAP2014, um auf ökologische Landwirtschaft umzusteigen oder sie beizubehalten. Dafür wurden im letzten Jahr insgesamt 5,45 Millionen Euro ausgezahlt.
 
Weitere KULAP-Maßnahmen, an denen sich Öko-Betriebe beteiligen, sind der Natur- und Erosionsschutz. Hierbei wurden 8700 Hektar mit rund 2,7 Millionen Euro gefördert. Somit erhielten ökologisch wirtschaftende Agrarbetriebe 2016 insgesamt rund 8,2 Millionen Euro aus der KULAP Förderung, was einem Anteil von 22 Prozent an den insgesamt ausgezahlten Mitteln entspricht.
 
„Wir haben die Finanzmittel im Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum 2016 um zusätzlich rund 5 Millionen Euro aufgestockt, um den Ökolandbau in den nächsten Jahren weiter zu unterstützen“, so Keller.
 

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