Gutachten zur Ernährungspolitik

Ökolandbau nicht unbedingt am nachhaltigsten

In seinem neuesten Gutachten warnt der Beirat am BMEL davor, sich bei der Förderung zu sehr auf den Ökolandbau zu konzentrieren. Auch eine Anpassung des konventionellen Landbaus sei nötig.

Im heute erscheinenden Gutachten empfiehlt der „Wissenschaftliche Beirat für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz“, zwar weiterhin, den Ökolandbau zu unterstützen. Das sei nötig zur Förderung einer nachhaltigeren Ernährung. Allerdings warnen die Professorinnen und Professoren davor, eine Ausdehnung des Ökoanbaus als die Lösung schlechthin zu verstehen. So heißt es im Gutachten: „Klar ist aber auch, dass eine schrittweise Ausdehnung des ökologischen Landbaus in Deutschland nicht das wesentliche bzw. einzige Instrument sein sollte, um die landwirtschaftsbedingten Umweltprobleme zu lösen.“

Problem: zu niedrige Erträge

Er habe viele positive Umweltwirkungen. Eine klare Schwäche stellten aber die niedrigen Erträge dar. Aufgrund dieser niedrigen Erträge führten Ökoprodukte zu ähnlich hohen Treibhausgasemissionen...

Die Redaktion empfiehlt

Der Wissenschaft ist die Ernährungspolitik von Bundesministerin Klöckner zu zurückhaltend. Ein neues Gutachten fordert Steueranreize, die auch die landwirtschaftliche Produktion beeinflussen.

Zukunft der Landwirtschaft

Agrarökologische Lösungen im Wettstreit

vor von Stefanie Awater-Esper

Der Konflikt zwischen ausreichend Lebensmittelproduktion und Umweltschutz ist nicht gelöst. Forscher haben 3 Szenarien entwickelt, wie sich Ökolandbau und konventioneller Anbau beflügeln können.


Diskussionen zum Artikel

von Josef Schmid

Förderung nicht zu sehr auf den Ökolandbau zu konzentrieren

Die "Förderung nicht zu sehr auf den Ökolandbau zu konzentrieren" Würde im Umkehrschluss bedeuten, auch im konv. Landbau ökologische leistungen mehr zu fördern und dafür die pauschalen Flächenzahlungen zu reduzieren. So wie das z.B. in den Punktemodellen von DVL oder AbL ... mehr anzeigen

von Thies Kruse

Förderung

auf den Ökolandbau zu konzentrieren würde bedeuten Minus bei Konventionell mehr bei Öko, und das was konventionell bereit ist anzubieten wird nicht honoriert.

von Rudolf Rößle

Feldtage

Feldführungen sollten regional so gestaltet sein, dass mehrere Varianten das Jahr über zu besichtigen sind ohne die Bauern auf den Feldern zu nerven. Das könnte auf der Homepage des LWA aktualisiert und ausgewertet werden. Bild und Videomaterial stellen die Personen, die die Felder ... mehr anzeigen

von Thies Kruse

Ergänzung Beikräuter

Es wird immer von der Idülle der Beikräuter als großem Vorteil der Ökolandwirtschaft gesprochen. Egal mit welchem...Ökopraktiker.... man spricht, jeder fordert im Anbau den sauberen Anbau, den reinen Tisch, genauso wie die konventionellen. Nachtschatten, Knöteriche, Ziest, Kamille, ... mehr anzeigen

von Thies Kruse

Klare Ziele, offene Frage wie wird konventionell in Zukunft unterstützt

National und international unterscheidet man sich nur gering. Gemeinsames Ziel 20-30 % Öko, Bioanbau...... Das heißt 70 bis 80 % konventionell...... So fordern es sogar die NGOs. Eine Frage bleibt: wie begleitet die Politik in Berlin und Brüssel die auch in Zukunft überwiegende große ... mehr anzeigen

von Heinrich Esser

Öko oder konventionell?

Was ist besser? Eine leidige Diskussion. Warum muss es immer schwarz oder weiß sein? Warum meinen manche, die andere Bewirtschaftungsweise niedermachen zu müssen? Es ist doch egal, wo die Erträge höher sind. Ein Betrieb sollte auf verschiedene Arten nachhaltig wirtschaften und das ... mehr anzeigen

von Karlheinz Gruber

@Sieweke

Wenn ich Ihren Kommentar hernehme heißt das bei Ihnen im Umkehrschluß, mehr Pestizide und Dünger für die Ökos, denn die effektivität ist nachweislich so, daß der Regenwald weiter abgeholzt werden muß, um die Menschheit zu ernähren. Bleibt nur noch der Punkt mit der ... mehr anzeigen

von Gerhard Steffek

@Herr Konz -

in Bayern gibt es den "Verein zur Erzeugung pflanzlicher Qualitätsprodukte". Schon seit Jahrzehnten unterstützt dieser Verein, in Verbindung mit dem Landwirtschaftsministerium und den Landwirtschaftsämtern die Landwirte in allen Bereichen um den Pflanzenbau. Seit einigen Jahren werden ... mehr anzeigen

von Peter Konz

Echten Ökolandbau zum Maßstab nehmen

Echter Ökolandbau hat auch höhere Erträge.

von Markus Grehl

Woher?

Woher kommen diese? Gerne lernen wir davon noch was.

von Michael Prantl

Öko Anbau

Die Öko Leute sollen ganz schön ruhig sein - konventionelle Landwirtschaft schlecht machen da sind sie gut - die sollen erst einmal den Dreck vor Ihrer Haustür wegräumen- es wird nirgend so beschissen wie bei Öko - das weiß ich über Jahre aus der Praxis, ist nicht an den Haaren ... mehr anzeigen

von Josef Schmid

Geständnis

Soll das ein Geständnis ihrerseits sein ?

von Bernhard Stehlin

Es gibt nicht nur ein entweder - oder

Das Problem auch in der Diskussion hier ist doch, dass es nicht nur gut oder böse, schwarz oder weiss gibt. Es liegt in der konventionellen Landwirtschaft vieles im Argen und Biolandwirtschaft ist auch nicht alleinseligmachend. Leider denkt der Mensch gerne in Schubladen und deshalb ist ... mehr anzeigen

von jörg Meyer

ökologische Nitratbomben

Wenn man ein zweijähriges Kleegrass im Herbst pflügt um dann Bioweizen oder Biodinkel zu säen, dann sind diese Flächen ökologische Nitratbomben die das Grundwasser belasten! So etwas wird als Fruchtfolgebeispiel in den Berufsschulen gelehrt! Dass ist ungefähr so al on man nach Mais ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

Dieser Beirat ist nutzlos,

nur gut für die ZDF_Hauptnachrichten und Frau Gerster.

von Gerhard Steffek

@Frank Sieweke

Die "notwendige Annäherung" zwischen Konventionell und Ökologisch heißt für mich nichts anderes als wie die "integrierte" Landwirtschaft. D.h. von allem das Beste nehmen und den notwendigen Kompromiß daraus ziehen. Eine Sache, die ich allerdings schon zu meiner Lehrzeit vor 40 Jahren ... mehr anzeigen

von Andreas Gerner

Bio verschwendet Ressourcen (Fläche, Wasser, Diesel, Steuergeld...)

Der geringere Aufwuchs bindet zudem weniger CO2. Die häufigeren und tieferen Eingriffe in den Boden (zwecks Unkrautbekämpfung) schaden dem Bodenleben, dem Niederwild und den Bodenbrütern. Außerdem zehrt es Humus und fördert Erosion. Die Bienennahrungspflanze Nr 1 - Raps - geht in ... mehr anzeigen

von Frank Sieweke

viele Halbwahrheiten...

Bio "verschwendet" z.B. keine synthetischen PSM und etliche Mineraldüngersorten, das Bodenleben ist meistens weiter entwickelt als auf konventionellen Flächen dank mehr Leguminosen in der Fruchtfolge, Niederwild und Bodenbrüter werden geschont (sicher meinen sie den Striegel?), da ... mehr anzeigen

von Roland Merz

Wie intensiv wird da gewirtschaftet?

Vergleiche ich meine extensivere konventionelle Wirtschaftsweise mit dem intensiven Ökobetrieb in meiner Nachbarschaft, frage ich die Experten was da wohl nachhaltiger ist? In Sachen Nitratproblem, Insekten- und Artenschutz ist meine spät gemähte konventionelle Heuwiese wesentlich ... mehr anzeigen

von Hermann Freese

"Ertragslücke zwischen öko und konventionell verringern"

ist ja im vollen Gang, Dünger und Pflanzenschutz wird so eingeschränkt, dass Konvis nicht mehr so viel ernten wie sonst. Relativ wird der Bioertrag damit steigen und am Ende geht die Rechnung der Ideologen auf.

von Bernd Müller

Welche Erkenntnis ....

Das wusste man doch schon lange! Eine Art der Bewirtschaftung, die nur halb so hohe Erträge bringt kann nicht nachhaltiger und klimaschonender sein! Dazu braucht es keiner wissenschaftlicher Studien. Für jeden Hektar der in Deutschland nach Bio-Richtlinien bewirtschaftet wird muss ... mehr anzeigen

von Karlheinz Gruber

Ich träume wohl

Wenn ich jetzt gestern noch nen Vollrausch gehabt hätte, würde ich sagen: Delierium, da fantasiert man ja gerne.... Oder hat man den Wissenschaftlern was ins Glas gegeben? Auf einmal wird Bio nicht mehr so hoch gelobt? Wahrscheinlich eine Falschmeldung oder eine Meldung, die ... mehr anzeigen

von Frank Sieweke

Da steht nicht, dass Öko nur schlecht ist...

Da steht: Öko ist eventuell nicht der Weisheit letzter Schluss! Die Flächennutzungseffizienz bei Öko ist nicht optimal wegen niedrigerer Erträge und es könnte effizientere Anbausysteme geben. Dabei ist aber keinesfalls die konventionelle Schiene gemeint! Vielmehr wird auf eine ... mehr anzeigen

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen