DLG-Wintertagung

Paetow: „Wir müssen über unsere Ziele neu nachdenken!“ Premium

Der technische Fortschritt ist laut DLG-Präsident Paetow heute nicht mehr grundsätzlich positiv belegt, sondern wird von vielen auch als Gefahr und Risiko gesehen. Die Messlatte ist nicht mehr allein die Verbesserung der Produktivität. Ein „zurück zu Großvaters Bauernhof“ wird es aber aich nicht geben.

Die Dürre des vergangenen Jahres und ihre Folgen, die Diskussion über die Zukunft der Tierhaltung und die schwindende Akzeptanz der Landwirtschaft in der Bevölkerung sind für DLG-Präsident Hubertus Paetow Signale, dass „einige unserer Systeme an die Grenzen stoßen“. Deshalb stehe die Landwirtschaft am Scheideweg, sagte Paetow bei der DLG-Wintertagung in Hannover, die genau unter diesem Motto stand.

„Wir müssen über unsere Ziele und die Definition des Fortschritts neu nachdenken, offen und unvoreingenommen, gemeinsam mit Wissenschaft und Branche“, forderte der DLG-Präsident die Branche vor den rund 1.000 Besuchern der Wintertagung zu einer ehrlichen Analyse...

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Diskussionen zum Artikel

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von Hans-Gottfr. Gresshöner

Emotionen

Der technische Fortschritt wird bei uns wohl genährten,gelangweilten Bundesbürgern rein emotional betrachtet---Ich geb Gas,ich will Spass! Alles was zur persönlichen Befriedigung zählt,wird nicht infrage gestellt,aber gern werden andere,insbesondere die Bauern anonym angeklagt,obwohl gerade diese dafür sorgen,dass eben viel Einkommen für die Bespassung übrig bleibt! Da hilft kein Aufeinanderzugehen,sondern vernünftige gesetzliche Rahmenbedingungen!

von Klaus Fiederling

DÜRREJAHR 2018

Werter Herr Paetow, das katastrophale Dürrejahr 2018 ist NUR(!) auf unseren Bauernhöfen angekommen, am Markt allerdings nicht (siehe brandaktuelle MATIF-Notierungen für unsere größten Kulturen Weizen, Raps, Mais). Die Krönung schlechthin stellt die an der MATIF allerdings nicht gehandelte, extrem defizitäre Braugerste dar!!! Kaum mehr 20,00 € Erzeugerpreisniveau gegenwärtig, während mehrere 100.000 Tonnen am deutschen Malzmarkt fehlen, nicht einmal in den Büchern existent sind. - Und genau so geht es auch fortwährend weiter, augenscheinlich fatalerweise vollkommen unbemerkt von der DLG. // Diese Monokulturen forcieren dato viele Bauerntode, vollziehen sich sehr leise in Reihen unserer in der Thematik extrem aufgewühlten Gesellschaft. Monokulturen - DAS BAUERN-PROBLEMFELD NUMMER EINS! Warum artikuliert das in dieser Form niemand unmissverständlich unüberhörbar? Keine den Bauernmitgliedern nahestehende Gesellschaft? Nun, wohl leider, weil man die Interessenlage jener beitragszahlender Mitglieder in vorderster Front präferiert, die die Produkte der Bauern aufkaufen. Dafür opfert man soeben wohl oder übel jene paar Hanseln, die auf ihren Flächen noch zu ackern bereit sind. // Die Bauern müssen also auch künftig, ohnedies schmerz- und leiderprobt von Geburt an mit dem berüchtigten Ziegelstein auf der Brust, den fröhlich tanzenden Knüppel erdulden; im wahrsten Sinne des Wortes; und das nicht nur von der Vielzahl unserer mittlerweile äußerst kritisch aufgeklärten Bevölkerung, sondern fatalerweise auch von unseren „Partnern der Landwirtschaft“, den Genossenschaften.

von Paul Siewecke

Der entscheidende Punkt ...

ist im letzten Absatz zusammengefasst. Funktioniert nur leider nicht bei allen...

von Rudolf Rößle

und ewig

grüßt die 60 Stunden Woche +x mit Einbeziehung aller Verwandtschaftsgrade

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