Pferdefleischskandal könnte europäische Ausmaße annehmen

Der Skandal um Pferdefleisch in Tiefkühlkost könnte größere Ausmaße haben als bislang gedacht. Wie Spiegel-Online berichtet, könne Großbritanniens Umweltminister Owen Paterson nicht ausschließen, dass es sich um grenzüberschreitende betrügerische Strukturen handeln könnte. Untermauert wird der Verdacht durch Insiderinformationen aus der Fleischbranche.

Der Skandal um Pferdefleisch in Tiefkühlkost könnte größere Ausmaße haben als bislang gedacht. Wie Spiegel-Online berichtet, könne Großbritanniens Umweltminister Owen Paterson nicht ausschließen, dass es sich um grenzüberschreitende betrügerische Strukturen handeln könnte. Untermauert wird der Verdacht durch Insiderinformationen aus der Fleischbranche. Danach sollen polnische und italienische Mafiagruppen Tierärzte, Schlachter und offizielle Stellen eingeschüchtert haben, ist zu hören.

Am Freitag war bekannt geworden, dass auch Tiefkühllasagne in englischen Supermärkten statt Rindfleisch bis zu 100 % Pferdefleisch enthielt. Bei Burgern war dies schon früher aufgefallen. Die britische Lebensmittelaufsicht ordnete daraufhin Tests aller Fertigmahlzeiten an, die laut Verpackung Rindfleisch enthalten.

Mittlerweile ist bekannt, dass das englische Unternehmen Findus auch Produkte nach Deutschland lieferte. Ob dabei auch mit Pferdefleisch verunreinigte Tiefkühlgerichte waren, ist noch nicht bekannt. Das Unternehmen erstattete eine Betrugsanzeige. Alle beanstandeten Gerichte waren vom französischen Tiefkühllieferanten Comigel hergestellt worden, der das verwendete Fleisch vom Unternehmen Spanghero mit Sitz in Südwestfrankreich erhielt, so der Spiegel weiter. Spanghero seinerseits erklärte, das Pferdefleisch sei ihm aus Rumänien untergeschoben worden und kündigte eine Klage gegen den rumänischen Lieferanten an. (ad)


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