EUROPA/Pflanzenschutz/Gesundheitsrisiken

Pflanzenschutz: Höheres Gesundheitsrisiko für Landwirte? Premium

Bestehen erhöhte Gesundheitsrisiken für Bauernkinder durch den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln? Die EU-Kommission hat einen Forschungsauftrag angestrengt, um dies herauzufinden

Ob Landwirte und ihre Kinder stärker von Leukämie-Erkrankungen und Blutkrebs bedroht sind als Nicht-Landwirte, ist derzeit wissenschaftlich nicht geklärt. Die EU-Kommission hat dazu umfassende Forschungsaufträge vergeben.

Klar ist für die EU-Kommission, dass bei ordnungsgemäßer Anwendung von Pflanzenschutzmitteln „ein hoher Schutz“ der Landwirte und ihrer Familien gegeben ist.

Dies antwortete EU-Sozialkommissarin Marianne Thyssen auf eine Anfrage der französischen Europaabgeordneten Mireille D'Ornano an die EU-Kommission. Wörtlich heißt es in der an diesem Freitag veröffentlichten schriftlichen Antwort: „Wenn das existierende EU-Regelwerk für den Umgang mit chemischen Substanzen in den Mitgliedstaaten vorschriftmäßig angewendet und in nationales Recht umgesetzt wird, besteht ein hoher Schutz für Landwirte, die mit Pestiziden arbeiten, und für ihre Kinder.“

Thyssen: " Es gibt noch Forschungsbedarf zu Gesundheitsrisiken für Landwirte"

Ob es darüber hinaus eine...

Weiterlesen mit PREMIUM
Jetzt 30 Tage gratis testen
Mehr erfahren

Artikel geschrieben von

Thomas A. Friedrich

Korrespondent Brüssel/Straßburg

Schreiben Sie Thomas A. Friedrich eine Nachricht


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

von Karlheinz Gruber

Auf den zigarettenschachteln steht,

das in den Zigaretten über 70 !!! Stoffe drinnen sind, die Gesundheitsschädlich sind. Des weiteren werden die Schachteln mit Bildern versehen, die Aufzeigen was passieren kann. Auch ist es nachgewiesen, das Rauchen schädlich ist. So und was hat das mit den PSM zu tun. Ganz einfach. Wenn Psm jetzt verboten werden, weil vorsorglich der Landwirt geschützt werden muß, dann auch bitte den Rest der deutschen Bevölkerung vor den Zigaretten schützen. Dann gehen halt dem Staat ein paar Milliarden Tabakgelder ab, aber das Gesundheitssystem wird entlastet. Und was ist mit der Chemie im Haushalt. Dem ganzen Mikroplastik. Man weiß überall was drinnen ist und das es der Umwelt und somit dem Körper schadet. (Viele Studien hierzu) Und was ist passiert? Nichts. Wie viele Extremsportler sind schon Tod oder Gesundheitsgeschädigt. Wurde dies auch verboten. Es kann doch auch so sein, das der Landwirt für sich selber entscheidet, was für ein Risiko er eingeht. Und wenn ich die alten Bauern ansehe, die haben noch ungeschützter giftigere Mittel ausgebracht.....

von Josef Doll

Nun ich hat einen Unfall

Mit Rückenverletzung ---- habe seit erst seit dem Schmerzen ------ und jetzt . Da Sie Landwirt sind haben Sie viel gearbeitet , deshalb haben Sie Schmerzen die Natürlich keine Unfallfolgen sind sondern eine Arthose entwickelt . Das gleiche bei Anwendung mit Pflanzenschutzmittel ( Pestdizide) ?? Der kann gekifft ,.... Aber wer glaubt da was Schuld ist ????

von Hermann-Josef Schaller

Schön daß man auch mal an uns denkt !

...all die jahre hört , sieht und liest man in sämtlichen Medien daß die Bauern "Alles vergiften". Überall findet man chemische Stoffe die gesundheitsschädigend sein sollen , da wird nach millionstel Gramm gesucht um zu beweisen daß da was da ist. Nur um die Anwender die mit dem Zeug hantieren müssen und sich den ganzen Tag in der "kontaminierten" Gegend aufhalten müssen wenn chem. Pflanzenschutzbehandlunge auf die Felder ausgebracht werden , nach denen fragt keiner was , sind halt nur doofe Bauern. Daß die Anwender aber eine Ausbildung haben und darauf hin unterrichtet wurden, das dies kein "Brausepulver" ist was sie da anwenden wird völlig außer Acht gelassen . Außerdem ,ich kenne keinen erfahrenen Landwirt der keinen Respekt vor der Chemie hat .

von Ludwig Rasche

Studie

Die Studie wird garantiert getürkt damit man das richtige Ergebnis bekommt. Anschließend wird so getan als wenn man uns rettet wenn Pflanzenschutzmittel weiter eingeschränkt werden. Wer beschützt uns vor der EU? Zum Unkraut hacken bei 30 Grad kommt bestimmt keiner.

von Klaus Fiederling

"Gesundheit first" sollte auch für die Bauernfamilien vorderste Priorität genießen!

Haben alle Berufskollegen mit der in Rede stehenden Thematik ein Problem, die nach wie vor ausschließlich auf Maximalerträge abzielen? // Wobei die Fragestellung an sich der weit höheren Komplexität in der Beurteilung nicht gerecht wird. Man kann nicht sämtliche Pflanzenschutzmittel über einen Kamm scheren. Die Untersuchungen sollten ferner gesplittet werden nach den jeweiligen Betriebszweigen innerhalb der Landwirtschaft. Der Winzer trägt mit Sicherheit ein anderes Risiko als demgegenüber ein Wanderschäfer. // Es gibt sogar Untersuchungen, wonach unsere Profi-Fußballer auf dem Rasen Probleme mit bestimmten Fungiziden haben sollen, welche besonders langfristiger Art sind, mit einem dem Vernehmen nach bestehenden Risiko, daß dadurch 20-30 Jahre später neurodegenerative Krankheiten wie Alzheimer oder Parkinson auftreten. // Das Leben eines jeden einzelnen Bauern ist jedenfalls genauso wertvoll wie das z.B. eines Profifussballers mit seinen akrobatisch geschickten Millionenfüßen. // Wenn die Wissenschaftler im übrigen, die von der Entwicklung dieses Produktportfolios leben, eingeschlossen der Vielzahl jener Protagonisten, die hernach den selbigen Verkaufserlös maximieren, selbst einer ähnlichen gesundheitlichen Gefährdung ausgesetzt wären wie jeder Anwender in der Praxis, wie viele Wirkstoffe wären dann heute noch am Markt verfügbar? // Insofern begrüße ich derartige Untersuchungen durchaus, nicht nur im Sinne aller deutschen/europäischen Berufskollegen, sondern für alle Landwirte weltweit. Letzterer Gesundheit sollte auch in einer entsprechenden Für- und Vorsorgepflicht im Fokus von uns allen stehen!

von Matthias Zahn

Unter Medizinern unbestritten,

ist die Tatsache, dass Parkinson unter Landwirten vermehrt auftritt und eng mit der Verwendung von PSM zusammen hängt..... Ärzte empfehlen Parkinson als Berufskrankheit aufgrund der Verwendung von PSM in der Landwirtschaft anzuerkennen.... in Frankreich ist das schon erfolgt.... kann man auch auf Agrarheute nachlesen....

von Johann Schneider

Es kann halt

Nicht sein,was nicht sein darf.Selbst wenn es um die eigene Gesundheit und die der Familie geht.

von Heinrich Esser

Ganz kurz

Ich find‘s gut, dass die Auswirkungen von PSM auf die Gesundheit untersucht werden.

von Jochen Böhrer

Mobbing

Wenn für Bauernkinder ein erhöhtes Gesundheitsrisiko besteht, dann nur für die Psyche. Dem Mobbing aufgrund solcher perfider Kampagnen ist nicht jede Kinderseele gewachsen. Und es gibt schon die agricultural health study aus den USA, bei der mehr als 40000 Farmer untersucht wurden und die keine höheren Risiken ergab.

von Thomas Blöthner

Das viele Geld

hätte man auch dazu verwenden können um das Armutsrisiko von Bauernkindern zu untersuchen ..... lg

von Ludwig Rasche

U Boot

Ein Jemand bewertet die Kommentare negativ, ist nur zu feige hier etwas dazu beizutragen.

von Ludwig Rasche

U Boot

Ein Jemand bewertet die Kommentare negativ, ist nur zu feige hier etwas dazu beizutragen.

von Lars Henken

Gesucht wird ein Vehikel

Hier wird doch nur ein Vehikel gesucht, um PSM zu verbieten und dafür ist jedes Mittel recht. Ich habe hier in der Top Agrar schon öfter gelesen, dass Bauernkindern gesünder sind als Stadtkinder und das kann aus Sicht bestimmter Bevölkerungsgruppen natürlich nicht sein.

von Ludwig Rasche

Verfolgung

Ich habe nachts schon Alpträume, was als nächstes wohl kommt. Im Mittelalter gab es schon eimal eine Bauerverfolgung. Heute erleben wir nichts anderes. Da hilft nur Hunger, dann haben die Menschen nur noch ein Problem und nicht tausende.

von Willy Toft

Die Hexenjagd geht weiter, es braucht nur Einer den Verdacht zu äußern!

Das ständige Bohren und Suchen nach Risiken macht vor Keiner Branche halt, nur bei der Landwirtschaft hat man das Gefühl, das da nach etwas gesucht wird!

von

Höheres Krebsrisiko

Es geht nur darum die Europäische Landwirtschaft klein zu machen, um im Ausland Agrarprodukte zu kaufen. ( Handelsüberschuss)

von Andreas Kraus

Gesundheitsrisiko

dann sind Biolandwirte auf jeden Fall gesünder.

von Andreas Gerner

Krebshäufung ist zu erwarten; Falsche Ursachendeutung ebenso

Wir Landwirte haben (z.B. in der Hofwerkstatt) auch öfter mal mit Lacken, Verdünnern, Klebstoffen, Rostlösenden Chemikalien, Schmierstoffen, Treibstoffen, Entweichenden Weichmachern, Schweißgasen, Dieselabgasen, Abgasen von besonders unsauber verbrennenden Kleinmotoren (Kettensäge!) etc. zu tun. Tierhalter zudem mit allerlei Desinfektionsmitteln, Schadgasen aus den Silos oder der Stallluft. Und dann arbeiten wir noch viel im prallen Sonnenlicht. Zahlreiche ältere Landwirte hatten wohl schon mit Asbestbedachungen gebaut oder dies wieder abgerissen. Der Stress und die andauernde Sorgen über die Zukunft der Betriebe führt bestimmt auch dazu, dass Landwirte häufiger und mehr rauchen bzw. Alkohol trinken, als andere Berufsgruppen. Alle diese Dinge haben wohl einen gravierenden Einfluss auf die Krebsrate. Es darf folglich vermutet werden, dass da schon eine messbar höhere Krebsrate bei raus kommt. Wenn wir nun laut der Studie tatsächlich öfter von Krebs usw. betroffen sein sollten, wird aber bestimmt automatisch angenommen werden, dass AUSSCHLIEßLICH PFLANZENSCHUTZMITTEL schuld sein konnten. WETTEN DASS....?!?

von Wilhelm Grimm

Meldung an das Unterbewusstsein der Bürger !

Irgendwas wird schon hängen bleiben und zukünftige Entscheidungen beeinflussen.

von Jörg Meyer

Meldung Wert?

Ist alleine ein Verdacht schon eine Meldung Wert? Hier wird mit Verdächtigungen Politik und Stimmung gemacht, das nimmt Formen an wie die in einer funktionierenden Demokratie nicht sein sollte. Ein Verdacht muss sauber von konkreter begründeter Vorsorge getrennt werden!

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen