Preise für Flächen in Mecklenburg-Vorpommern weiter gestiegen

In Mecklenburg-Vorpommern sind für den Kauf eines Hektars landwirtschaftlicher Fläche ohne Gebäude und ohne Inventar im vergangenen Jahr durchschnittlich 12 675 Euro gezahlt worden, was im Vergleich zu 2011 eine Steigerung um 7,5 % bedeutete.

In Mecklenburg-Vorpommern sind für den Kauf eines Hektars landwirtschaftlicher Fläche ohne Gebäude und ohne Inventar im vergangenen Jahr durchschnittlich 12 675 Euro gezahlt worden, was im Vergleich zu 2011 eine Steigerung um 7,5 % bedeutete. Wie das Statistische Amt des Landes vergangene Woche weiter mitteilte, stiegen damit im vierten Jahr hintereinander die Aufwendungen für den Flächenerwerb in der Landwirtschaft.

Allerdings verringerte sich das Gesamtvolumen der zum Verkehrswert veräußerten landwirtschaftlichen Grundstücke ohne Gebäude und Inventar um 18,4 % auf 18 615 ha, wobei die Zahl der betreffenden Transaktionen um 7,6 % auf 1 919 abnahm; im Mittel wurden demnach 9,7 ha erworben. Gezahlt wurden für diese Flächen insgesamt etwa 236 Mio. Euro.

Den flächen- und wertmäßig größten Anteil an diesen Verkäufen hatten laut Angaben des Statistikamtes mit 36 % bzw. 42 % die 60 Veräußerungsfälle, bei denen jeweils 50 ha und mehr den Eigentümer wechselten; im Mittel wurden in diesem Segment 112,2 ha je Transaktionsfall verkauft. Auch pro Hektar wurde bei diesen großflächigen Veräußerungen mit 14 724 Euro überdurchschnittlich viel gezahlt.

Das Landesamt verwies außerdem auf die regionalen Unterschiede, die im Berichtsjahr - wie schon in den Vorjahren - deutlich hervortraten: So wurden für die großflächig fruchtbarsten Böden mit einer mittleren Ertragsmesszahl der ausgewerteten Kauffälle von 48,4 im Landkreis Nordwestmecklenburg durchschnittlich 18 394 Euro/ha gezahlt, gut 45 % mehr als im Landesmittel.

Am preiswertesten waren aber nicht die landesweit leichtesten Böden im Landkreis Ludwigslust-Parchim, für die im Schnitt 11 179 Euro/ha zu entrichten waren, sondern unbebaute Agrarflächen im Landkreis Vorpommern-Greifswald, für die im Mittel 8 763 Euro/ha gezahlt wurden, 30,9 % weniger als im Durchschnitt des gesamten Landes. (AgE)
 

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