Kommentar zu Bauernprotest

Prof. Kussin: "Aktivist und Unternehmer? Beides geht nicht!" Plus

Der stille Protest der Bauern mit den grünen Kreuzen trifft nach Ansicht von Prof. Matthias Kussin den Nerv der Zeit. Der Erfolg beruht auf einer drastischen Symbolik. Protest ist wieder In...

Ein Streitpunkt von Prof. Matthias Kussin, Medien- und CSR-Kommunikation, Hochschule Osnabrück:

Eines haben die Graswurzler erreicht: öffentliche Aufmerksamkeit. In der Tagesschau, im Bundestag und der überregionalen Presse: Sie sind im Gespräch, die grünen Kreuze – gemeint als „stiller Protest“ gegen das Agrarpaket der Bundesregierung.

Eine solche Aktion trifft den Nerv der Zeit. Denn die Protestkultur ist zurück. Ob Waldbesetzer im Hambacher Forst, Demos vor der Internationalen Automobilausstellung oder Fridays for Future-Proteste. Inhalte und Teilnehmer dieser Initiativen sind zumeist unterschiedlich. Was sie eint, ist ihre Form: die des Protests. Sie finden Aufmerksamkeit, weil sie starke kommunikative Mittel einsetzen – in Sprache, Bildern und Aktionen.

Und die grünen Kreuze? Ihr Erfolg beruht ebenfalls auf einer drastischen Symbolik. Dort, wo die Grundlage unser...


Diskussionen zum Artikel

von Thomas Schaffner

So ein Professor

Wenn in der Industrie eine Maschine aufgestellt wird, ist diese nach spätestens 5 Jahren abbezahlt. In der Pharmaindustrie ist dies nach einem Monat der Fall. Wenn in der Landwirtschaft ein Stall gebaut wird, muss dieser mittlerweile auf 30 Jahr finanziert werden, weil mit 20 Jahren der ... mehr anzeigen

Anmerkung der Redaktion

Bitte keine Beleidigungen

von Helmut Krol

Nicht vergleichbar!

Wie kann man die deutschen Autoindustrie mit der Landwirtschaft vergleichen?Erstens finde ich den Vergleich unverschämt!Wie kann man die Ernährer dieses Landes die nach hohen Standarts produzieren mit der korrupten Autoindustrie vergleichen?Die wissentlich die Kunden mit ... mehr anzeigen

von Hans Wolf

So geht Demonstrieren,

am 5. April dieses Jahres demonstrierten 6000 ( sechstausend) Bauern aus allen Teilen des Landes in Münster, aber es war weder in der Tagesschau noch in den größeren Lokalzeitungen eine Randnotiz wert. Schon vergessen?

von Matthias Zahn

Nachtrag...

Sie tun so als ob wir Bauern in der Vergangenheit irgendwas mit der Politik hätten verhandeln können. Aber da liegen Sie falsch. Wir Bauern leben in einer "Diktatur der Agrarpolitik"! Da fragt keiner nach! Da werden Dinge von oben herab beschlossen und durchgedrückt......

von Matthias Zahn

Richtig, wir sind Unternehmer!

Und als solche unternehmen wir etwas gegen die Misstände in unserer Branche. Wenn aber Unternehmertum im betrieblichen Alltag nicht mehr ausreicht braucht es eine klare Kommunikation! Und was oft vergessen wird, wir Bauern prangern diese Umstände nicht erst seit diesem Jahr mit stillen ... mehr anzeigen

von Karlheinz Gruber

Ein Handschlag als Symbol

ok, netter Vorschlag. Aber wenn sich der Schreiber mal genau die Vergangenheit der LDw in jüngster Zeit alleine schon angesehen hätte, dann wäre er von alleine darauf gekommen, wie oft die Hand der Bauern weggeschlagen wurde und wie oft die Hand der Gegenseite die Bauern ins Gesicht ... mehr anzeigen

von Klaus Müller

SED

So geschichtsvergessen sollte man vielleicht doch nicht sein, dass man den „Bonbon“ (so hieß das SED-Abzeichen) als Symbol vorschlägt, oder?

von Klaus Fiederling

Wortspielereien

***Das egoistische Wort „ICH“ - in der Kommunikation derzeit vollkommen unangemessen, gefordert ist ein WIR. ***Die wie Federn im Wind kaum mehr einholbaren Worte in Form von „GERÜCHTEN/UNTERSTELLUNEN“ - zwischenzeitlich schwere unverdauliche Kost auf allen unseren Bauerntellern. ... mehr anzeigen

von Christian Kraus

Graswurzler?? Erster Gedanke "was ist das für ein De.. !" Nach dem Durchlesen scheint es so als ob der den "stillen Protest" der Kreuze mit den "lauten" Bauernprotesten als so viele mit den Traktoren auf der Strasse waren vertauscht. Mein Eindruck der grünen Kreuze war eher "die Bauern ... mehr anzeigen

von Oswald Steinle

Nur weil sich ein Professor der

"Medien und CSR Kommunikation" äußert, heißt das noch lange nicht, das die Proteste genau so wirken wie ein Proffessor glaubt das sie wirken !

von Werner Augustin

Kein Handel, sondern Diktat

Ein Handschlag besiegelt einen Handel und bei einem Handel wird verhandelt bis jeder was davon hat. Bei uns wird nur gefordert, aber nichts gegeben.

von Willy Toft

Proff. Kossin; wir wollen auch keine Aktivisten sein, aber wenn man uns die Hände bindet,...

können wir uns nicht die Ärmel aufkrempeln! Jammern hat noch nie wirklich etwas bewirkt, aber die Politik setzt den Rahmen, und wir sollen möglichst billig produzieren, das passt nicht zusammen. Deshalb ist uns ja auch der Kragen geplatzt, und wir sind ganz gesittet zur Demo gefahren! ... mehr anzeigen

von Rudolf Rößle

Ohnmacht

wir sind ohnmächtig im Bezug unseres Wirtschaftssystems. Wir haben kaum Einfluss auf unsere Milch und Schlachtpreise. Direktvermarktung ist nur eine kleine Nische für Wenige. Lebensmittelerzeuger haben keine Lobby. Bei uns im reichen Europa werden Lebensmittel bewusst als ... mehr anzeigen

von Dr. Willi Kremer-Schillings

250.000 Pressesprecher...

...können Auskunft geben, warum die grünen Kreuze auf den Felder stehen. Vielleicht fragt Herr Kussin mal den ein oder anderen, der ein Kreuz aufgestellt hat. Ja, es ist eine drastische Symbolik, aber sogar die Kirchen haben die grünen Kreuze in den Predigten zum Erntedank erwähnt. ... mehr anzeigen

von Michael Behrens

Noch so ein Klug....

Die wenigsten landwirtschaftlichen Betriebe sind mit Auto- oder Energiekonzerne vergleichbar! Konzerne streichen Arbeitsplätze wenn es eng wird, der Einzelne der seinen Job verliert interessiert dabei niemanden, die Schlipsträger bekommen meistens bei Arbeitslatzabbau einen Boni oder ... mehr anzeigen

von Franz Josef Aussel

Philosophisch

Der Verfasser macht sich viele tiefgehende Gedanken. 99% der Nichtlandwirte wissen gar nicht, was die grünen Kreuze bedeuten. Die Politik reagiert nur auf große, laute und auch radikale Proteste! Die Politiker denken nur noch an die nächste Wahl und große Proteste, auch wenn die ... mehr anzeigen

von Anton Obermeier

Autofabriken brauchen keine Kreuze

Sie stehen ja nicht im Mittelpunkt einer medialen Hetzjagd, gerade von den Staatssendern, und das trotz Abgasskandal. Auch werden sie von der Politik gehätschelt und getätschelt und nicht verraten und verkauft. Mersocur lässt grüßen. Wenn Trump mit Strafzöllen für deutsche Autos ... mehr anzeigen

von Gerhard Steffek

Handschlag???

Wie er es selber schon am Anfang deutlich machte, wenn für ihn der Landwirt nur ein "Graswurzler" ist, dann braucht man doch mit ihm auch nicht zu diskutieren anfangen, denn dann weiß man woran man ist. Hier ist als allererstes von seiner Seite schon mal der Respekt gegenüber dem ... mehr anzeigen

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