Protest am Tagebau: Umweltaktivisten zerstören Äcker

Am vergangenen Wochenende gab es rund um den Hambacher Forst Demonstrationen und Blockaden von internationalen Umweltaktivisten des Aktionsbündnisses „Ende Gelände“ gegen die Kohleverstromung. Um auf das RWE-Betriebsgelände zu gelangen, stürmten die Gegner über landwirtschaftliche Flächen und haben die Saat zerstört.

Am vergangenen Wochenende gab es rund um die Tagebaue Inden, Hambach und Garzweiler Demonstrationen und Blockaden von internationalen Umweltaktivisten des Aktionsbündnisses „Ende Gelände“ gegen die Kohleverstromung. Um auf das RWE-Betriebsgelände und die Strecke der Kohlebahn in Inden (bei Weisweiler) zu gelangen, stürmten die Gegner über landwirtschaftliche Flächen und haben die Saat zerstört.
 
Gegenüber der Presse berichteten am Sonntag Landwirte von dem Ausmaß. So seien z.B. frisch bestellte Weizenschläge vollkommen zertrampelt. Ein Bauer sei sogar festgenommen worden, als er sein Feld verteidigen wollte, heißt es. Sein Fehler war offenbar, dass er mit seinem Schlepper zügig bis auf 20 m an eine Gruppe herangefahren war, um die Aktivisten einzuschüchtern. Die Polizei hatte die Demonstranten genau auf seinem Schlag gestoppt und rechnete wohl mit einer Attacke des Fahrers.

Der Flächeneigentümer wurde festgenommen. Der Vorwurf: Versuchter Mord und versuchte Körperverletzung, schilderte der Landwirt der Zeitung EXPRESS. Die Staatsanwaltschaft widersprach jedoch, man prüfe nur, ob es überhaupt eine Straftat gegeben habe. Bereits bei einem früheren Vorfall hatte der Landwirt Anzeige wegen Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung erstattet.

Wie der WDR heute berichtet, soll das Netzwerk „Ende Gelände“ bereits zugesagt haben, alle Schäden an Ackerflächen, die die Aktivisten verursacht haben, "angemessen zu entschädigen". Die Betroffenen sollten sich per E-Mail an "Ende Gelände" wenden.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Bernd Schmitz

Die große Bauernorganisation

könnte doch auch etwas vor Ort im Braunkohlerevier organisieren und endlich Stellung beziehen zum Klimawandel. Wir alle haben das Dürrejahr noch nicht mal hinter uns und leider kam nur der Laute Ruf nach einer Milliarde € dabei heraus. Keine Stellungnahme, wie denn Forderungen an die Gesellschaft in Sachen Klimaschutz aussehen, um die heimische Landwirtschaft zu schützen. Dass junge Menschen etwas radikaler für IHRE ZUKUNFT auf die Straße und leider auch über Äcker gehen, die sollte hier auch als Einsatz für unsere nächste Generation gesehen werden. Es ist nicht die Art der meisten Bauern, sich so zu äußern, auch in Sachen Klimawandel nicht. Aber erkennt an, dass es das Angebot der Zahlung für Schäden gibt und geht zum Nachbarn und schickt für ihn eine Email, wenn er es nicht kann!

von Paul Siewecke

immer wieder erstaunlich...

wie schnell eine Kommentatorendiskussion in eine unsägliche links-rechts-Debatte ausartet, was dann mit dem ursprünglichen Thema rein gar nichts mehr zu tun hat. (ich gebe zu, mich hat es auch schon mal dazu "hingerissen") Und da Zitate hier beliebt sind, mal eines von Brösel, dem Zeichner der Werner-Comics: "Wir trampeln durchs Getreide, wir trampeln durch die Saat, Hurra wir verblöden, für uns bezahlt der Staat...." Die Demonstrationsfreiheit in allen Ehren! Das Eigentum von Unbeteiligten sollte aber dabei außen vor bleiben!

von Wilhelm Gebken

@Eckehard Niemann: Sie sollten sich langsam überlegen, ob Sie sich sich weiterhin bei topagrar äußern wollen, Grund:

Sie bringen regelmäßig die Verfasser und die Inhalte von Kommentaren durcheinander. Sie beschuldigen Kommentatoren irgend etwas geschrieben zu haben, was diese definitiv nicht gemacht haben. Sie greifen fachlich und sachlich korrekte Äußerungen von Kommentatoren mit moralischen Bewertungen an. Auf diese Art kommen wir hier nicht weiter.

von Eckehard Niemann

nochmal @ josef meier

Ich erinnere an Ihre früheren Auslassungen: https://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Das-sagt-die-AfD-zur-Landwirtschaft-Eine-Analyse-von-Bauer-Willi-7265339.html#comment-112591

von Eckehard Niemann

@ Josef Meier

Lieber Herr Meier, ich fände es gut, wenn Sie Ihre nachfolgend zitierten Ausführungen zu den von Ihnen "Rechtssozialisten" genannten Nazis und deren Terror und Machtübernahme nochmal überdenken würden: (Antifa) "...hat mit ihrem Terror wesentlich dazu beigetragen, dass sich die Menschen Anfang der 30er Jahre von den Linkssozialisten den Rechtssozialisten zugewandt haben und damit Hitlers Aufstieg erst ermöglicht haben." Denn diese Ihre Ausführungen sind definitiv falsch und nazi-beschönigend.

von norbert noack

Antifa ??

An Josef Meier. Nur zur Info die Antifa ist deutlich älter als die Pegidabewegung und wurde nicht wie von dir behauptet als Gegengewicht gegen die Pegida Demonstrationen gegründet.

von Hermann Stroemer

Schild aufstellen

"Achtung Glyphosatbehandelt. Betreten auf eigene Gefahr". Dann kommt das nicht wieder vor...

von Josef Fischer

Mein erster Gedanke

hierzu war: "Hoffentlich haben auch alle Geschädigten ein Emailkonto". Ist ja gerade bei älteren Betriebsleitern noch lange nicht Standart. Was man hier wieder merkt ist dass diese sogenannten Aktivisten ein gestörtes Verhältnis zum Eigentum anderer haben. Die "angemessene" Entschädigung erfolgt meiner Meinung nach nur um sich eine positive PR zu sichern...

von Ansgar Tubes

Schon traurig...

...wenn diese sogar z.T. vermummten Ökoterroristen selbst hier immer noch als Umweltaktivisten bezeichnet werden.

von Wilhelm Gebken

@Josef Meier, Alles korrekt Herr Meier, zur Geschichte der Antifa gibt es aber noch einiges zu ergänzen:

Gegründet wurde die Antifa, allerdings unter anderem Namen, bereits 1921! Sie war die Kampftruppe der Kommunistischen Partei und hat mit ihrem Terror wesentlich dazu beigetragen, dass sich die Menschen Anfang der 30er Jahre von den Linkssozialisten den Rechtssozialisten zugewandt haben und damit Hitlers Aufstieg erst ermöglicht haben. Finanziert wurde die Antifa damals von der UDSSR. Nach Gründung der DDR hat diese die Finanzierung der Antifa bis 1989 übernommen. Danach musste die Antifa kurzzeitig mit weniger Geld auskommen. Jedoch wurden inzwischen Mittel und Wege gefunden um die Antifa und ihre Mitglieder über öffentliche Gelder (auch ihr Geld) zu finanzieren. Das was als linkssozialistisch zu bezeichnen ist (inklusive einiger Gewerkschaften) beteiligen sich daran. P. S.: In mindestens einem US-Bundesstaat ist die Antifa als terroristische Vereinigung eingestuft. Eine schöne Zusammenfassung dazu finden Sie unter: https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/ueber-80-jahre-antifa-bis-heute-wirkt-ihr-kommunistisches-erbe-a2211238.html#

von Josef Meier

Man muß aber auch wissen daß hier zum Beispiel auch die ANTIFA kräftig dabei ist. Die ANTIFA wurde als Gegengewicht gegen die Pegida Demonstrationen gegründet. Bei den G8 Ausschreitungen in Hamburg waren sie der linke Hauptgegner der Polizei. Das Pikante daran ist, die ANTIFA wird von unserem Familienministerium finanziert.

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