Räpple ärgert sich über unfachliche Diskussionen

„Ich habe kein Verständnis dafür, dass Landwirtschaft undifferenziert und ohne Fachkenntnisse an den Pranger gestellt wird!“. Das sagte der Präsident des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbandes, Werner Räpple im März bei der BLHV-Landesversammlung in Hilzingen.

„Ich habe kein Verständnis dafür, dass Landwirtschaft undifferenziert und ohne Fachkenntnisse an den Pranger gestellt wird!“. Das sagte der Präsident des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbandes, Werner Räpple im März bei der BLHV-Landesversammlung in Hilzingen.
 
Als Beispiel nannte Räpple die Diskussion über Nitrat im Grundwasser: hier werde die Landwirtschaft über einen Kamm geschoren, und das, obwohl die Nitratwerte im Baden-Württemberg seit 20 Jahren rückläufig seien. „Wo Handlungsbedarf besteht, müssen wir angepasste Maßnahmen ergreifen, aber wir müssen auch die Gebiete entlasten, in denen die Nitratgehalte weit unterhalb der Grenzwerte liegen“.
 
Mit einer BLHV-Resolution, die konkrete Forderungen zur Düngeverordnung enthält, richtete sich Räpple an die Landesregierung. Aber auch an die Gesellschaft richtete der Bauernpräsident seine Aufforderung zum Dialog: „Führen wir unsere Diskussionen wieder auf eine sachliche Grundlage zurück und lösen wir unsere Konflikte“.
 
Laut Räpple gehört die Landwirtschaft in der Mitte der Gesellschaft. Nicht nur, weil sie der wichtigste Erzeuger von Lebensmitteln sei und die Kulturlandschaft sowie ländliche Tradition pflege. „Landwirtschaft in die Mitte der Gesellschaft - weil wir nicht nur Teil des Problems, sondern auch Teil der Lösung sein wollen“. Hierfür sei es unabdingbar einen offenen und objektiven Dialog miteinander zu führen, betonte Räpple.
 
„Wir müssen in der Gesellschaft klären, was von einer „Agrarwende“ erwartet wird. Soll die Landwirtschaft fast gänzlich ohne Pflanzenschutz auskommen, sodass wir Unkraut wieder mit der Hand jäten?“. Dazu gehöre auch die Frage nach der Ausgestaltung und Entwicklung der landwirtschaftlichen Einkommen, so Räpple. „Sollen diese weiterhin stagnieren?“


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