Rheinland-Pfalz und NRW wollen im Obstbau enger zusammenarbeiten

Die Länder Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen haben eine engere Zusammenarbeit im Obstbau vereinbart. Das Kompetenzzentrum für Gartenbau in Klein-Altendorf bei Bonn wollen sie neu ausrichten. Die Themen Klimawandel und Digitalisierung rücken in den Vordergrund.

Rheinland-Pfalz und NRW wollen die Obstbauberatung gemeinsam neu aufstellen. (Bildquelle: Rose)

Die Länder Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen haben eine engere Zusammenarbeit im Obstbau vereinbart. Das Kompetenzzentrum für Gartenbau in Klein-Altendorf bei Bonn wollen sie neu ausrichten. Die Themen Klimawandel und Digitalisierung rücken in den Vordergrund.

Die Staatssekretäre der Landwirtschaftsministerien von Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen, Andy Becht und Dr. Heinrich Bottermann vereinbarten bei einem Spitzengespräch im Kompetenzzentrum für Gartenbau in Klein-Altendorf (KoGa) eine engere Zusammenarbeit. Eine Planungsgruppe bestehend aus Vertretern der Ministerien sowie der Fachverbände werde ein Konzept für eine Neuausrichtung der KoGa erarbeiten.
 
Nach Auffassung von Staatssekretär Bottermann werden sich durch den Klimawandel die Rahmenbedingungen für den Obstbau dramatisch ändern. „Es kommt nicht mehr alleine darauf an, Lösungen für einzelne Krankheiten wie den Apfelschorf zu finden, stattdessen muss die Obstbauberatung den Betrieben bei der Einführung komplett neuer Produktions- und Vertriebssysteme helfen“, sagte Bottermann.
 
Ein ebenso wichtiger Veränderungstreiber werde die Digitalisierung sein, so Staatssekretär Becht. „Sensortechnologie in Verbindung mit Präzisionssteuerung wird die Betriebe vor neue Herausforderungen stellen, ihnen aber gleichzeitig bei der Einsparung von Herbiziden helfen“, sagte Becht.
 
Anlass für das Zusammentreffen der beiden Landespolitiker war die durch den Rechnungshofbericht des Landes Rheinland-Pfalz aus dem Jahr 2013 ausgelöste Entscheidung des Landtages Rheinland-Pfalz, die Miet- und Pachtverträge für den Standort Klein-Altendorf ab Oktober 2024 nicht zu verlängern. Becht und Bottermann nutzten den Gedankenaustausch, um für die Zusammenarbeit der beiden Länder im Obstbau und die Zukunft des KoGa Eckpunkte zu vereinbaren.
 
Nach Auffassung der beiden Staatssekretäre ist der Zeitpunkt für eine Neuausrichtung des KoGa optimal. So stehen in Nordrhein-Westfalen die Überarbeitung der Verträge zwischen der für die Beratung zuständigen Landwirtschaftskammer und dem Land ebenso auf der Agenda 2018 wie die von Rheinland-Pfalz geplante Neukonzeption des KoGa.
 
Bottermann und Becht vereinbarten, den Neuanfang von Anfang an gemeinsam zu gestalten. Neben den Fachverbänden und den Partnern des KoGa werden Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen Ministeriumsvertreter in die eingerichtete Planungsgruppe entsenden. Zudem werden sich die beiden Staatssekretäre laufend über die Planungen unterrichten lassen und bei wichtigen Entscheidungen persönlich mitwirken. „Die Chance, grenzüberschreitend und zukunftsweisend die Obstbauberatung neu aufzustellen, werden wir gemeinsam nutzen", sagten Becht und Bottermann.

Artikel geschrieben von

Stefanie Awater-Esper

Korrespondentin Berlin

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