Rheinland-Pfalz: "Wassercent ist Gewinn für Arten- und Gewässerschutz"

Vor fünf Jahren hat das Land Rheinland-Pfalz den Wassercent über das Wasserentnahmeentgeltgesetz eingeführt. Die Idee dahinter: Wer viel Wasser nutzt, muss entsprechend viel Wassercent zahlen.

Vor fünf Jahren hat das Land Rheinland-Pfalz den Wassercent über das Wasserentnahmeentgeltgesetz eingeführt. Die Idee dahinter: Wer viel Wasser nutzt, muss entsprechend viel Wassercent zahlen.

Aus Sicht von Umweltstaatssekretär Thomas Griese ist der Wassercent eine erfolgreiche Umweltabgabe, weil damit ausschließlich und zweckgebunden Projekte für den Gewässerschutz oder zur Erhaltung der Wasserinfrastruktur gefördert würden. "Das ist ein Gewinn für unsere Tier- und Pflanzenarten in den rheinland-pfälzischen Bächen, Flüssen und Seen sowie für die Wasserversorgung der Bürger im Land“, sagte Griese vergangene Woche.

Rund 26 Millionen Euro stünden jährlich durch den Wassercent für den Gewässerschutz, etwa durch die Renaturierung von Flüssen und Bächen, und für Maßnahmen zur Verbesserung der öffentlichen Wasserversorgung zur Verfügung. „Der Wassercent schafft die finanzielle Grundlage, um Gewässer mit der ,Aktion Blau Plus' wieder naturnah zu entwickeln sowie die Artenvielfalt im wichtigen Lebensraum Wasser im Sinne der ,Aktion Grün' zu verbessern“, so Griese. Denn die EU-Wasserrahmenrichtlinie verpflichte Rheinland-Pfalz, flächendeckend einen guten ökologischen Zustand der Gewässer herzustellen. Dass dies in Rheinland-Pfalz bei 30 Prozent der Bäche, Flüsse und Seen bereits erreicht wurde, sei auch ein Verdienst der „Aktion Blau Plus“, führte der Staatssekretär an. Mit diesem Wert stehe Rheinland-Pfalz bundesweit an der Spitze.

„Der Wassercent gibt Kommunen außerdem die Möglichkeit, die Wasserversorgung der Bevölkerung durch überregionale Verbundlösungen langfristig zu sichern und noch energieeffizienter zu gestalten. Dies ist gerade vor dem Hintergrund des Klimawandels zentral“, erläuterte Griese. Durch den Bau der Fernwasserleitung Primstalsperre-Steinbachtalsperre wurde zum Beispiel die öffentliche Wasserversorgung in der Nationalparkregion mit Mitteln aus dem Wassercent zukunftssicher gemacht.

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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