Rinder nicht einzufangen - Landwirt beantragt Abschusserlaubnis

In Nassenheider (Brandenburg) sind seit Wochen zwei Kühe mit drei Kälbern in freier Wildbahn unterwegs. Sie gehören einem Landwirt aus Grüneberg, der sie bislang noch nicht wieder einfangen konnte, berichten die Medien des Zeitungsverlags Schwerin.

Die Rinder in Nassenheide legen große Strecken zurück und kommen nur nachts aus dem Wald. Das Rind hier auf dem Symbolbild ist allerdings weiterhin gut bei seinem Besitzer eingezäunt. (Bildquelle: Archiv)

In Nassenheider (Brandenburg) sind seit Wochen zwei Kühe mit drei Kälbern in freier Wildbahn unterwegs. Sie gehören einem Landwirt aus Grüneberg, der sie bislang noch nicht wieder einfangen konnte, berichten die Medien des Zeitungsverlags Schwerin.

Inzwischen seien die Tiere schon stark verwildert, so dass der Tierhalter im September eine Abschussgenehmigung beantragen musste, die voraussichtlich in dieser Woche erteilt werden könnte, sagte eine Polizeisprecherin. Die Entscheidung hatte sich hingezogen, weil viele Behörden an dem Genehmigungsverfahren beteiligt sind.

Das Problem bislang sei, dass sich die Rinder tagsüber in den Wald zurückziehen und nur nachts auf die Felder kommen. Das Gebiet soll zudem zu groß sein, um dort nach den Kühen zu suchen, heißt es. Gesehen wurden sie allerdings schon öfter, nur wenn der Bauer angekommen war, seien sie wieder verschwunden gewesen. Allein für diese Fahrten habe er mittlerweile 2000 Kilometer zurückgelegt, schilderte der Besitzer der Zeitung. Er habe aber die Hoffnung noch nicht aufgegeben, wenigstens die Jungtiere wieder einfangen zu können.

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Nikos Förster

Warum nicht Betäubungsgewehr?

Mir erschließt sich nicht so ganz, warum man die Kühe mit den Kälbern nun gleich erschießen muss. Man könnte das Problem doch mit einem Betäubungsgewehr lösen.

von Berthold Lauer

Wir waren voriges Jahr 2 Tage erfolglos hinter den Rindern des Nachbarn her. Dann haben wir abends eine Selbstfangraufe mit Heu und Kraftfutter aufgestellt und am Morgen waren alle fünf gefangen.

von Paul Siewecke

Betäubungsgewehr...

Genau! Das braucht allerdings ne Menge Zeit für die Pirsch und ist dort nicht ganz unproblematisch. Der Ort heißt nicht von ungefähr "Nassenheide".... Aber es rettet den Rindern das Leben! Und das mit dem Verwildern geht nur deshalb so schnell, weil fehlgeschlagene Einfangversuche und hektisches Hinterherrennen die Tiere entsprechend konditionieren...

von Gerhard Steffek

Viel Spaß -

bei der ganzen Aktion. Dem kann ich nachempfinden weil ich so ein Theater auch schon mal hatte. Zum Glück war es bei mir aber nicht so weitläufig und ich radelte keine 2000 Kilometer runter. Bei mir hat der Tierarzt dann das Problem mit dem Betäubungsgewehr erledigt.

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