Ärger über Agrarpaket

NRW-Bauernverbände protestieren heute in Bonn

Die zunehmende Auflagenflut bedroht die Existenz der Bauern. Laut RLV ist es 5 vor 12! Es müsse Schluss sein mit dem maßlosen Aktionismus gegen die Landwirtschaft. Heute ist Demo in Bonn...

Am heutigen Montag gehen Bauern aus dem Rheinland in Bonn auf die Straße. Eingeladen haben dazu der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV), der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband (WLV), der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau, der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz-Süd sowie der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer

Wie die Verbände mitteilen, drohen den Bauern durch das Agrarpaket der Bundesregierung sowie weitere neue Verordnungen zahlreiche neue Auflagen, die die Betriebe hart treffen. Dazu gehören das Aktionsprogramm Insektenschutz mit zusätzlichen Pflanzenschutzauflagen, das Tierwohl-Label und die Mittelumschichtung der EU-Agrargelder von der ersten in die zweite Säule sowie die neue Düngeverordnung. Der Berufsstand befürchtet, dass die Bauern in ihrer Existenz gefährdet werden. „Keine Zukunft ohne Bauern!“, fordert der Verband.

Nach Angaben des Deutschen Bauerverbandes drohen auf fast 2,4 Mio. ha landwirtschaftlicher Fläche in Deutschland zusätzliche ordnungsrechtliche Eingriffe. Die Auflagen reichen von einem faktischen Pflanzenschutzverbot bis hin zu einem tiefen Eingriff in das Eigentum. „Die geplanten Verbote verhindern die Gestaltung von sinnvollen Agrarumweltprogrammen und erhöhen gleichzeitig das Sanktionsrisiko, während sie die Gewährung von Fördergeldern einschränken“, so die Kritik des Verbandes.

„Wir wenden uns konsequent gegen eine Ausdehnung des Ordnungsrechtes und setzen uns für das mit der Politik in Nordrhein-Westfalen über viele Jahre hinweg erfolgreich entwickelte Prinzip der Kooperation ein“, fordert der Verband. Die Bauern im Rheinland seien bereit, den längst begonnenen Veränderungsprozess konsequent im Sinne von Klima-, Umwelt- und Naturschutz weiter voranzubringen. Voraussetzung dafür sei allerdings Respekt und Anerkennung für das, was die Landwirtinnen und Landwirte Tag für Tag für die Gesellschaft leisten. Mit der Demo am Montag wolle man ein Zeichen setzen. Ein Zeichen, das sagt: „Stopp! So nicht!“.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Wilhelm Grimm

Habt ihr sie noch alle beisammen ?

Es geht um die Sache !!!!!

von Hermann Reinmuth

An die Organisatoren der Demo 14.10.19

blast das ganze ab und geht am 22 mit! Ihr habt lange geschlafen aber hier zählt nicht, ich war der erste, hier muß gemeinsam AUFGETRETEN werden und das mit EINIGKEIT es geht um die Landwirtschaft,Familien, Existenzen und nicht um Posten!

von Matthias Zahn

Wo sind jetzt die Partner des BV?

Wo ist denn jetzt diese unheilvolle Allianz des DBV geblieben, die uns Milchbauern nach dem Lieferstopp gemeinsam über den Tisch gezogen haben? Da hat der Bauernverband sich ja schöne Freunde gemacht. Bei Aktionen von BDM und MilchBoard hagelt es Pressemitteilungen aus der Industrie weil diese um ihre Pfründe fürchten und leistet dem DBV allzugerne Schützenhilfe im Kampf gegen die Milchbauernbasis! Wo sind diese Freunde jetzt? Kein Einsatz für die Bauern! Stattdessen werden Schweinefleischimporte aus den USA gefordert weil man sich geistig schon von den deutschen Bauern verabschiedet hat......

von Bruno Stauf

DBV—RLV

Jahrelang hat der DBV mit der Politik gekuschelt. Jetzt stehen die Bauern auf und der DBV fällt ihnen wieder in den Rücken. Was für eine jämmerliche Berufsvertretung!!!

von Hans Merk

So eine Scheiß hab ich schonmal erlebt

War damals beim Milchstreik des BDM. Wie hat uns der Bauernverband das Messer in den Rücken gestoßen! Ist wie im Mittelalter. Wenns für die verfeindeten Fürsten eng wurde haben sie zusammengeholfen und ihre eigenen Bauern abgeschlachtet. Dieser Verband wird sich nie ändern und uns immer wieder verkaufen!!!!!!!!!!!!

von Hermann Reinmuth

Aktion Beitragszahler!!!

lange wurde nichts getan und jetzt schwimmen dem DBV die Felle(Beitragszahler) davon, Respekt vor denen die die Aktion "Landwirtschaft schafft Verbindung" gegründet haben. Den anderen die die Idee hatten am 14.10.19 das gleiche zu tun, kommt eher rüber, Rettet den DBV und unsere Posten!

von Gerd Uken

Siehe hier

https://www.noz.de/deutschland-welt/niedersachsen/artikel/1905575/lies-ruft-landvolk-praesident-zur-maessigung-auf

von Siegfried Mantel

Verbands Trittbrettfahrer

Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV), der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband (WLV), der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau, der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz-Süd sowie der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer sollten sich schämen die Land schafft Verbindung Gemeinschaft so zu überrumpeln und zu überholen

von Volker Grabenhorst

Eine friedliche Demo im verschlafenen Bonn, dazu die leisen, devoten Töne des DBV ist bemitleidenswert und sinnlos. Um etwas zu erreichen müsste schon ( nach dem Vorbild der „Klimaaktivisten“) mindestens wöchentlich das Berliner Regierungsviertel blockiert werden.

von Gerd Uken

@ Rößle zum diskutieren war ja wohl

Zeit genug. Der DBV müsste den Aufschrei doch wohl vernommen haben und nur gemeinsam sind wir stark. „ Steh auf wenn du ein Bauer bist“ gilt immer noch. Vor 30 Jahren hat es doch schon angefangen das wir uns in die Abhängigkeit der europäischen Politik begeben haben. Es sitzen auch immer wieder die richtigen Leute an den Schaltstellen. Ob es ein Timmermans in Brüssel ist .....der Trog bleibt die ..........

von Gerd Uken

DIe zwei Wochen sind nicht das eigentliche

Problem- können die Schlepper dann ja gleich da lassen- Die einen wollen nicht auf Bonn verzichten und die anderen „ Wir waren zuerst“ da! Man hätte ja jetzt auch gemeinsame Sache machen können- wäre ne nette Geeste gewesen.

von Rudolf Rößle

Winter und Regionalversammlungen

dort sollten die Bauern miteinander diskutieren, in welche Richtung es gehen soll. Danach sollten Beschlüsse gefasst werden, die der DBV nach außen vertreten muss.

von Hermann Kamm

na sauber

zwei Kundgebungen binnen zwei Wochen???

von Hannes Dicke-Wentrup

Warum Bonn ?

In die veschlafende Provinzstadt guckt doch eh keiner hin.

von Hans Nagl

Typisch Bauernverband

Anderen die Butter vom Brot nehmen.

von Wolfgang Rühmkorf

Falsch verstanden

Es geht nicht um Konkurrenz, sondern die Planungsabstimmung hat wohl nicht geklappt. Egal, gemeinsam sind wir stark, auch auf 2 Kundgebungen!

von Willy Toft

Versucht endlich mal Geschlossenheit zu üben!

Solange wir uns untereinander nicht einigen, werden wir überhaupt nicht wahrgenommen! Einigkeit macht stark und fördert den Zusammenhalt! Das Agrar- Paket hat für jeden etwas, was ihm/ihr die Produktion teuer oder Unmöglich macht. Also macht mit bei allen Aktionen, die in diese Richtung wollen, jammert nachher nicht rum, hätten wir bloß!

von Tilman Kluge

Info-Defizit

Wenn der DBV eine derart miserable Öffentlichkeitsarbeit wie seit Jahren betreibt, ist ein Lamento gegen Bürokratie aus Berlin unglaubwürdig. Schilder am Feldrain reichen nicht, auch nicht Auftritte auf Messen und Erntedankaktionen wie auf der Zeil in Ffm. Unwissen über LW fängt auf der obersten politischen Verantwortungsebene an und hört bei im Grunde uninteressierten Bürgern auf. Gerade bei der Ansprache letzterer besteht ein enormer Handlungsbedarf.

von Bernd Schmitz

Eigeninitiative

fern der Verbände muss wohl, in Sachen eigene Meinung entwickeln, schnell noch unterwandert werden. Meinungshoheit ist scheinbar wichtiger als bäuerliche Interessen

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