Problemwolf

Rodewalder Wolfsrudel: Jäger sollen mehrere Wölfe schießen dürfen

Der Ende Januar zum Abschuss freigegebene Problemwolf aus dem Rodewalder Rudel ist immer noch unterwegs. Jäger trauen sich wegen der drohenden rechtlichen Kosequenzen nicht an den Abschuss, zumal sie besagtes Tier ja erst identifizieren müssten. Minister Lies will nun rechtliche Erleichterungen vorantreiben.

Niedersachsens Landesregierung will bei dem Problemwolf aus einem Rudel in Rodewald im Landkreis Nienburg endlich eine Lösung. Das Ende Januar zum Abschuss freigegebene Tier konnte noch nicht zur Strecke gebracht werden.

Umweltminister Olaf Lies (SPD) erklärte nun, dass es oft kaum möglich sei, einen bestimmten Wolf zu identifizieren. Daher müsse man darüber nachdenken, die Erlaubnis zum Abschuss nicht auf ein Tier zu beschränken, sondern sie auf mehrere Wölfe auszuweiten, zitiert der NDR.

Der Plan sei, nicht das ganze Rudel auf einmal zu entnehmen, sondern einzelne Tiere, um danach zu sehen, ob sich die Situation damit verbessert. Die Jagd auf einen einzelnen Wolf aus dem Rodewalder Rudel, der bislang als Verursacher etlicher Schafrisse identifiziert wurde, erweist sich als schwierig. Dreimal wurde die jeweils auf einen Monat befristete Genehmigung bereits verlängert, zuletzt am Dienstag. Das Problem ist das riseige Gebiet von 600 Quadratkilometern. Zudem mangele es in diesem Gebiet, das aus über 170 Jagdrevieren besteht, an Unterstützung: "Alle haben die Sorge, sich in irgendeiner Form öffentlichen Beleidigungen oder sonstigen Dingen ausgesetzt sehen", sagte Minister Lies laut NDR.

Aus diesem Grund wolle er die rechtliche Grundlage dafür schaffen, dass die Revierinhaber, die Jagdpächter und die Jäger vor Ort als Partner zur Verfügung stehen. Das Ministerium werde daher prüfen, "inwieweit wir rechtliche Möglichkeiten haben, die Jäger in diese Rolle zu versetzen."

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