Bayern

Rote Gebiete in der Praxis

Wo Äcker und Wiesen in roten Gebieten landen, stehen ihre Bewirtschafter vor großen Herausforderungen.

Die Überarbeitung der Kulissen für nitratbelastete Gebiete wirbelte die Pläne vieler Landwirte in Bayern und Baden-Württemberg zum Ende des vergangenen Jahres kräftig durcheinander. Während sich viele darüber freuen konnten, dass ihre Flächen nicht mehr in einem roten Gebiet lagen, wurden andere vom Gegenteil überrascht. Wir wollten wissen, wie betroffene Landwirte sich auf die neuen Anforderungen einstellen. Dazu haben wir mit Betriebsleitern, Pflanzenbauberatern und Verbandsvertretern gesprochen. Ein Satz fiel dabei sinngemäß in jedem Gespräch: „Das wahre Ausmaß der Folgen werden wir erst in ein paar Jahren vollständig erfassen können.“

Große Herausforderungen

Die zusätzlichen Anforderungen an die Düngung zwingen nahezu jeden betroffen Hof zu Anpassungen des bisherigen Konzepts – egal, ob ein Betrieb Sauen hält, Schweine oder Rinder mästet, Milch produziert, Energie erzeugt...


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Nach deutlicher Kritik aus dem landwirtschaftlichen Berufsstand hat die Landesregierung in Niedersachen erneut die LandesdüngeVO und ihre Gebietskulisse angepasst.

Die roten Gebiete sind ausgewiesen. Die Allgemeine Verwaltungsvorschrift hat hierfür einheitliche Rahmenbedingungen geschaffen. Dennoch gibt es Unterschiede zwischen den Ländern.

Tipp

Düngeverordnung: Rüben prädestiniert für rote Gebiete

vor von Dr. Ulrich Lehrke, LWK Niedersachsen

Eine um 20 % geringere Düngung wird bei Rüben auf den meisten Standorten wohl keine Ertragsverluste nach sich ziehen.