Düngeverordnung

Rukwied: "Das konterkariert den Wasserschutz" Premium

Bauernpräsident Rukwied hält die Verschärfung der Düngeverordnung für kontraproduktiv für den Wasserschutz. Der Liste, mit der die Regierung nun nach Brüssel fährt, misstraut er.

„Uns Landwirten fehlt jedes Verständnis mittlerweile, was da zur Düngeverordnung mit Brüssel läuft“, sagte Rukwied am Freitag am Rande der Erntepressekonferenz in Berlin. Er sei weiterhin der Auffassung, dass die Düngeverordnung von 2017 ausreiche, um eine Senkung der Nitratwerte in den belasteten Gebieten herbei zu führen. Erste Auswirkungen seien mit sinkenden Viehzahlen in viehdichten Regionen und einem gesunkenen Einsatz von mineralischen Stickstoffdüngern bereits zu sehen.

Maßnahmen würden Wasserschutz nicht helfen

Mit der mittlerweile mehrmals auf Druck der EU-Kommission von der Bundesregierung geänderten Liste an Maßnahmen zur Verschärfung der Düngeverordnung ist Rukwied nicht zufrieden. „Das was da zum Teil jetzt angedacht wird, konterkariert den Wasserschutz und setzt eine Spirale nach unten in Gang“, sagte Rukwied. In Anspielung auf den vorgesehenen Abschlag von 20 Prozent auf die Stickstoffdüngung in den roten Gebieten sagte Rukwied: „Wenn ich Pflanzen nicht mehr bedarfsgerecht ernähren kann, dann schaffe ich schon die...

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Vor dem morgigen Düngegipfel zeigt das Bundeslandwirtschaftsministerium auf die Bundesländer. Fünf - darunter Niedersachsen - müssen ihre Nitrat belasteten Gebiete noch ausweisen.


Diskussionen zum Artikel

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von Rainer Hoffmann

Datengrundlage ???

Wieder kein Wort zum desaströsen Messstellen Netz ,aber auch gar nix kommt zu dieser Sachlage u wofür unternimmt ma nix,oder ist es seitens des DBV gewollt samt aller Konsequenzen ?. Hauptsache der Maschinenbau /Bauwirtschaft u die Düngerindustrie/Handel profitieren, man kennt sich halt .

von Gerd Woertel

Ganz anders

Es geht überhaupt nicht mehr um die Düngung . Es geht nur noch darum große gewerbliche Betriebe und Schlachrereien einnen Vorteil zu verschaffen und die kleinen aus den Markt zudrängen. Bestes Beispiel ist die van Drie Gruppe (Europas größter Kälbermäster 70-80% ) hat grade in Holland. erreicht das der Düngewert seiner Kälber runtergesetzt werden. Alles nur Lobbyismus, die Umwelt ist nur der Vorwand

von Uwe Lamparter

Sind von den neuen

Auflagen auch die reinen Biogasbetriebe betroffen oder gelten diese bereits als systemrelevant und unverzichtbar bei der Energieerzeugung und sind somit außen vor?

von Hans-Joachim Pöhl

Immer die gleiche .....

Flächengebundene Tierhaltung! Alles andere wird langfristig nicht Ziel führend sein!!!

von Wilhelm Grimm

Diese Düngungsvorschtften haben mit Logik nichts, aber auch garnichts zu tun.

Im Sumpf von Brüssel haben die Lobbyisten vom NABU, also Frau Ministerin Schulze und "The Friends of the Earth", also der BUND, einen grossen Einfluss auf die Entscheidungen der Kommission. Sie alle wissen um die deutsche Nitratlüge und ignorieren die Wahrheit. Was machen unsere Verbandsvertreter eigentlich in Brüssel ?

von Gerd Uken

Das „ Kind“ ist ja nun mal in den

roten Gebieten in den Brunnen gefallen - aber wie passt das denn mit den neuen Grünlandauflagen zusammen?? Müssen Schweine/Hähnchenmäster neuerdings Grünland vor halten?? Oder die werden denn die Maisflächen „ behandelt“ Beantragen die beiden in Brüssel auch gleich die Degoration für reine Grünlandatandorte?? Warum nehmen die Ruckwied nicht gleich mit nach Brüssel??

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