Russische Agrarholding um mehr als 400 Mio. Euro betrogen?

In Russland soll die Agrar-Industrie-Holdinggesellschaft Razgulay Group Opfer krimineller Handlungen durch die eigenen Führungskräfte geworden sein. Ermittler hätten die Veruntreuung von mehr als 20 Mrd Rbl (402 Mio Euro) aufgedeckt, teilte das Moskauer Innenministerium mit.

In Russland soll die Agrar-Industrie-Holdinggesellschaft Razgulay Group Opfer krimineller Handlungen durch die eigenen Führungskräfte geworden sein. Ermittler hätten die Veruntreuung von mehr als 20 Mrd Rbl (402 Mio Euro) aufgedeckt, teilte das Moskauer Innenministerium mit.

Für dieses Geld habe die Geschäftsführung zwischen 2007 und 2010 Verträge mit angeblichen juristischen Personen über den Erwerb von Grund und Boden für die der Holding angehörenden Unternehmen geschlossen. Dabei sei das Geld auf Konten fiktiver Verkäufer überwiesen und von den betrügerischen Managern entwendet worden. Zugleich hätten die einzelnen Unternehmen tatsächlich Ländereien erworben, allerdings auf eigene Rechnung. Gegen die Angeklagten sei ein Strafverfahren eingeleitet worden.

Wie die Wirtschaftszeitung  "Vedomosti" ergänzend berichtete, sitzt der Gründer und frühere Präsident der Firmengruppe, Igor Potapenko, und zwei weitere frühere Topmanager des Konzerns seit Freitag vorletzter Woche in Untersuchungshaft.

Bei der Razgulay Group handelt es sich laut eigenen Angaben um die größte Agrar-Industrie-Holding in Russland, die landesweit insgesamt etwa 400 000 ha bewirtschaftet und rund 11 000 Mitarbeiter beschäftigt. Die Landwirtschaftsbetriebe des Konzerns erzeugen hauptsächlich Getreide, Zuckerrüben, Reis und Soja. Zudem betreibt die Holding, von der Aktien an der Moskauer Börse gehandelt werden, zehn Zuckerfabriken, sechs Mühlen- und drei Schälmüllereibetriebe, zwölf Getreidespeicher und eine Konservenmilchfabrik.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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