Russland verlängert Lebensmittel-Embargo um ein weiteres Jahr

Das russische Importverbot für bestimmte Lebensmittel aus der Europäischen Union und mehreren anderen Ländern ist um ein weiteres Jahr - bis Ende 2019 - verlängert worden.

Das russische Importverbot für bestimmte Lebensmittel aus der Europäischen Union und mehreren anderen Ländern ist um ein weiteres Jahr - bis Ende 2019 - verlängert worden. Staatspräsident Wladimir Putin hat ein entsprechendes Dekret am Donnerstag unterzeichnet - eine Woche nach der Entscheidung der EU, die Wirtschaftssanktionen gegen Russland um weitere sechs Monate zu verlängern, berichtet aiz.info. Laut Putins Dekret darf seine Regierung "falls erforderlich" die Geltungsdauer des Embargos ändern.

Der russische Einfuhrstopp für Fleisch- und Milchprodukte sowie Obst und Gemüse und weitere Lebensmittel aus der EU sowie den USA, Kanada, Australien und Norwegen wurde im August 2014 verhängt. Zuvor hatten diese Länder Sanktionen gegen Russland in Antwort auf die Annexion der Halbinsel Krim beschlossen. Später hat Russland das Embargo auf weitere fünf Länder einschließlich der Ukraine, die sich den westlichen Sanktionen angeschlossen hatten, ausgedehnt.

Russland hatte zuletzt im vergangenen Sommer die Sanktionen bis Ende 2018 verlängert. Im Juli 2015 hatte Putin eine härtere Gangart angeordnet, falls Lebensmittel trotz des Verbots ins Land eingeführt werden. Wie der nationale Aufsichtsdienst für Tier- und Pflanzengesundheit (Rosselkhoznadzor) am Mittwoch mitteilte, wurden bis 9. Juli rund 25.377 t derartiger Produkte beschlagnahmt und fast 25.089 t davon vernichtet.

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