Schmidt, Le Foll und Sawicki wollen Krisenhilfe für Bauern durchsetzen

„Auf manchen Betrieben droht bereits die Zahlungsunfähigkeit.“ Das mahnte Bundesagrarminister Christian Schmidt am Montag bei einem Treffen mit seinen Amtskollegen aus Frankreich und Polen an. „Unsere Landwirte haben keine kostendeckenden Preise“, so Schmidt anschließend auf der Pressekonferenz.

„Auf manchen Betrieben droht bereits die Zahlungsunfähigkeit.“ Das mahnte Bundesagrarminister Christian Schmidt am Montag bei einem Treffen mit seinen Amtskollegen aus Frankreich und Polen an.

„Unsere Landwirte haben keine kostendeckenden Preise“, so Schmidt anschließend auf der Pressekonferenz mit Stephane Le Foll und Marek Sawicki. Alle drei sind sich einig, dass die EU-Landwirtschaftsminister am kommenden Montag in Brüssel Hilfsmaßnahmen der EU beschließen müssen.

Besonders betroffen von den sinkenden Erzeugerpreisen sind nach Angaben aller drei Minister Milchproduzenten und Schweinemäster. Dazu kämen in einigen Teilen Europas auch steigende Futtermittelpreise durch die Dürre in diesem Sommer, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung weiter.

Die Minister plädierten für Exportfördermaßnahmen und Hilfe für die Lagerhaltung. Zudem solle die Gewährung der Direktzahlung erleichtert und beschleunigt werden. Höhere Interventionspreise für bestimmte Produkte befürwortete der französische Minister, während Schmidt sich zurückhaltend dazu äußerte - er brachte die Befürchtung vor, dies könne zulasten deutscher Landwirte gehen. Über den finanziellen Umfang dieser Maßnahmen machten sie keine Angaben. Zudem würden bis zum kommenden Montag weitere Maßnahmen diskutiert.

Es müsse über Mechanismen nachgedacht werden, um die Schwankungen in der Preisbildung in den Griff zu bekommen, erklärte der französische Minister Le Foll. „Wir müssen den Binnenmarkt besser aktivieren“, forderte Sawicki.

Als wesentliche Ursachen für den Preisverfall führten die drei Minister Chinas Importe von Milchprodukten an, die zwar zugelegt hätten, aber weniger als erwartet. Und außerdem das russische Embargo für landwirtschaftliche Produkte aus der EU.


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