Schon wieder Autowerbung mit Kuh-Vergleich

Mercedes hatte es mit einer Anzeige vorgemacht, jetzt zog Renault nach: Auch die Franzosen behaupten in einer Werbebotschaft für ihr neues Elektroauto, die Emissionen einer Kuh seien für die Ozonschicht etwa so schädlich wie die eines Kleinwagens. Dagegen wehrt sich DBV-Generalsekretär Dr.

Mercedes hatte es mit einer Anzeige vorgemacht, jetzt zog Renault nach: Auch die Franzosen bedienen sich einem Kuhvergleich und behaupten, die Emissionen einer Kuh seien für die Ozonschicht etwa so schädlich wie die eines Kleinwagens.

Dagegen wehrt sich DBV-Generalsekretär Dr. Helmut Born in einem Brief an den Vorstandsvorsitzenden Achim Schaible und fordert ihn auf, die Kampagne zu stoppen. Die Formulierung sei ein „völliger Fehlgriff“. Im Gegensatz zu Elektroautos und Modellen mit Verbrennungsmotoren würden Kühe nur soviel Klimagas freisetzen, wie durch das Grünfutter zuvor gebunden worden sei. Diesen Kreislauf brauche man auch bei Pkw. Als weltweit agierendes Automobilunternehmen sei Renault zudem auf den Klimaschutzbeitrag der Biokraftstoffe angewiesen, sage dazu aber öffentlich nichts.

Born betonte, die Landwirtschaft sei bereit und in der Lage, über die Biokraftstoffe einen relevanten Klimaschutzbeitrag für den Verkehrssektor zu leisten. Dann müssten die Unternehmen der Automobilindustrie statt konfrontativer Anzeigen aber einen partnerschaftlichen Umgang mit der Landwirtschaft pflegen. (AgE)

Besagter Werbespot

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