Sechs tote Kälber durch Hundehaufen

Die Bauern in Erlangen sind verärgert über Hundebesitzer, die ihre Vierbeiner auf landwirtschaftlichem Grünland laufen und vor allem koten lassen. Einen Milchviehhalter hat es laut den Nürnberger Nachrichten besonders hart getroffen. Sechs seiner Kühe hatten innerhalb von zwei Wochen Fehlgeburten.

Die Bauern in Erlangen sind verärgert über Hundebesitzer, die ihre Vierbeiner auf landwirtschaftlichem Grünland laufen und vor allem koten lassen. Einen Milchviehhalter hat es laut den Nürnberger Nachrichten besonders hart getroffen. Sechs seiner Kühe hatten innerhalb von zwei Wochen Fehlgeburten.

Untersuchungen wiesen den Erreger Neospora nach, mit dem Hunde in Europa wohl häufig infiziert wären, ohne selbst daran zu erkranken. Die Sporen gelangten über den Kot auf das Grünland und schließlich in die Silage und das Heu, erklärt der betroffene Landwirt und beziffert den Schaden auf rund 5 000 Euro. Zudem fehlten ihm nun täglich rund 150 Liter Milch, die die Kühe sonst gegeben hätten. Er spreche die Hundehalter auch schon immer an, wenn er welche auf seinen Wiesen antreffe, sagt er. Die meisten hätten sogar Tüten dabei, in die sie die Hinterlassenschaften ihres Vierbeiners entsorgen. Aber er finde trotzdem immer wieder große Hundehaufen im Gras, hin und wieder sogar auf der Abdeckplane seiner Silage, berichtet die Zeitung weiter. Der Plan des Ortsbeirates, das Problem mit Tütenspendern in den Griff zu bekommen, hat auch keine Lösung gebracht. Seitdem liegen die Tüten überall in der Landschaft herum, kritisieren die örtlichen Bauern.

Lesen Sie auch: Hundeklo im Getreide: Bauern wütend (30.7.2010) Urteil gegen uneinsichtigen Hundehalter (16.1.2008)

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