So sind die Höfe strukturiert: Rechtformen und Betriebsschwerpunkte in Deutschland

Nach Rechtsformen betrachtet dominieren die landwirtschaftlichen Einzelunternehmen, die in der Regel als Familienbetriebe geführt werden. So zählten nach zuletzt vorliegenden Angaben aus der Agrarstrukturerhebung 2013 90 % der Betriebe Deutschlands zu den Einzelunternehmen und 8 % zu den Personengesellschaften.

Nach Rechtsformen betrachtet dominieren die landwirtschaftlichen Einzelunternehmen, die in der Regel als Familienbetriebe geführt werden. So zählten nach zuletzt vorliegenden Angaben aus der Agrarstrukturerhebung 2013 90 % der landwirtschaftlichen Betriebe Deutschlands zu den Einzelunternehmen und 8 % zu den Personengesellschaften.

Knapp 2 % der Betriebe gehörten zur Rechtsform der juristischen Personen (GmbH, Genossenschaft, AG). Im Zeitvergleich hat die Zahl der Personengesellschaften und der GmbHs deutlich zugelegt, während Einzelunternehmen erheblich weniger geworden sind. DAs geht aus dem aktuellen Situationsbericht des DBV hervor.

Juristische Personen besonders in den neuen Bundesländern

Vor allem durch zahlreich neu entstandene GmbHs ist die Zahl der juristischen Personen zwischen 2010 und 2013 von rund 5.100 auf rund 5.300 angestiegen. In den neuen Bundesländern ist die vergleichsweise hohe Zahl von 3.800 Kapitalgesellschaften, eingetragenen Genossenschaften und Aktiengesellschaften tätig. Im früheren Bundesgebiet haben nur 1.400 Unternehmen die Rechtsform einer juristischen Person gewählt.

Zwei Drittel der Fläche von Einzelunternehmen bewirtschaftet

Die Einzelunternehmen in Deutschland bewirtschaften nach zuletzt für 2013 vorliegenden Angaben gut 65 Prozent der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche. Durchschnittlich liegt die Flächenausstattung bei 43 Hektar je Betrieb – wobei die Spanne von 31 Hektar in Baden-Württemberg und Bayern bis 135 Hektar in Mecklenburg-Vorpommern reicht. Die durchschnittliche Flächenausstattung der Personengesellschaften liegt bei 116 Hektar, juristische Personen verfügen im Durchschnitt über 551 Hektar.

Acker- und Futterbaubetriebe dominieren

In der Gliederung nach Produktionsschwerpunkten sind gemäß EU-Typologie 41 % der landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland Futterbaubetriebe, 28 % sind Ackerbaubetriebe (Getreide und andere Verkaufsfrüchte), 14 % Gemischtbetriebe (Verbundbetriebe), 10 % Dauerkultur- (Wein, Obst, Hopfen) und Gartenbaubetriebe sowie gut 6 % Veredlungsbetriebe (Schweine, Geflügel, Eier). Der relativ gering erscheinende Anteil der Veredlungsbetriebe ist darauf zurückzuführen, dass die Flächennutzung maßgebend für die Einteilung der Betriebe ist, unabhängig davon, ob der Aufwuchs in der tierischen Produktion verwendet wird oder an Handel und Verarbeitung verkauft wird.

Haupt- und Nebenerwerbsbetriebe zahlenmäßig gleich stark

Die landwirtschaftlichen Einzelunternehmen können nach ihrem Erwerbscharakter unterschieden werden. Aufgrund des Verhältnisses von betrieblichem Einkommen und dem Einkommen aus außerbetrieblichen Quellen erfolgt die Zuordnung: Die Haupterwerbsbetriebe beziehen mehr als 50 % ihres Einkommens aus dem landwirtschaftlichen Betrieb, die Nebenerwerbsbetriebe weniger als 50 %. Nach dieser Definition sind 52 % der Einzelunternehmen im Nebenerwerb und 48 % im Haupterwerb geführt. In Baden-Württemberg, Hessen, Saarland und Sachsen liegt der Anteil der Einzelunternehmen im Nebenerwerb bei rund zwei Drittel.

Flächenausstattung sehr unterschiedlich

Der Nebenerwerb kann sowohl Übergangsstadium als auch stabile Form einzelbetrieblicher Entwicklungen sein. Auf die im Nebenerwerb geführten Familienbetriebe entfallen rund 2,8 Millionen Hektar LF – das sind durchschnittlich 21 Hektar je Betrieb.

Die im Haupterwerb geführten Betriebe bewirtschaften mit durchschnittlich 66 Hektar eine mehr als dreimal größere LF als die Nebenerwerbsbetriebe. Dabei haben die Haupterwerbsbetriebe der neuen Bundesländer eine höhere durchschnittliche Flächenausstattung als die Betriebe im früheren Bundesgebiet. Sie sind beispielsweise in Mecklenburg-Vorpommern durchschnittlich fast viermal so groß wie im Bundesdurchschnitt (251 Hektar zu 66 Hektar).

Lesen Sie mehr:
Strukturwandel ungebremst; Wachstumsschwelle bei 100 ha (14.12.2015)


Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen