SPD will Kürzung der EU-Mittel für Ländlichen Raum nicht hinnehmen

Wenn die EU-Kommission ihre Pläne für den Agrarhaushalt durchzieht, werden dem ländlichen Raum in Europa zwischen 2021 und 2027 knapp 80 Mrd. Euro aus dem Agrarfonds fehlen. „Damit würden vor allem für Maßnahmen für mehr Tier-, Umwelt- und Klimaschutz sowie für die Stärkung des ländlichen Raums die Mittel gestrichen.

Wenn die EU-Kommission ihre Pläne für den Agrarhaushalt durchzieht, werden dem ländlichen Raum in Europa zwischen 2021 und 2027 knapp 80 Mrd. Euro aus dem Agrarfonds fehlen. „Damit würden vor allem für Maßnahmen für mehr Tier-, Umwelt- und Klimaschutz sowie für die Stärkung des ländlichen Raums die Mittel gestrichen. Dem werde ich mich entschieden entgegen stellen“, sagte am Mittwoch Rainer Spiering, Sprecher für Ernährung und Landwirtschaft der SPD-Bundestagsfraktion.

Durch diese Kürzung in Höhe von gut 15 % würden nach jetziger Rechtslage für die Förderung tierartgerechterer Ställe, des ökologischen Landbaus oder einer insektenfreundlicheren Bewirtschaftung der Landschaft spürbar weniger Geld zur Verfügung stehen, warnt der Politiker. Auch würden Investitionen in Kindertagesstätten, Schulen oder medizinische Einrichtungen auf dem Land zunehmend schwierig werden. Die Kürzungen könnten dabei nicht allein auf den Brexit geschoben werden.

„Alleine in Deutschland lebt rund die Hälfte der Bevölkerung im ländlichen Raum. Die Herausforderungen dort sind vielfältig: Die Bevölkerung wird älter, die Menschen ziehen verstärkt in die Städte und die, die zurückbleiben, dürfen sich nicht abgehängt fühlen. Daher brauchen wir mehr denn je Investitionen in die öffentliche und soziale Infrastruktur. Wir fordern daher die Bundesregierung mit Nachdruck auf, sich bei der EU dementsprechend stärker einzusetzen und eine Schwächung des ländlichen Raums zu verhindern“, stellte Spiering klar.

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Jörg Meyer

Wo ist das Problem?

Viele Politiker und Medien berichten doch jeden Tag in der Öffentlichkeit, dass der Verbraucher mehr Geld ausgeben will für "tierartgerechtere Ställe, den ökologischen Landbau oder eine insektenfreundlichere Bewirtschaftung"? Wenn dem so ist müßte der ehrliche Markt das doch über den höheren Preis auch fordern? Oder ist die Politik am Ende nicht ganz bei der Wahrheit wie auch mancher Verbraucher bei Umfragen? Also wo ist das Problem? Gibts demnächst zuwenig Subventionen und die heute potilitsch gewünschten Märkte brechen ein oder wird sich ein Marktgleichgewicht einstellen?

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