Staatssekretär Aeikens wird die Biofach eröffnen

Der Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL), Dr. Herrmann Onko Aeikens, eröffnet die Biofach. Der geschäftsführende Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt kommt nicht. Naturkosthersteller hatten wegen der Glyphosat Entscheidung eine Eröffnung durch Bundesumweltministerin Barbara Hendricks gefordert.

Der beamtete Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL), Dr. Herrmann Onko Aeikens, wird kommende Woche die Biofach eröffnen. Der geschäftsführende Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt kommt nicht. Einige Naturkosthersteller hatten wegen der Glyphosat Entscheidung von Schmidt eine Eröffnung durch Bundesumweltministerin Barbara Hendricks gefordert.

Die Leitmesse für Bio-Lebensmittel, die Biofach, startet kommenden Mittwoch in Nürnberg. Eröffnet wird sie in diesem Jahr nicht vom Bundeslandwirtschaftsminister sondern von seinem beamteten Staatssekretär Herrmann Onko Aeikens, teilte das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) heute mit. Aus der Biobranche hatte es Ende Januar öffentlichkeitswirksam die Forderung gegeben, Bundesumweltministerin Barbara Hendricks solle die Biofach eröffnen. Dafür hatte die Heuschrecke Naturkost GmbH eine Twitter-Kampagne gestartet. Als Grund gab der Hersteller die Befürchtung an, „dass ein Besuch von Christian Schmidt oder eines CSU-Nachfolgers auf einer der Veranstaltungen zum Eklat führen könnte“. Die Kampagne war eine Reaktion auf die Entscheidung von Schmidt in Brüssel für eine Verlängerung der Zulassung von Glyphosat für fünf Jahre zu stimmen. Diese hatte gerade in der Biobranche für viel Unmut gesorgt. Nach dem Ende der Koalitionsverhandlungen vom Mittwoch ist mittlerweile auch klar, dass das Bundeslandwirtschaftsministerium künftig nicht mehr in CSU- sondern in CDU-Hand ist.

Biobranche will 20-Ziel bis 2030 erreichen

Im vergangenen Jahr noch hatte Schmidt auf der Biofach die Zukunftsstrategie Ökologischer Landbau vorgestellt, die nun auch Teil des Koalitionsvertrags von CDU, CSU und SPD ist. Damals hatte er die Nennung eines Jahres, bis zum dem der Flächenanteil des Ökolandbaus von 20 Prozent erreicht werden soll, noch vermieden. Der Koalitionsvertrag der Groko nennt nun das Jahr 2030 als Ziel. Die Ökobranche selbst hatte zur Grünen Woche im Januar das Jahr 2027 als realistisches Datum, bis wann 20 Prozent der Anbaufläche in Deutschland nach den Regeln des Ökologischen Landbaus bewirtschaftet werden können, genannt. Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) begrüßte dementsprechend, dass die Groko nun selbst auch ein Datum vorgibt. Ursprünglich hatte die Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung als Frist für das 20-Prozent-Ziel mal das Jahr 2020 aufgeführt.

Artikel geschrieben von

Stefanie Awater-Esper

Korrespondentin Berlin

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