Stärkehersteller wollen Amflora nicht

Führende Stärke-Hersteller wollen die umstrittene GVO-Kartoffel Amflora nicht anbauen, weil sie befürchten, Geschäftspartner zu verlieren. Die EU-Kommission hatte am Dienstag \- wie berichtet - den Anbau der Industriesorte sowie die Verarbeitung der Nebenerzeugnisse zu Futtermittel erlaubt.

Führende Stärke-Hersteller wollen die umstrittene GVO-Kartoffel Amflora nicht anbauen, weil sie befürchten, Geschäftspartner zu verlieren. Die EU-Kommission hatte am Dienstag \- wie berichtet - den Anbau der Industriesorte sowie die Verarbeitung der Nebenerzeugnisse zu Futtermittel erlaubt. Wie der Spiegel unter Berufung auf die Neue Osnabrücker Zeitung berichtet, haben besonders die großen Anbauer der Kartoffel eine Absage erteilt. "Wir sehen zurzeit keine Möglichkeit, Amflora anzupflanzen. Die Konsequenzen wären zu groß", sagt die Emsland Stärke GmbH. Das Risiko, Geschäftspartner zu verlieren, sei für das Unternehmen zu groß, "weil es Kunden gibt, die für grüne Gentechnik nicht offen sind". Auch der Geschäftsführer der Firma Südstärke, Josef Königbauer, will die Knolle nicht anbauen: "Für uns kommt Amflora definitiv nicht in Frage", sagte er der Berliner taz. Südstärke beliefere auch die Lebensmittel-Industrie - die Unternehmen der Branche wollten keine gentechnisch veränderte Stärke in ihrer Produktion. "Wir könnten die konventionellen und die Genkartoffeln im Werk kaum trennen", sagte Königbauer.

Hintergrund: Brüssel erlaubt industriellen Amflora-Anbau (2.3.2010)

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