Jork

Stechmann warnt vor Wettbewerbsnachteilen für deutsche Erzeuger

Die Obst- und Gemüseanbauer verlangen gleiche Wettbewerbsbedingungen in der EU. Sie haben die Sorge, dass die Produktion aus Deutschland ins Ausland abwandert.

Die essentielle Bedeutung gleicher Produktionsbedingungen innerhalb der Europäischen Union hat der Vorsitzende des Bundesausschusses Obst und Gemüse (BOG) und der Bundesfachgruppe Obstbau im Zentralverband Gartenbau (ZVG), Jens Stechmann, unterstrichen.

Diese seien notwendig, damit es aufgrund von Wettbewerbsnachteilen nicht zu einer Verlagerung der Erzeugung ins Ausland komme, betonte Stechmann bei einem Gespräch mit Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner im ESTEBURG Obstbauzentrum Jork im Alten Land, an dem auch der Präsident des Bauernverbandes Schleswig-Holstein (BVSH), Werner Schwarz, teilnahm.

„Es wäre für uns alle mehr als bedauerlich, wenn die deutsche Obst- und Gemüseproduktion ins Ausland abwandern würde“, so Stechmann. Er lud Ministerin Klöckner ein, gemeinsam an diesem Ziel zu arbeiten. Eine weitere Reduzierung des ohnehin schon geringen Selbstversorgungsgrads von 20 % bis 30 % bei Obst und Gemüse in Deutschland sei nicht akzeptabel, erklärte der BOG-Vorsitzende.

Wettbewerbsverzerrend seien beispielsweise die unterschiedliche Verfügbarkeit von Pflanzenschutzmitteln und die Förderung von Mehrgefahrenversicherungen in einzelnen EU-Staaten. „Der deutsche Obst- und Gemüsebau wird sich den Herausforderungen der Zukunft stellen“, zeigte sich Stechmann überzeugt. Er verwies auf den bisherigen Einsatz der deutschen Obst- und Gemüseerzeuger im Bereich Umwelt- und Klimaschutz sowie Produktsicherheit.

Außerdem betonte der BOG-Vorsitzende die Bedeutung von Forschung und Beratung zur Weiterentwicklung und Implementierung weiterer Maßnahmen.