Landwirtschaftliche Rentenbank

Steigende Nachfrage nach Förderkrediten im ersten Quartal 2022

Die „Bauernmilliarde“ sorgte 2021 für einen Nachfrageschub im Bereich Landwirtschaft. Insgesamt verschiebt sich das Förderneugeschäft zugunsten nachhaltiger Investitionen.

Im vergangenen Jahr wuchs das Förderneugeschäft Landwirtschaft um gut 18%, v.a. aufgrund von Investitionen im Rahmen des Investitionsprogrammes Landwirtschaft. Ein Großteil der Investitionen entfiel dabei auf den Bereich Maschinen. Die Nachfrage nach Programmkrediten zu Erneuerbaren Energien stieg um 21%, Dies lag insbesondere an der hohen Nachfrage nach Finanzierungen von Windkraftanlagen. Für alle nachhaltige Vorhaben zusammen, wie auch Investitionen in Umwelt-, Tier- und Verbraucherschutz addieren sich die Finanzierungen auf ein Drittel des Förderneugeschäftes. Eine sinkende Fördernachfrage gab es im Rahmen der üblichen Schwankungen im Bereich der ländlichen Entwicklung sowie der Agrar- und Ernährungswirtschaft.

Der Bilanzsumme blieb im Jahr 2021 nahezu unverändert, 95,5 Mrd. € im Vergleich zu 95,3 Mrd. € im Jahr 2020. Der Bilanzgewinn lag mit 17,3 Mio. € leicht über den Vorjahreswert von 16,8 Mio. €

Nachhaltigkeit im Fokus

Ein zentrales Thema für die Landwirtschaftliche Rentenbank ist die strategische Ausrichtung in Richtung Nachhaltigkeit. So führte die Rentenbank 2021 Nachhaltigkeitsrichtlinien und ein entsprechend konkretes Nachhaltigkeitsprogramm ein. Dazu gehört auch, innovativen und nachhaltigen Ideen den Weg zu ebnen. Seit Juli 2021 fördert die Rentenbank deshalb gezielt agrarnahe Start-ups in der Frühfinanzierungsphase aus dem Zweckvermögen des Bundes bei der Landwirtschaftlichen Rentenbank.

Erstes Quartal 2022: Steigende Nachfrage nach Förderkrediten

In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres verzeichnet die Landwirtschaftliche Rentenbank eine stark gestiegene Nachfrage nach Förderdarlehen, jetzt v.a. im Bereich Ländliche Entwicklung und Erneuerbaren Energien. Das Neugeschäft mit zinsgünstigen Programmkrediten erreichte 1,9 Mrd. € nach 1,3 Mrd. € im Vorjahreszeitraum. Grund dafür: Die Erwartung der Investoren vor in Zukunft weiter steigenden Zinsen.


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