Deutsche Bauern Korrespondenz

Steuerzahlerbund für stärkere Eigenvorsorge der Landwirte

Reiner Holznagel, Präsident des Steuerzahlerbundes, spricht sich eine „betriebsinterne Klimarücklage“ für die Bauern aus. Die Gewinnglättung sei immer noch nicht anwendbar.

„Weil Wetterextreme Auswirkungen auf die Grundversorgung mit Lebensmitteln, auf unsere Kulturlandschaft und das Tierwohl haben können, müssen wir die Landwirtschaft unterstützen.“ Das betont der Präsident des Bundes der Steuerzahler, Reiner Holznagel, in einem Gastbeitrag der Deutschen Bauern Korrespondenz (dbk).

Konkret empfiehlt Holznagel eine Stärkung der innerbetrieblichen Risikovorsorge: „Gute Eigenvorsorge ist das A und O! Vorschläge dazu liegen auf dem Tisch – auch wir als Bund der Steuerzahler haben uns eingebracht, denn das Steuerrecht bietet hier wichtige Ansatzpunkte.“ Die Gewinnglättung stehe bereits im Gesetz, so Holznagel, und ermögliche es, Gewinnschwankungen durch Wetterkapriolen wie Dürre, Frost und Hagel in aufeinanderfolgenden Jahren auszugleichen. Allerdings werde die Regelung bislang nicht angewendet, da die Vorschrift noch mit der EU-Kommission abgestimmt werden musste. Holznagel zeigt sich in der dbk optimistisch, dass mit dem Jahressteuergesetz 2019 eine nachgebesserte Fassung in Kraft treten werde.

Darüber hinaus verweist Holznagel auf die Diskussion über eine „betriebsinterne Klimarücklage“ in Deutschland: „In guten Jahren werden Betriebsgewinne steuermindernd in ein Rücklagenkonto eingestellt, das in Notsituationen schnell aufgelöst wird, ohne bis zur nächsten Steuererklärung warten oder einen Antrag bei einer Behörde stellen zu müssen.“

„Eine automatische Entschädigung mit Steuergeld kann keine Dauerlösung sein. Die beste Lösung ist eine Absicherung in Eigenregie“, so Holznagel mit Blick auf staatliche Dürrehilfen. Dazu könne auch eine niedrigere Versicherungssteuer für Mehrgefahrenversicherungen in der Landwirtschaft beitragen. Holznagel: „Aktuell liegt der Steuersatz bei stattlichen 19 Prozent, was die Versicherung jedoch unattraktiv macht.“

Benzin, Diesel, Heizöl oder Gas werden teurer

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Hermann Kamm

Diäten erhöhen das geht Raz Faz,

in der Politik. Aber dann mal was tun und den Risikoausgleich voran zu bringen, das setzen sie aus! Faules Pack!

von Willy Toft

Klimarücklage, nun hat das Kind sogar einen Namen!

Es wird höchste Zeit das wir mal Instrumente bei der Gewinngestaltung bekommen, wenn wir denn endlich mal durch höhere Erzeugerpreise davon partizipieren!

von Heinrich Roettger

Eigenvorsorge ist gut; Anpacken statt Rumschnacken; Steuerfreie Klimarücklage einführen!

Die Rahmenbedingungen muss die Politik endlich schaffen. Es wird nur diskutiert und nicht gehandelt. Muss sich 2018 noch einige Male wiederholen , bevor etwas passiert!

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