Ernte in Coronazeit

Stimmung gegen Saisonarbeit: Verband stellt Behauptungen von Gewerkschaft richtig

Das Netzwerk der Spargel- und Beerenverbände zeigt sich verärgert über die Behauptungen von Gewerkschaftern gegenüber den Medien über schlechte Bedingungen für Saisonarbeiter.

Seit Wochen kursieren in den Medien von der IG BAU und gewerkschaftsnahen Organisationen geäußerte Behauptungen, dass osteuropäische Erntehelfer unter unzureichendem Infektionsschutz und schlechten Arbeitsbedingungen die Ernte in Deutschland einholen würden. Das stört das Netzwerk der Spargel- und Beerenverbände, das eine Richtigstellung veröffentlicht hat.

Mit dem Regierungsbeschluss, die sozialversicherungsfreie kurzfristige Beschäftigung von 70 Tagen auf 102 Tage bzw. von drei auf vier Monate anzuheben, um zum Infektionsschutz Personalwechsel und somit Mobilität in der Pandemie zu verringern, hat sich die Pauschalkritik weiter verschärft, wie beispielsweise der Bericht am 28.4.2021 in Plusminus und ein Artikel in der TAZ vom 31.3.2021 zeigt.

Infektionsschutz umfassend in den Betrieben umgesetzt

Es ist für das Netzwerk der Spargel- und Beerenverbände nicht nachvollziehbar, dass Anja Piel, DGB-Vorstandsmitglied, gegenüber der Frankfurter Rundschau „die Arbeit auf deutschen Feldern“ als "Hochrisikozone“ bezeichnet.

Bereits seit dem vergangenen Jahr hätten die Betriebe im Spargel- und Beerenanbau mehr als 800 € je Saisonarbeitskraft investiert, um dem gestiegenen Arbeits-, Infektions- und Gesundheitsschutz gerecht zu werden. In diesem Jahr entstünden zusätzliche Kosten für die Corona-Testungen in den Betrieben.

Die Corona-Arbeitsschutzregel,...


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