Taube wirbt für Agrarzahlungen nach Punkten

Der Kieler Agrarprofessor Friedhelm Taube plädiert für einen Umbau der Agrarzahlungen zur Reform der EU-Agrarpolitik. Gefallen findet er an einer Kombination aus Basisprämie und Wahlprämie anhand eines Punktesystems. Er stützt sich auf Ideen des Landschaftspflegeverbandes.

Der Kieler Agrarprofessor Friedhelm Taube plädiert für einen Umbau der Agrarzahlungen zur Reform der EU-Agrarpolitik. Gefallen findet er an einer Kombination aus Basisprämie und Wahlprämie anhand eines Punktesystems. Er stützt sich auf Ideen des Landschaftspflegeverbandes.

Der Kieler Agrarprofessor Prof. Friedhelm Taube wünscht sich ein Umdenken der Landwirte in der EU-Agrarpolitik. „Bisher war die gesellschaftliche Leistung allein die Bereitstellung von Nahrungsmitteln. Wir wissen aber inzwischen, dass wir viel stärker die zusätzlichen Dienstleistungen wie Wasserschutz, Pflanzenschutz und Biodiversität bedienen müssen“, sagte er dem NDR.

Zur Reform der EU-Agrarpolitik plädiert er für eine Veränderung des Fördersystems. Zwar will er an den Direktzahlungen als sogenannte Basisprämie festhalten, diese aber um zwei Drittel gekürzt sehen. Mit dem freiwerdenden Geld sollen Landwirte nach einem Punktesystem für ihre Umweltleistungen entlohnt werden. Taube stützt sich dabei auf Ideen des deutschen Landschaftspflegeverbands. Dieser hatte bereits im Frühling 2016 ein entsprechendes Konzept mit einem Ökopunktesystem zur Agrarförderung vorgestellt.

Die Landwirte müssten akzeptieren, dass die Transferzahlungen, die sie im Jahr fast ohne nennenswerte Umweltauflagen bekämen, zunehmend an Umweltauflagen gebunden werden, sagte Taube. Die gesellschaftliche Leistung der Landwirtschaft sei nicht mehr nur die landwirtschaftliche Produktion sondern auch die Erhaltung der Umwelt, argumentierte er weiter.

Taube leitet die Abteilung Grünland und Futterbau/ Ökologischer Landbau am Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Im Frühling 2017 war er im Landtagswahlkampf in Schleswig-Holstein von der CDU ihr Kompetenzteam geholt worden und dort zuständig für Landwirtschaft und Umwelt. Er ist außerdem Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats für Agrarpolitik beim Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) in Berlin.

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