Düngeverordnung überzogen

Thünen-Institut warnt vor immer kleinteiligerer Agrarumweltpolitik

Landwirte benötigen Freiräume zur Erfüllung steigender Anforderungen. Das Gegenteil ist gerade der Fall: Die Politik will den Landnutzern „quadratmetergenau vorschreiben, was sie wo zu tun haben.

Einen ganzheitlichen Ansatz in der Agrarumweltpolitik empfiehlt das Thünen-Institut. Bei hohem Ambitionsniveau werde es immer wichtiger, „die Nachhaltigkeitspolitik in eine schlüssige Gesamtarchitektur zu gießen“, heißt es in einer Stellungname des Instituts zu den Auswirkungen aktueller Politikstrategien auf den Agrarsektor.

Darin warnen die Wissenschaftler davor, „in immer kleinteiligere Partialregelungen hineinzustolpern“. Keinesfalls dürfe der Staat den Landnutzern „quadratmetergenau vorschreiben, was sie wo zu tun und zu lassen haben“. Die Unternehmen benötigten stattdessen Freiräume, „um mit standörtlichen Kenntnissen und unternehmerischem Interesse schnell und flexibel auf Anforderungen des Wetters, des Schädlingsdrucks und der Märkte reagieren zu können“.

Dabei müssten die gesellschaftlichen Erwartungen etwa hinsichtlich des...


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Diskussionen zum Artikel

von Christian Bothe

DüVO

Eine tolle Feststellung zur DüVO!Warum erst jetzt??A.Gerner u.a. haben schon vor Wochen gegen diesen Unsinn fachlich „protestiert“.

von Rudolf Rößle

Das Beste kommt erst am Schluß

Schlaggrößen über 3ha sind mit Sicherheit nicht mehr erwünscht. Das UBAmt wird zum Finale der SPD Ära noch sicher einiges im Ärmel haben.

von Peter Beiersdorfer

Was kommen denn da für Töne

Finde ich Klasse, aber wir Praktiker wissen es. Mein Vorschlag, diesen Geistesblitz oder diese Eingebung (Erkenntnis) sollte das Institut jeder einzelnen Fraktion im deutschen Bundestag besser jeden Abgeordneten und am besten noch den einzelnen Länderkammern mal vortragen in einer ... mehr anzeigen

von Gerhard Steffek

Wow!!!

Ganz was neues - und das vom Thünen-Institut! Gab es da mal einen Gedankenblitz der Erkenntnis? Nicht immer mehr Regelungen, sondern auch Freiräume! Hat da jemand Tacitus gelesen? Der erkannte nämlich schon: "Der verdorbenste Staat hat die meisten Gesetze"! Nicht das es am Ende eines ... mehr anzeigen

von Willy Toft

Das ist schon lange das, was ich schon lange so sehe, lasst uns machen, wir werden Euch auch ..

nicht in den Naturschutzgebieten reinreden, auch wenn es oft ganz abwegig ist, wie es da Praktiziert wird! Wir wissen was die Pflanze braucht, wir haben es gelernt, und die NGO's und Staatlichen Organe haben genug Fläche um sich auszutoben! Für das Wetter können die Bauern nichts, ... mehr anzeigen

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