Düngeverordnung überzogen

Thünen-Institut warnt vor immer kleinteiligerer Agrarumweltpolitik

Landwirte benötigen Freiräume zur Erfüllung steigender Anforderungen. Das Gegenteil ist gerade der Fall: Die Politik will den Landnutzern „quadratmetergenau vorschreiben, was sie wo zu tun haben.

Einen ganzheitlichen Ansatz in der Agrarumweltpolitik empfiehlt das Thünen-Institut. Bei hohem Ambitionsniveau werde es immer wichtiger, „die Nachhaltigkeitspolitik in eine schlüssige Gesamtarchitektur zu gießen“, heißt es in einer Stellungname des Instituts zu den Auswirkungen aktueller Politikstrategien auf den Agrarsektor.

Darin warnen die Wissenschaftler davor, „in immer kleinteiligere Partialregelungen hineinzustolpern“. Keinesfalls dürfe der Staat den Landnutzern „quadratmetergenau vorschreiben, was sie wo zu tun und zu lassen haben“. Die Unternehmen benötigten stattdessen Freiräume, „um mit standörtlichen Kenntnissen und unternehmerischem Interesse schnell und flexibel auf Anforderungen des Wetters, des Schädlingsdrucks und der Märkte reagieren zu können“.

Dabei müssten die gesellschaftlichen Erwartungen etwa hinsichtlich des...


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