Streitpunkt

Tierethik muss Lehrfach werden Premium

Der Philosoph Markus Melchers wundert sich, dass aus der Landwirtschaft über die moralischen Grundlagen und tierethischen Begründungen des eigenen Tuns sehr wenig zu lesen ist.

Regelmäßige Fort- und Weiterbildungen sind für viele zur Gewohnheit geworden. Von Lehrern, Handwerkern und Ärzten wird erwartet, dass sie sich regelmäßig auf den „neuesten Stand“ bringen.

Gefordert werden Lehrer, nicht an veralteten Konzepten und Vorstellungen festzuhalten. Ärzte sollten ihre Patienten nicht mit den Methoden aus den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts behandeln. Ein Blick in die Fortbildungsangebote zeigt, dass es dabei nicht um Selbstbeschäftigung geht. Mediziner etwa sollten über die ethischen Kenntnisse verfügen, die sie in die Lage versetzt, moralisch sicher zu handeln. Medizinethik ist selbstverständlich geworden!

Umso erstaunlicher ist es, dass aus der Landwirtschaft, einem für die Gesellschaft wichtigen Berufsstand, über die moralischen Grundlagen und tierethischen Begründungen des eigenen Tuns sehr wenig zu lesen ist. Und wenn doch, etwa auf...

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Diskussionen zum Artikel

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von Helmut Hellmers

fragwürdiger Zeitgeist

Was die rechtlichen Grundsätze anbelangt, kann das angehen. Aber Tierethik von oben verordnet? Wer Normen und Werte über Leben und Umwelt nicht im Elternhaus in jungen Jahren vermittelt bekommt, dem hilft auch keine gesetzlich verordnetes Korsett

von Andreas Christ

mein Freund der Baum

Heute Mittag haben wir meinen Freundin das Huhn Ilse gegessen. sie wahr sehr gut obwohl sie nur 12 Wochen Alt geworden ist und trotzdem 1400g Gewogen hat. auch Preislich wat sie erschwinglich mit knapp 3€. Ich weis nicht ob das Futter das sie hatte ihr gerecht wurde. die Kartoffel wahr von mir Gepflanzt und geerntet. im Heißen Fett der Sonnenblume gegart hat sie Ihr Ende Gefunden. Sie wird keinen Rizome Bilden und nie ihre Blätter und Stängel in die Sonne strecken. Kein Kartoffelkäfer darf sich an ihr laben. Wie verwerflich wie egoistisch ist das Leben eines Menschen. er hat werde Blätter noch verstand um sich von der sonne und den Niedersten Tieren zu nähren wie Fliegen und Gewürm. währe es nicht einen wohltat wenn es nur noch Indianer geben würde. die im Einklang der Natur ihre Büffel jagen würden und ohne Politiker und Auto die Skalps ihrer Feinde zur Verzierung ihrer Taschen ....... mit freundlichen Grüßen Ihr Hamster beauftragter

von Rudolf Rößle

Eigene innere Einstellung

Viele Menschen hier im Land sollten keine Haustiere halten dürfen, da sie unfähig dazu sind. Auch bei Tierhaltungsbetrieben, muss ein großes Verantwortungsbewusstsein da sein. Sonst gerät der Betrieb und die gehaltenen Tiere in Bedrängnis. Vom Personalmangel in der Pflege will ich gar nicht reden.

von Lars Henken

@Marc Schlemmer

Ich weiß, dass man hier eigentlich nicht auf andere Kommentare reagieren darf, aber diese Frage muss ich jetzt stellen. Kann man denn überhaupt Tierhalter sein ohne einen gefestigten Kompass in dieser Sache zu haben? Und wie soll ein außen stehender Theoretiker ohne Zeigefinger auftreten?

von Marc Schlemmer

Moralischer Zeigefinger!!!!

Um diesen, der von den meisten Kommentatoren offensichtlich berfürchtet und mit reflexartigen Unmutsäußerungen beantwortet wird, geht es doch in diesem Beitrag gar nicht. Eher um ethische Grundlagen von Nutztierhaltung und -tötung, die jeden Tierhalter täglich angehen und wohl auch beschäftigen. Daher wird Landwirten durch deren Vermittlung nicht zuletzt eine breite Wissensbasis zur Beurteilung eigenen Handelns und dem sachlichen Vertreten desselben gegenüber der Bevölkerung in die Hand gegeben. Schadet bestimmt nicht!

von Heinrich Albo

Tierethik muss wirklich Lehrfach werden..

Fragt sich nur wer von wem endlich mal lernen sollte.Die Landwirte und Praktiker die die Tiere täglich versorgen..von ihnen gelernt haben...die wissen wann es ihnen Gut geht und ein" Auge" dafür entwickelt haben ...Diese müssten in die Schulen ,Universitäten und Medien um alle zu unterrichten die mittlerweile sehr" realitätsfremd " geworden sind. Ärzte sollten den Umgang mit Menschen doch auch wieder mehr von Praktikern lernen oder??!

von Jörg Meyer

Was ein Blödsinn

Da sitzen kinder unter freien Himmel in Flüchtlingscamps in Griechenland und anderswo giobt es unendlichen Menschliche Elend etwa bei der Gewinnung von seltenen Erden für die Autos der Reichen und hier wird mal wieder über Tierethik schwadroniert, spätrömische Dekadenz lässt grüßen.

von Lars Henken

Moralische weiterbildung für den emotionslosen Tierhalter?

Man will uns also lehren, wie unsere Haltung und Moral zur Tierhaltung nach wissenschaftlichen Gesichtspunkten auszusehen hat? Meiner Erfahrung nach sind Moral und Ethik immer relativ und abhängig vom Standpunkt des Betrachters. Geht es hier wirklich um das Reflektieren des eigenen Standpunkts oder geht es dabei darum die Tierhalter in eine gewisse Richtung zu erziehen? Moral macht aus meiner Sicht nur Freude, wenn man sie von anderen fordern kann und sie nicht das eigene Geld kostet. Wenn solche Philosophen dann Landwirtschaftsschüler und Studenten eine Stunde in der Woche erklären sollen, welches moralische Verhältnis sie zu ihren Tieren haben müssen, dann frage ich mich wirklich wo das noch hinführen soll. Und nur weil Geisteswissenschaftler etwas für den neusten Stand halten, muss es noch lange keine Allgemeingültigkeit haben.

von Anton Obermeier

Philosoph

"Tiefe Unkenntnis und trotzdem deutliche Meinungsäußerung". Genau so sieht die gesellschaftliche Diskussion über die Landwirtschaft aus. Vielleicht sollte sich der Philosoph mal darum kümmern. Bringt aber scheinbar mehr auch gegen die Landwirtschaft zu wettern.

von Wolfgang Reiner

Landwirtschaft und

Tierhaltung sind kein Selbstzweck. Wenn die Gesellschaft glaubt sie braucht uns nicht mehr, unsre Kinder kommen auch ohne Landwirtschaft zurecht, sehr gut sogar.

von Wilhelm Grimm

Tierhohl

statt Tierwohl. Vielleicht haben sich die Kanibalen diese ethischen Fragen auch täglich gestellt.

von Albert Maier

Was ändert sich?

"Welchen Stellenwert haben die Tiere in meiner moralischen Vorstellung? Wie begründe ich meine Moral? Halte ich Tiere, weil es immer so gemacht wurde oder nur, weil ich damit Geld verdiene? Ist an den mir entgegengebrachten ethischen Positionen etwas dran?" Was ändert sich, wenn all diese Fragen beantwortet werden? Nix...

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