Tierschutzbund fordert Anreize für Tierwohl in der GAP

Der Deutsche Tierschutzbund hofft zur EU-Agrarreform auf mehr Anreize für die Landwirte, in Tierschutz und Tierwohl zu investieren. Der Vorschlag der EU-Kommission zur Agrarreform ab 2020 reicht ihm da nicht aus. Außerdem dürfe das Tierschutzziel in den nun startenden Verhandlungen nicht verwässert werden.

Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes (Bildquelle: König)

Der Deutsche Tierschutzbund hofft zur EU-Agrarreform auf mehr Anreize für die Landwirte, in Tierschutz und Tierwohl zu investieren. Der Vorschlag der EU-Kommission zur Agrarreform ab 2020 reicht ihm da nicht aus. Außerdem dürfe das Tierschutzziel in den nun startenden Verhandlungen nicht verwässert werden.
 
Der Deutsche Tierschutzbund ist froh, dass durch den Druck der Tierschutzorganisationen und der Öffentlichkeit der Tierschutz in der GAP als „spezifisches Ziel“ berücksichtigt wird. So muss nun in den vorgesehenen nationalen Strategieplänen der Mitgliedstaaten der Tierschutz explizit berücksichtigt werden. Kritisch sieht der Verband, dass die 2. Säule (Umwelt/ Landschaft/ Tierschutz) finanziell drastisch gekürzt werden soll.
 
Dem Vorschlag von EU-Agrarkommissar Phil Hogan mangelt es aus Sicht des Deutschen Tierschutzbundes an konkreten Lösungswegen zu den Problemen und Herausforderungen, mit denen sich die EU aktuell in der landwirtschaftlichen Tierhaltung konfrontiert sieht. So fehlen auch im aktuellen GAP-Entwurf Anreize, verstärkt in den Tierschutz zu investieren. „Es soll weiter an den pauschalen Flächenprämien festgehalten werden, welche rein nach der Fläche und nicht nach den Leistungen, die ein Betrieb erbringt, verteilt werden“, moniert der Tierschutzbund. Eine tiergerechte Haltung sollte aber ein elementarer Bestandteil der neuen GAP sein und an die Gabe von EU-Fördergeldern bindend gekoppelt werden, fordert er.
 
Die geplante drastische Kürzung der 2. Säule sieht der Verband besonders kritisch. „Wir befürchten, dass hier – wie so oft – als erstes beim Tierschutz gespart wird“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Besonders diejenigen Landwirte, die bereits mehr Tierschutz leisten, werden von der EU im Stich gelassen. Ohne ausreichende Gelder in der 2. Säule bleibt der Tierschutz unweigerlich auf der Strecke. Wir fordern, dass hier dringend nachgebessert wird“, sagte Schröder.
 
Der Deutsche Tierschutzbund will in den nun startenden Verhandlungen für die EU-Agrarreform darauf bestehen, dass der Tierschutz nicht „im parlamentarischen Prozess verwässert wird“.

Artikel geschrieben von

Stefanie Awater-Esper

Korrespondentin Berlin

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von Gerhard Steffek

@Christian Bothe -

den Tierschutzverbänden ist es doch nie genug, kann gar nicht gehen. Denn ansonsten verlören sie ja ihre Existenzberechtigung und bräuchten ein anderes Geschäftsmodell. Ich möchte ja mal zu gern Mäuschen spielen und sehen was bei Schröders auf den Tisch kommt. Dem Anschein nach läßt er es sich trotz aller Lamentiererei nicht schlecht gehen. Hat er anscheinen auch die Sau zum Fressen gern. Wie heißt es da dann so schön - "Wasser predigen und Sekt saufen". So was nennt man dann glaube ich "Pharisäer".

von Christian Bothe

Auf diesen Kommentar von dem Herrn habe ich schon gewartet. Ob Schröder weiß, was in der Vergangenheit an Investitionen in der Tierproduktion und Pflanzenproduktion getätigt wurden, um u.a. auch den Tierschutz zu verbessern. Ich schreibe hier speziell für die deutsche Landwirtschaft. ITW,QM,QS,VLOG,HACCP usw. sind nur einige Zertifizierungen, welche auch den Tierschutz berücksichtigen und von den Betrieben finanziert werden! Schröder sollte sich mal in die Praxis begeben und moderne Tierproduktionsbetriebe der Nutztierhaltung (und nur darum geht es und nicht um zoologische Tiergärten) anschauen. Ich habe fast 50 Jahre die Entwicklung unserer LW und NGW verfolgen und mitgestalten können, und weiß wovon ich schreibe, Herr Schröder. Direktzahlungen der EU und Förderungen der Länder für die Betriebe sind notwendig und werden auch zukünftig dem erforderlichen Tierschutz für Nutztiere dienen, unabhängig davon wie sich das GAP gestalten wird.

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