Tierwohl: Branche weiter als die Politik

Die Agrarwirtschaft fordert von der Politik mehr Mut beim Vorantreiben von Tierwohlinitiativen. Sie vermisst vor allem die nötige Rechtssicherheit für den Bau von Tierwohlställen. Die Landwirtschaft dürfe nicht auf dem Risiko sitzen bleiben.

Die Agrarwirtschaft fordert von der Politik mehr Mut beim Vorantreiben von Tierwohlinitiativen. Sie vermisst vor allem die nötige Rechtssicherheit für den Bau von Tierwohlställen. Die Landwirtschaft dürfe nicht auf dem Risiko sitzen bleiben.

Der Vorsitzende des Agrar- und Ernährungsforums Oldenburger Münsterland (AEF), Uwe Barthels, hat Union und SPD zu mehr Mut in der Nutztierhaltungspolitik aufgefordert. „Die Unternehmen sind in Sachen Tierwohl vielfach weiter als die Politik“, sagte Barthels vor Journalisten in Berlin. Die Moderne Agrarwirtschaft brauche die Akzeptanz der Bevölkerung. Es bestehe allerdings die Gefahr, dass die „Lizenz zum Produzieren“ weniger werde, gab Barthels zu bedenken. Er warb für mehr Offenheit. Wollten Politik und Gesellschaft die Veränderungen in der Tierhaltung beschleunigen und keinen Strukturwandel provozieren, werde aber wesentlich mehr Geld benötigt. Die bisher genannten Summen sind aus Sicht von Barthels viel zu niedrig. „Wir brauchen zwei bis vier Milliarden Euro des Staates, um das flächendeckend hin zu bekommen“, sagte er.

Groko will 1,5 Mrd. € in die Hand nehmen

Bei den Sondierungen für eine neue Groko in Berlin haben Union und SPD eine nationale Nutztierstrategie und den mehrstufigen Ausbau eines staatlichen Tierwohllabels versprochen. Für die Landwirtschaft und für den Ländlichen Raum soll es zusätzlich zum bisherigen Agrarhaushalt 1,5 Mrd. € geben, schrieben sie in ihr Sondierungspapier. Allerdings gilt die Summe für die gesamten vier Jahre bis 2021. Sie soll zum Teil in die Förderung des Umbaus der Tierhaltung fließen, allerdings konkurrieren auch die...

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