Interview

Tierwohl: Prof. Grethe für mehr Geld, bessere Regeln und wirksame Kontrollen Premium

Die Fakten für mehr Tierwohl liegen auf dem Tisch, meint Prof. Dr. Harald Grethe von der Humboldt Uni Berlin. Der Staat muss endlich handeln. Dafür will er im Kompetenznetzwerk Nutztierhaltung werben.

Julia Klöckner setzt weiter auf ein Staatliches Tierwohllabel, obwohl der Handel inzwischen eine einheitliche Haltungsform-Kennzeichnung nutzt. Wie verändert dies die Ausgangslage?

Grethe: Es verändert die Rahmenbedingungen fundamental. Ein freiwilliges staatliches Tierwohllabel ist jetzt viel weniger wichtig. Dringender wäre es nun, Tierwohlmaßnahmen viel stärker als bisher staatlich zu fördern, sodass auch ein Angebot für die höheren Kennzeichnungsstufen entsteht. Ebenso müssen wir zügig das Ordnungsrecht weiterentwickeln, z. B. durch Haltungsvorgaben für Mastrinder und die Umsetzung des Magdeburger Kastenstandurteils für die Sauenhaltung.

Parallel dazu ist es notwendig, die Haltungsform-Kennzeichnung in naher Zukunft engagiert auszubauen, zum Beispiel die Ferkelaufzucht einzubeziehen und die Tiergesundheit zu berücksichtigen. Wenn das gelingt, ...

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Diskussionen zum Artikel

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von Willy Toft

Wir lassen alles hier rein, und ganz ohne Auflagen, wozu noch mehr Restriktionen?

So wie die Politik handelt, werden alle Auflagen und Vorgaben als zusätzlichen Schlag ins Gesicht bei jedem Landwirt wahrgenommen!

von Jörg Meyer

bitte mal erklären

Wie ist denn ein staatliches Tierwohllabel im innereuropäischen Handel zu händeln? Dürfen die Tierhalter andere EU-Länder dort mitmachen? Bei einem staatlichen Label muss der Staat ja kontrollieren, müssen deutsche Beamten die Vorgaben im ausland kontrollieren, bei QS kontrollieren ja Deutsche soviel ich weiss? Oder werden rumänische Beamte Exportdokumente ausstellen, die das Label kontrollieren? Oder dürfen wir das in Deutschland alleine und exklusiv als nichttarifäres Instrument nutzen? Herr Grethe muss hier auch mal qualifizierte Äußerungen zu machen, ansonsten ist das eine Luftnummer!

von Erwin Schmidbauer

billig, billig

https://www.topagrar.com/management-und-politik/news/grosse-allianz-fuer-verpflichtendes-tierwohllabel-in-niedersachsen-11577331.html. Wie geht man dann mit Importware um, die nicht einmal die gesetzlichen Standards in Deutschland/EU erfüllen? Offensichtliches Ziel von Grethe ist, durch staatliche Förderungen ein Überangebot an Tierwohlprodukten zu erreichen, um so den Preis niedrig zu halten.

von Andreas Thiel

Grober Unfug...

Nach Mercosur Abkommen !!!

von Hermann Kamm

Auf der einen Seite ein Label nach den anderen

aus den Boden stampfen wollen, und dann als dank den größten Scheissdreck und Mist an Nahrungsmittel aus den Mercusor Staaten Importieren zu natürlich Dumping Preisen versteht sich. Dieser Proff Grethe sollte seinen Job an den Nagel hängen zu mehr taugt er nicht.

von Wilhelm Grimm

Prof. Grethe

hat wie immer seinen grünen "Tunnelblick". Erst Auflagen, dem Geld laufen wir als Bettler hinterher.

von Egon Kaiser

Das einzige was wir brauchen in Sachen Tierwohl ist eine hohe Nachfrage der Endkunden. Alles weitere wie der Preis und das Angebot, ja sogar die Kontrolle regelt sich dann von selbst. Es bringt nichts gegen den Markt zu produzieren.

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