GAP-Reform

UBA bescheinigt Greening wenig Umweltwirkung für hohe Kosten

Das Umweltbundesamt (UBA) zieht aus dem Greening seit der GAP-Reform von 2015 eine magere Bilanz. Die neue Agrarreform ab 2023 soll es besser machen und mehr Anreize für Umweltmaßnahmen setzen.

Das 2015 eingeführte Greening hat nur wenige Umwelteffekte mit sich gebracht. Zu dieser Einschätzung kommt das Umweltbundesamt (UBA) in einer Auswertung. Die Umweltwirkungen des Greening seien gering und nur mit einem hohen Mitteleinsatz erreicht worden, heißt es in einer Studie des Thünen-Instituts zur Evaluierung der Reform der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik (GAP) aus Sicht des Umweltschutzes, die im Auftrag des UBA erstellt wurde.

Wenig Änderungen in den Fruchtfolgen

Aufgrund der Einführung des Greenings hätten die Betriebe ihr Produktionsprogramm, wenn überhaupt, meist nur geringfügig ändern müssen. Die Vielfalt der Ackerkulturen auf lokaler und regionaler Ebene habe sich mit der Einführung des Greenings nicht geändert, heißt es in der Studie.

Brachflächen nehmen wieder zu

Positiv vermerkten die Autoren allerdings, dass der jahrelange Rückgang von ökologisch wertvollen Flächen gestoppt werden konnte und Brachflächen im Zeitraum von 2010 bis 2016 wieder zugenommen haben. Im Vergleich zu den frühen 2000er Jahren kam es allerdings trotzdem zu einem deutlichen Flächenverlust bei den Brachen.

Dauergrünland erholt sich leicht

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vor von Stefanie Awater-Esper

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