Überfahrener Badegast - Landwirt verurteilt

Wir berichteten über einen Landwirt, der mit seinem Geländewagen im hohen Gras einen Badegast am Baggersee in der Boberger Niederung überfahren hatte. Nun ist das Urteil am Amtsgericht Bergedorf gefallen: Wegen fahrlässiger Körperverletzung muss der 65-jährige Mann eine Geldstrafe von 2.700 Euro zahlen, meldet der NDR.

Der Landwirt sagte, es tue ihm sehr leid und er habe einen Fehler gemacht (Bildquelle: NDR)

Wir berichteten über einen Landwirt, der mit seinem Geländewagen im hohen Gras einen Badegast am Baggersee in der Boberger Niederung überfahren hatte. Nun ist das Urteil am Amtsgericht Bergedorf gefallen: Wegen fahrlässiger Körperverletzung muss der 65-jährige Mann eine Geldstrafe von 2.700 Euro zahlen, meldet der NDR.

Das Opfer hatte sich Ende Mai des vergangenen Jahres etwas abseits eines Baggersees in höheres Gras gelegt, um dort Schutz vor dem noch kühlen Wind zu finden. Das wurde ihm zum Verhängnis, denn der nun verurteilte Landwirt übersah den 60-Jährigen, als er mit seinem Geländewagen auf seiner Wiese in Richtung Ufer unterwegs war. Beim Überrollen wurde der Badegast schwer verletzt.

Der Servicetechniker kann seinen Beruf nach NDR-Informationen nicht mehr vollständig ausführen, aber auch der Angeklagte habe im Gericht noch sichtlich mitgenommen gewirkt. Er räumte demnach alle Vorwürfe ein und hätte sich bereits im Krankenhaus bei dem Opfer entschuldigt, heißt es.
 

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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vor von Alfons Deter

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von Erwin Schmidbauer

Mal anders denken

Wir sollten uns alle mal in den Garten des Richters setzen und uns dort die Naturschönheiten ansehen. Schliesslich haben wir doch das Recht dazu. Und wenn er uns von seinen Grundstück verjagen will, dann kontern wir halt mit dem freien Betretungsrecht der Natur.

von Jürgen U. Elke Dippel GbR

Also bevor ihr eure Wiesen befahren wollt am besten den Jagdpächter anrufen der soll erstmal mit dem Hund durchgehen

von Paul Siewecke

Das Gericht wird hier auf das Sichtfahrgebot gepocht haben, dieses gilt unabhängig von den Eigentumsverhältnissen des befahrenen Geländes. Es bekommt z.B. auch derjenige eine Strafe aufgebrummt, der nachts mit Abblendlicht einen betrunkenen Fußgänger anfährt, der mit dunkler Kleidung auf der Strße liegt. Wenn den Leuchtweite des Abblendlichtes nur 60 Km/h zulässt, darf ich selbst auf der Autobahn nur so schnell fahren, wie ich auch was sehe,,, Und hier war dem Landwirt bekannt, dass sich manche FKKler auch auf seine Wiese legen, er hat also damit rechnen müssen und ist noch glimpflich dabei weggekommen (Geldstrafe und das Unfallopfer lebt): das Geld ist ersetzbar und er hat keinen Menschen auf dem Gewissen! Und damit ist's gut .

von Karlheinz Gruber

Ich kenne jetzt zwar nicht die Fakten

aber ich spekukliere hier mal so. Der Bauer hat immer damit zu rechnen daß sich jemand aufgrund der Sozialpflichtigkeit des Eigentums auf sein Grundstück legt. Somit hat er vor jeder überfahrt, egal mit was, dafür Sorge zu tragen, das sich niemand mehr auf dem Grundstück für seine Freizeitgestaltung aufhält. Und wenn doch, dann ist er dafür voll haftbar. Ein Eigenverschulden des Geschädigten ist nicht erkennbar, denn es ist ja die Sozialpflichtigkeit des Eigentums des Bauern vorhanden. Und beim Bauern kann man immer was holen. Eigenes Denken der Bevölkerung wird abgeschafft, denn für die anderen hat der Bauer mit zu denken. Wenn ich mir die Urteile unserer "linken" Richter der Reihe nach anschaue (Stalleinbrüche usw. ) wundert mich nun gar nichts mehr. Nur ein weiterer Tropfen auf die Rechte des Bauern, bzw. auf die Einschränkungen derselben. Hilfreich wäre hier nur, endlich diese Sozialpflichtigkeit und freies Betretungsrecht abzuschaffen, dann ist die Rechtslage wieder ausgeglichen. Aber wie schon eingangs geschrieben, ich kenne die Fakten nicht und spekuliere hier mal rum

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