Farm-to-Fork-Strategie

UFOP-Bericht zur globalen Marktversorgung warnt vor Extensivierung

Die UFOP fordert, die Farm-to-Fork-Strategie der EU auf nachhaltige Intensivierung statt Extensivierung auszurichten. Denn so wie es jetzt geplant ist, drohe eine zunehmende Abhängigkeit vom Ausland.

Die Umsetzung der Farm-to-Fork-Strategie der EU-Kommission werde zu einer flächendeckenden Extensivierung, einem steigendem Importbedarf und zu Verlagerungseffekten bei globalen Warenströmen führen. Diese Befürchtung unterstreicht die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) anlässlich der Veröffentlichung des in der 5. Auflage aktualisierten Berichtes zur globalen Marktversorgung.

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Die Förderunion fordert stattdessen die nachhaltige Intensivierung zur Optimierung der Flächenproduktivität des Pflanzenbaus mit erweiterten Fruchtfolgen in Verbindung mit einer umfassenden Digitalisierung in den Fokus zu stellen. Dieser technologische Schritt sei Voraussetzung, Optimierungsreserven im Produktionsmanagement zu heben und zugleich einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Ökonomie, der Ökologie und zur Steigerung des Klimaschutzbeitrages zu leisten, heißt es.

EU blendet Konsequenzen aus

Stattdessen setze die EU-Kommission auf Vorgaben, ohne die möglichen Konsequenzen ausreichend zu reflektieren. Dabei laufe die Zeit in jeder Hinsicht davon – nicht nur beim Klimaschutz –, stellt die UFOP fest. Denn die Landwirtschaft werde als Biomasselieferant für die Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen in der Bioökonomie zur stofflichen und vor allem energetischen Nutzung immer wichtiger.

Die UFOP betont, dass mit allen erneuerbaren Optionen der Energiebereitstellung der aktuellen Energiepreisexplosion und der Verunsicherung bei der Energieversorgung entgegengetreten werden müsse. Das Multitalent Biomasse als speicherbarer und steuerbarer Energieträger sei als eine wichtige Säule weiterzuentwickeln. Die landwirtschaftlichen Betriebe selbst böten eine Vielzahl von Möglichkeiten der innerbetrieblichen Nutzung.


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