EUROPA/ Umwelt/Transparenz

Umweltausschuss unterstützt mehr Transparenz

Mehr Transparenz bei der EU-Lebenmittelbehörde ist das Ziel. Der Umweltauschuss des EU-Parlaments hat sich einstimmig für die Umsetzung der Transparenzinitiative bei Genehmigungsverfahren von Wirkstoffen in Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion ausgegeprochen. Im März stimmt das gesamte EU-Parlament darüber ab.

Der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments (EP) hat sich einstimmig bei zwei Enthaltungen für erweiterte Transparenzregeln bei der Lebensmittelkontrolle und Risikobewertung von Wirkstoffen ausgesprochen, die in der Landwirtschaft und bei der Lebensmittelproduktion zum Einsatz kommen.

Als Konsequenz der Europäischen Bürgerinitiative „Stopp Glyphosat“ mit 1,4 Millionen Unterschriften hatte die EU-Kommission im Jahre 2018 neue Transparenzregeln für die EU-Lebensmittelsicherheitsbehörde Efsa vorgeschlagen.

Das Europäische Parlament hatte sich mit dem Ministerrat und der EU-Kommission am 11. Februar in einer Trilog-Sitzung darauf verständigt, dass künftig bei Genehmigungsverfahren von neuen Wirkstoffen, Antragsteller wie Bayer Monsanto oder Nestlé Industriestudien schon bei Antragstellung öffentlich machen müssen.

Beim Wiederzulassungsverfahren von Glyphosat im Jahre 2017 hatte die Veröffentlichung der Monsanto-Papiere gezeigt, dass nicht alle wissenschaftliche Studienergebnisse über Gefahren für Gesundheit und Umwelt veröffentlicht wurden. Dies soll in Zukunft unterbunden werden.

Die Europäische Verbraucherschutzorganisation (BEUC) begrüßte am Donnerstag in Brüssel das Votum des EP-Umweltausschusses: “Es ist höchste Zeit, dass die EU-Kommission Schluss macht mit der Geheimhaltung von Efsa-Studien, die Pestizide in der Landwirtschaft verharmlosen oder Rückstände in Lebensmitteln verheimlichen“, sagte Camille Perrin zuständig für Lebensmittelsicherheit bei BEUC.

Das Plenum des EU-Parlaments wird in der März-Sitzungswoche in Straßburg zwischen dem 11. und 14. März über die Transparenz-Initiative der EU-Kommission abstimmen.

Artikel geschrieben von

Thomas A. Friedrich

Korrespondent Brüssel/Straßburg

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Diskussionen zum Artikel

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von Gerhard Steffek

Schon komisch???

Über Glyphosat auf dem Acker regt sich Gott und die Welt auf. Zumindest möchte man es meinen mit dem Terz, der zumindest hier in Deutschland über dieses Mittel gemacht wird. Ist das eigentlich woanders auch so? In Frankreich, in Spanien, da hört man nichts davon das so ein Theater gemacht wird. Aber wie sieht es eigentlich mit den Phosphonaten in den Wasch- und Spülmitteln aus, in der Medizin? Im Gegensatz zu dem Glyphosat auf deutschen Äckern, von dem der Verbraucher schon mal aus anwendungstechnischen Gründen nichts, aber auch gar nichts abbekommt, kriegt der Verbraucher die Phosphonate aus Wasch- und Spülmitteln und besonders in der Medizin der Patient diese Stoffe doch unmittelbar ab. Ich denke hier mal an den Aufruhr von 2017 "Glyphosat im Bier", woher sollte da dieses Glyphosat den herkommen. Aus der Gerste ja nicht, denn die wird ja schließlich nicht mit Glyphosat behandelt. Die BUND-Studie "Glyphosat" im Urin!!!! Hier hat das untersuchende Labor, das "Medizinische Labor Bremen" den Herrschaften in der Zusammenfassung extra reingeschrieben, daß die Funde von Glyphosat nicht unbedingt aus der Ernährung kommen müssen, sondern auch aus Wasch- und Spülmitteln kommen können. Würde erklären wieso ausgerechnet die Malteser am meisten Glyphosat im Urin hatten. Die Schweinerei der Grünen, als sie lauthals ausriefen "Glyphosat in der Muttermilch", die Aminosäure Glycin ist als Eiweißbaustoff im ganzen Körper zu finden und somit auch in der Muttermilch. Phosphor ist als Baustoff genauso wichtig, warum sollte es da somit nicht auch entsprechende Verbindungen geben, die man bei einem einigermaßen bösen Willen als Glyphosat interpretieren kann. Hat man es eigentlich schon mal getestet, ob man nicht schon alleine durch den Genuß von dem phosphorsäurehaltigem Cola nicht schon Glyphosat verseucht wird? Bei den heutigen Analysemethoden würde es wahrscheinlich schon reichen wenn sich in der Cola ein bißchen Phosphonsäure findet und dann im Verdauungstrakt ein bißchen Glycin dazugesellt. Wäre doch mal wieder ein neuer Aufreger für die DUH und Co. oder nicht? Letztendlich, Transparenz hin, Transparenz her, es kommt immer darauf an was man daraus macht.

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