Aufforderung zum Dialog

Umweltministerin Schulze: „Ich will raus aus dieser Sackgasse“

Bundesumweltministerin Svenja Schulze will in den Dialog mit der Landwirtschaft kommen. „Die Zeit ist reif für einen Gesellschaftsvertrag“, schreibt sie in einem Gastkommentar für top agrar:

„Ich habe Verständnis für den Unmut von Landwirtinnen und Landwirten. Viele von ihnen stehen mit dem Rücken zur Wand, so manche Betriebe haben bereits aufgegeben. Lebensmittelkonzerne und –handel, Schnäppchen jagende Supermarktkunden und auch eine verfehlte Agrarpolitik und –förderung haben sie über Jahre hinweg in eine Sackgasse getrieben.

Ich will raus aus dieser Sackgasse, und zwar gemeinsam mit der Landwirtschaft. Mehr denn je brauchen wir heute einen Gesellschaftsvertrag von Landwirtschaft und Umwelt. Einen solchen Gesellschaftsvertrag hatte das Bundesumweltministerium schon 2017 vorgeschlagen. Dieser ist heute nötiger denn je.

Eine Vereinbarung, die den Landwirtinnen und Landwirten die finanzielle Unterstützung zusichert, die sie brauchen, um hochwertige Lebensmittel herzustellen. Und in der gleichzeitig festgelegt wird, welche Leistungen die Allgemeinheit dafür erwartet: für den Schutz der Umwelt, der Natur, des Grundwassers.

Für eine solche Verständigung gibt es drei Voraussetzungen:

Erstens brauchen wir dafür allseitige Gesprächsbereitschaft, einen fairen, faktenbasierten und wertschätzenden Dialog. Ich habe diesen Dialog gesucht und stehe mit vielen Beteiligten im konstruktiven Austausch. Dialog heißt für mich: miteinander reden, nicht übereinander. Die Polarisierung der Debatte beenden. Sich gegenseitig zuhören, gemeinsam und sachorientiert an der Zukunft arbeiten.

Denn dass wir Lösungen für Umweltprobleme wie die Nitratbelastung und das Insektensterben brauchen, sollte unstrittig sein. Über den Lösungsweg will ich mit Landwirtinnen und Landwirten verstärkt in den Dialog treten.

"Die beachtliche Gesamtsumme der Agrarzahlungen stelle ich dabei nicht in Frage." - Schulze

Zweitens brauchen wir eine umfassende Veränderungsbereitschaft. Das gilt für alle – für die Landwirtschaft und die Politik, für die Ernährungsindustrie, für den Lebensmittelhandel und für Supermarktkunden. Die wichtigste Veränderung, um landwirtschaftliche Betriebe aus ihrer wirtschaftlichen Not heraus zu holen, sind faire Preise für gute Produkte. Preise, die die Wahrheit sagen über Produktionskosten, aber auch über Umweltauswirkungen.

Dafür muss die Reform der EU Agrarpolitik und deren Umsetzung in Deutschland dringend genutzt werden. Die beachtliche Gesamtsumme der Zahlungen stelle ich dabei nicht in Frage. Diese Gelder werden jedoch nur dann weiter von der Allgemeinheit akzeptiert werden, wenn sie zu einer nachhaltigen, natur- und umweltschonenden Landwirtschaft beitragen.

Welche Leistungen die Gesellschaft für diese öffentlichen Gelder erwarten kann, dafür braucht es klare Regeln. Das gilt für die Nährstoffbelastung der Gewässer, aber auch für den Umgang mit Pestiziden wie Glyphosat und dem damit einhergehenden Insektensterben. Dafür wird die Bundesregierung durch die Umsetzung des Aktionsprogramms Insektenschutz jetzt die notwendigen Regeln schaffen und dabei die Landwirtschaft an einem Runden Tisch besonders eng einbeziehen.

Dazu gehört auch zusätzliche finanzielle Unterstützung. Schon dieses Jahr stehen im Sonderrahmenplan Insektenschutz 85 Millionen Euro zur Verfügung, 50 Millionen Euro davon sind Bundesmittel.

"Eine Zukunftskommission kann politisch aufgeheizte Debatten mit scheinbar unvereinbaren Positionen versachlichen". - Schulze

Drittens: Für einen neuen Gesellschaftsvertrag benötigen wir geeignete Foren, die Dialog und Zusammenarbeit auch ermöglichen. Das BMU führt den Dialog mit der Landwirtschaft seit langem und intensiv, zum Beispiel auf den BMU-Agrarkongressen anlässlich der Grünen Woche.

Auch die Bundeskanzlerin hat jetzt eine „Zukunftskommission Landwirtschaft“ angekündigt. Eine solche Kommission kann politisch aufgeheizte Debatten mit scheinbar unvereinbaren Positionen versachlichen und zu guten Lösungen führen. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist allerdings, dass alle Betroffenen an einem Tisch sitzen. Dazu gehören auch kleinere und Ökobetriebe, die Wasserversorger sowie die Ernährungsindustrie und der Handel, die zu lange ihre Gewinne auf Kosten der Landwirte gemacht haben. Und natürlich die Zivilgesellschaft: Verbände für Umwelt, Gesundheit, Verbraucherschutz, Entwicklungszusammenarbeit.

Eine solches Diskussionsforum böte die Chance auf einen gesellschaftlichen Dialog mit dem Ziel, den jahrzehntelangen Stillstand, das bisherige Gegeneinander in der Agrarpolitik zu überwinden.

Das wäre genau das, was ich unter einem Gesellschaftsvertrag verstehe! Daran möchte ich, gemeinsam mit der Landwirtschaft, arbeiten."

Gastkommentare geben nicht in allen Fällen die Meinung der Redaktion wieder. Wir veröffentlichen Sie, wenn wir den Inhalt für diskussionswürdig halten.


Diskussionen zum Artikel

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von Dirk Rathmann

Aussteigen!!!!!!!!!!

Das kommt davon, wenn man ohne Führerschein den dicken Wagen fahren will. Wenn Sie aus der Sackgasse WIRKLICH raus will, muss Sie aussteigen und zu Fuß weiter gehen. Wohin auch immer. Dann könnte jemand in den Wagen einsteigen, ihn wenden und an der nächsten Kreuzung RICHTIG abbiegen. Und wenn er unsicher ist, wo es lange geht, sollte er dann lieber jemanden fragen, der auch wirklich aus der Stadt(Dorf) kommt.

von Dirk Rathmann

Aussteigen!!!!!!!!!!

Das kommt davon, wenn man ohne Führerschein den dicken Wagen fahren will. Wenn Sie aus der Sackgasse WIRKLICH raus will, muss Sie aussteigen und zu Fuß weiter gehen. Wohin auch immer. Dann könnte jemand in den Wagen einsteigen, ihn wenden und an der nächsten Kreuzung RICHTIG abbiegen. Und wenn er unsicher ist, wo es lange geht, sollte er dann lieber jemanden fragen, der auch wirklich aus der Stadt(Dorf) kommt.

von Karlheinz Gruber

Wer vorwärts in eine Sackgasse fährt

muß halt Rückwärts wieder raus. D. H. Ihre Forderung werfen Sie über Bord und sie werden wieder am Verkehr teilnehmen können. Ganz einfach. Und Achtung: Nicht wieder mit Ideologie in die nächste Sackgasse fahren....

von Rainer Gerhard

Sie Frau Schulze und ihre Einflüsterer im BMU haben jegliches Vertrauen verspielt. Einen Neuanfang mit einer sachlichen und wissenschaftlichen Grundlage kann es nur ohne Sie geben.

von Gerhard Steffek

"Ich will raus aus dieser Sackgasse" -

hat sich da Eine verfahren? Geht der Arsch jetzt auf Grundeis? Nun ja denn, so ein "Taxifahrerdiplom" wie es die Schulze in der Tasche hat bringt dann doch nicht in allen Teilen seine Kompetenz mit. Besonders dann wenn man auf die falschen Einflüsterer hört. Der Schauspieler Hannes Messemer erkannte so schön: "Experten sind Leute, die andere daran hindern, den gesunden Menschenverstand zu gebrauchen". Hätte sie vielleicht doch auch mal auf die hören sollen, in deren Handwerk sie reinpfuschen will. Aber wie sagte es dazu schon mal Goethe: "Die Deutschen haben von jeher die Art, daß sie es besser wissen wollen, als der, dessen Handwerk es ist, und es besser verstehen als der, der sein Leben damit zugebracht". Mit Schulze und Co. haben wir hierzu mal wieder das beste Beispiel.

von Berthold Lauer

Einen Gesellschaftsvertrag? Gerne, Frau Schulze! An uns Bauern soll's nicht liegen Aber bitte auch von jedem in dieser Gesellschaft unterschreiben lassen! Dann wird sich zeigen, was diese Gesellschaft will und was es ihr wert ist!

von Christian Bothe

Schulze

Das geht am schnellsten mit Rücktritt! Gesellschaftsvertrag,brauchen wir das? Keine andere Branche unserer Volkswirtschaft redet sich so etwas ein!

von Carsten Rodehorst

Wir fordern Verlässlichkeit!

Sehr geehrte Frau Ministerin Schulze, wir Landwirte fordern Verlässlichkeit. Wir können nicht Gebäue (z.B. für Tierhaltung oder Biogas) oder Betriebsmittel (z.B. Beregnung, Düngung, Acker) über 10 bis 30 Jahre abschreiben und abbezahlen und bereits 5 Jahre nach der Investition steht man vor einem "Scherbenhaufen" - einem wirtschaftlichen Totalschaden - weil die Politik die Produktionsgrundlagen (=Gesetzte) massiv ändert. Das kann man bei "Kohle- und Atomkraftwerken" ja auch nicht einfach mal so machen. Dort zahlt die Regierung für massive Eingriffe ja auch hohe Entschädigungen. Ich frage mich: Wo bleibt da Ihr gesunder Menschenverstand?

von KBV Demmin

Halbherzig

trotz alledem nenne ich die nunmehr beabsichtigte Dialogbereitschaft! Gerne hätten wir vor dem "Agrarpaket" mit Ministerin Schulze gesprochen- allerdings auf fachlicher, wissensbasierter Basis. Ihr Wille zum faktenbasierten Dialog reicht da nicht! Wessen Fakten sollen denn gelten? Folgt dem Dialog (geredet haben wir inzwischen eigentlich genug) endlich auch ein Handeln? Eine Kompromissbereitschaft? Davon wird leider nicht gesprochen. Und mit dem Geld ist das so eine Sache..... : das Gesamtbudget nicht kürzen ist wohl löblich, interessant wird doch aber erst die Verteilung. Und da sind die Begehrlichkeiten hoch. Gut gewollt ist eben noch lange nicht gut gemacht. Jetzt, Frau Schulze, wollen und müssen wir Bauern endlich Taten sehen!!!

von Carsten Rodehorst

Wir fordern Verlässlichkeit!

Sehr geehrte Frau Ministerin Schulze, wir Landwirte fordern Verlässlichkeit. Wir können nicht Gebäue (z.B. für Tierhaltung oder Biogas) oder Betriebsmittel (z.B. Beregnung, Düngung, Acker) über 10 bis 30 Jahre abschreiben und abbezahlen und bereits 5 Jahre nach der Investition steht man vor einem "Scherbenhaufen" - einem wirtschaftlichen Totalschaden - weil die Politik die Produktionsgrundlagen (=Gesetzte) massiv ändert. Das kann man bei "Kohle- und Atomkraftwerken" ja auch nicht einfach mal so machen. Dort zahlt die Regierung für massive Eingriffe ja auch hohe Entschädigungen. Ich frage mich: Wo bleibt da Ihr gesunder Menschenverstand?

von Heinrich Albo

Wenn man in eine

Sackgasse gefahren ist dann hilft der Rückwärtsgang Frau Schulze.

von Georg Summerer

Zu Spät?

"Meister hilf die Not ist groß. Die Geister die ich rief werd ich nun nicht mehr los!" Dieser Vers aus Göthes Zauberlehrling fiel mir sofort ein als ich den Kommentar von Schulze hier und die Ermahnung Klöckners an die Verbraucher und die Kommentare im Focus gelesen habe. https://www.focus.de/perspektiven/nachhaltigkeit/da-stimmt-doch-etwas-nicht-kloeckner-kritisiert-verbraucher-doch-fuer-faire-lebensmittelpreise-braucht-es-mehr_id_11547709.html#comments . Jahrelang die Verbraucher gegen die Bauern aufhetzen sich die Fakten zurechtbiegen wie mans gerade braucht, lügen und die Handelsunternehmen fusionieren lassen bis sie die totale Übermacht gegen die Produzenten haben hinterlassen ihre Spuren bis hin zur grösstmöglichen Wahrnehmungsverschiebung beim Verbraucher. Es wird sehr schwer werden das Rad wieder zurückzudrehen!

von Gerd Uken

Warum geht sie nicht mutig voran

Verbietet der Bahn ab sofort das PSMittell Glyphosat- mal sehen was passiert. Wenn der Green Deal umgesetzt wird( beschlossen ist er ja in Brüssel) dann wird die Stickstoffzufuhr noch begrenzt ..... Wir werden uns noch wundern was noch alles passiert. Wenn die Erde sich erwärmt steigen die von uns produzierten N Emissionen auch höher und verteilen sich breitflächiger.....das haben die Flughafenplaner schon berücksichtigt. Alle an den Tisch und Tacheles Fr. Ministerin und nicht immer nur uns Anklagen.

von Andreas Thiel

Lügen...

...enden immer in der Sackgasse!!!

von Renke Renken

Diese Sackgasse

hat sich die Politik selber eingebrockt, in dem man uns über unausgegorene Meßstellen und -netze wissentlich falsche Nitratwerte untergejubelt hat. Ich bin sowieso der Meinung, daß nach einer Gesamtbewertung der Nitrat- und Phosphatwerte aus Landwirtschaft, Industrie und kommunalen Kläranlagen sowie von der EU vorgegebenen Maximalwerten man zu der Erkenntnis gelangt ist, daß man das Problem in seiner Gesamtbetrachtung am einfachsten über die Landwirtschaft lösen kann. Nur deshalb mußte uns auch ein unausgegorenes Meßstellennetz untergejubelt werden. Eine Lösung, auch nur eine Teillösung über kommunale Kläranlagen würde irrwitzige Milliarden verschlingen.

von Rudolf Rößle

Gesellschaftsvertrag

Sie haben Recht Frau Schulze, dass die Landwirte der Köder an der Angel sind, um dicke Geldfische an Land zu ziehen. Jetzt ändern Sie es mit uns, dass der Landwirt und der Endkonsument ganz oben an der Angel zieht. Wir wollen nicht, dass unsere Mitbürger über den Tisch gezogen werden von dem "Zwischenteil" bis zum Munde, nur, dass wir ein paar Groschen mehr bekommen und immer noch an der Angel hängen.

von Lars Henken

Man muss genau lesen, was Frau Schulze da sagt....

Erst einmal findet ich es gut, dass Frau Schulze aus der Konfrontation raus möchte und den Dialog suchen will, aber wie soll das wirklich funktionieren? Zu einem Dialog gehört eine Vertrauensgrundlage und die kann ich gegenüber dem BMU und Frau Schulze nicht erkennen. Aber was hat sie da genau gesagt, schauen wir uns die Punkt doch mal an: Sie stellt die Summe der Agrarzahlungen nicht in Frage, klingt gut sagt aber wenig aus. Sie will die EU-Agrarpolitik für ihre Ziele nutzen, was bedeutet das? Aus meiner Sicht will sie die Gesamtsumme erhalten, die ja schon durch den Brexit in Frage steht, aber dann kommt es zu einer massiven Verlagerung von der ersten in die zweite Säule. Und dann wird das alte Spiel "rechte Tasche - linke Tasche" gespielt. Man muss immer mehr Auflagen erfüllen um die gleichen Auszahlungsbeträge zu erreichen, immer mehr Anforderungen bringen und hat am Ende nicht mehr Geld in der Tasche wahrscheinlich eher weniger. Frau Schulz spricht von der großen Summe von 85 Mio €, klingt so ja ganz gut, aber wie viel ist das eigentlich. Wir haben in Deutschland von 266.600 landwirtschaftliche Betriebe, also gibt das Pro Betrieb die riesige Summe von 319 € im Jahr. Davon kann ich meinen großen Traktor einmal voll tanken. Das Angebot zu Dialog ist gut, aber ich persönlich halte es für vergiftet und am Ende beinhaltet des den alten Wein des BMU in neuen Schläuchen.

von Klaus Fiederling

Jeder der kann, hört auf!

Wer eine Bauerngeneration lang DAS(!) getan hat, was Wissenschaft und Politik uns aufoktroyierten, was in der Ausbildung und an unseren Hochschulen als Lehrwissen vermittelt wurde, lag also in der Praxis auf unseren Höfen vollkommen, aber wirklick vollkommen daneben!? Werden die wenigen, das aktuelle Debakel überlebenden Höfe, in ähnlicher Weise dieses niederschmetternde Resümee in 30 Jahren ziehen müssen!? Frau Schulze, Sie fordern mehr oder weniger von den Landwirten, dass diese ihre über Generationen hinweg mittels sehr harter händischer Arbeit erschaffene Substanz hirnbefreit innerhalb kürzester Zeiträume aufbrauchen, quasi opfern sollen? - FÜR WAS!? Zitat: „...so manche Betriebe haben bereits aufgegeben.“ - Damit bringen Sie, hochverehrte Frau Schulze zum Ausdruck, wie tatsächlich weit weg Sie von der LW sind, wohingehen Sie ein Zusammenbrechen einer ganzen Wohlstandsnation mutmaßen, wenn 400.000 Arbeitsplätze in der Autoindustrie nur am Wackeln sind. // Gesellschaftsvertrag; was fällt Ihnen dazu ein? Massive Eingriffe ins Eigentum? Und diese „Vertragsbindung“ drücken Sie gnadenlos wissentlich und wollentlich den Bauern aufs Auge? Sind Sie mit den heutigen Eigentümerstrukturen innderhalb der LW überhaupt nur ansatzweise vertraut!? // Gerade die staatliche Alimentierung der Bauern verhindert deren Zugang zum Weltmarkt als freie Unternehmer. Im eigentlichen dürfen Sie zwischenzeitlich unumwunden allenthalben ehrlicher formulieren: UNSER STAAT produziert Lebensmittel mit Hilfe der Bauern als schlecht bezahlte Angestellte des Staates. Damit bescheinigten Sie den gegenwärtigen Ist-Zustand! Somit sprechen Sie den Landwirten auch offen ab, dass wir von unseren Produkterlösen existenz- und überlebensfähig wären; meint, unsere bäuerlichen Erzeugnisse sind damit WERTLOS! // Der von Ihnen agrarpolitisch gestartete Dialog ist dato übrigens mehr als eindeutig: Sie fordern die Bauern zu Frondiensten für ihre Lehnsherren auf, an jene Zeiten erinnernd, wie zu 1525!? Lehnsherrin Schulze (NN, beliebig austauschbar, gleich welchen politischen Couleurs) diktiert! - Die Agrarsubventionen haben uns Bauern also in welche Sackgasse geführt!? Initiiert haben dieselben ein greifbar massives Höfsterben, gestrandet sind wir heute in einer prinzipiellen Infragestellung unserer Wirtschaftsweisen seitens der Gesellschaft, wo jeder einzelne „Zufalls-Bauer“ alles weitaus besser weiß. Sind im übrigen die von der Gesellschaft an uns herangetragenen „speziellen Leistungen“ deckungsgleich mit jenen der jeweiligen Grundeigentümer!? - Wenn nicht, muten Sie, werte Frau Schulze, den Landwirten gleich das nächste unlösbare Dilemma zu! // Als Quintessenz können wir festhalten: Die wirklich prekäre Lage in Reihen der LW haben Sie, hochverehrte Frau Schulze, tatsächlich überhaupt nicht erfasst: Jeder der kann, hört auf! Das widerspiegelt derzeit die Stimmungslage auf den Höfen. Schade, dass SIE das nicht begreifen wollen! - Und da wundert man sich über zivilen Ungehorsam...!?

von Thorsten Steeg

Insekten/Nitrat

Vor nicht allzulanger Zeit stand in der TA der Bericht vom dänischen Bauernverband drin: Insektenrückgang in 08/09 aufgrund Aufhebung der Stillegungsverpflichtung. Grund damals: zu hohes Getreidepreisniveau Warum führt man dies dann EU weit nicht mehr ein? Vorteil: (bei rund 10% Stillegung) -Greening einfachst gelöst -Vermehrung der Insektenpopulation -verbessertes Ansehen in der Gesellschaft -Europaweit leichte Preisanhebung verschiedener Agrarprodukte (bei gewissem Außenschutz) Nitratproblematik? Erstmal die Binnendifferenzierung und die Ursachenforschung vorantreiben. Danach kann man dann vielleicht von einer lokalen Nitratbelastung reden! Die Schulze hat anscheinend immer noch nix von den nicht repräsentativen Messstellen gehört!!!

von Ahrend Höper

"Ich will raus aus dieser Sackgasse“

sagt die amtierende BU Ministerin! Das kann ganz bestimmt jeder verstehen, der diese dilettantische Politik der NGO hörigen Ministerin verfolgt hat. Wie heißt es so schön im Volksmund: "Wer rettet mich vor den Geistern die ich rief?" Wenn man sich mit diesen verlogenen NGO´s einläßt und sich dann noch mit deren Plattitüden zum Sprachrohr machen läßt, kann man diese Sackgasse nur noch durch konsequentes Abdanken verlassen!

von Ottmar Ilchmann

Auf Biegen oder Brechen?

Schade, wenn ein Gesprächsangebot so vehement abgelehnt wird wie hier von den Kommentatoren! Allen sollte eigentlich klar sein: Ohne oder gar gegen Politik und Gesellschaft werden wir Bauern keinen Erfolg haben.

von Hans-Peter Mahler

Sackgasse

Wenn sie aus der Sackgasse herauswollen, dann muss erstmal das Bauernbashing mit immer neuen Auflagen aufhören! Vielleicht erstmal bei den Konzernen und LEH anfangen und dessen Einkaufskartelle zerschlagen! Aber die Bretter sind selbst für eine Umweltministerin zu dick.

von Matthias Bückner

Da hat sie ihre ganzen landwirtschaftsfeindlichen Maximalforderungen aber hübsch neu verpackt! Und die sollen jetzt von einer praxisfernen Quasselrunde, deren Teilnehmer alle garantiert nicht von Landbewirtschaftung und Tierhaltung leben, abgesegnet werden. Sachverstand und Wissenschaft werden da wieder keine Rolle spielen, lehrt die Erfahrung. Da fallen wir doch hoffentlich nicht drauf herein??? Mit dieser Minister- Darstellerin ist kein Dialog machbar (und mit ihrer Chefin und ihrer anderen Freundin, der "Landwirtschaftsministerin", auch nicht).

von Hubertus Berges

„Die beachtliche Gesamtsumme der Zahlungen“?

Man kann die etwa 5 Mrd Euro Flächenprämie für Deutschland auch mal anders darstellen: Der Bundeshaushalt: etwa 356 Mrd Euro, die Summe aller Länderhaushalte: etwa 97 Mrd. Die Summe aller Kommunalen Haushalte in Deutschland: etwa 260 Mrd Euro. Aus Brüssel bekommt Deutschland etwa 12 Mrd, davon die Landwirtschaft 5 Mrd. Das ist gefühlt fast die Hälfte aller EU Ausgaben in Deutschland. In der Summe aller Staatsausgaben in Deutschland (alle Haushaltsausgaben addiert, also etwa 725 Mrd Euro) sind das etwa 0,7 Prozent... Merkt mal einer was?

von Willy Toft

In diese Sackgasse haben sich die Politik, und speziell das BMU verrannt!

Frau Schulze versteht die Welt nicht mehr, denn sie verlangt Unmögliches von den Bauern, was nämlich die Existenz kosten kann! Das die Bauern auch immer wieder Gegenhalten, kann sie fürwahr nicht verstehen. Wir können nicht ohne ausreichende Düngung oder Pflanzenschutz, Landwirtschaft betreiben, wie sich die Regierung es vorstellt, das muss doch auch endlich mal Klick sagen, bei Frau Schulze!

von Wilhelm Grimm

Dialog ?

Es ist genug geredet !!!! Die Chance ist vertan !!!! Die Fakten liegen auf dem Tisch und sind von Ministerin Schulze zerredet worden. Selbst bei einem Ministerwechsel bliebe der NABU weiterhin im Amt. Helfen könnte nur Frau Merkel, aber die will nicht.

von Jürgen U. Elke Dippel GbR

Frau Schulze sagt sie will raus!! Das hört sich gut an.Raus aus der Politik muss sie mit ihr ist kein Dialog möglich sie hat es nicht verstanden ...

von Christian Kraft

Dialog

Mit Frau Schulze ist kein leider kein Dialog möglich was die Vergangenheit gezeigt hat. Wir Landwirte wollen eine auf Fakten basierende Politik. Um weiter zukommen sollte Frau Schulze aus dem Amt und es wird mit den Landwirten fair umgegangen.

von Heinrich Albo

Sie hat es nicht Verstanden

Zusätzliche Leistungen (abgesehen von ihrer Sinnhaftigkeit) Kosten zusätzliches Geld und keine Umschichtung von der ersten in die zweite Säule! Alternativ Grenzen dicht für alle Lebensmittel die nicht unseren Standarts entsprechen...114 € pro Einwohner ,von denen schon die Hälfte in Umwelt und Küstenschutz gehen,für die preiswertesten Lebensmittel die es je gab ,sind im Vergleich z. B. zu den Gez Gebühren eh schon ein Witz! Ich denke der Wähler wird eine solche massive Kostensteigerung nicht mittragen...

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