Forum Natur

Umweltministerkonferenz sperrt Bauern und Landbesitzer aus

Man sei nicht zuständig für die Themen Land, Forst und Grundbesitz: Mit dieser Begründung verwehren die Umweltminister die Teilnahme grüner Verbände an den Anhörungen zur Umweltministerkonferenz.

Bei der Umweltministerkonferenz (UMK) beraten die Minister von Bund und Ländern regelmäßig über politische Vorhaben, die für Landwirte, Waldbauern, Landeigentümer, Jäger, Angler und Pferdebesitzer zum Teil weitreichende Auswirkungen haben. Umso bedauerlicher, dass diese Gruppen bei den Umweltministern oft kein Gehör finden.

Die im Aktionsbündnis Forum Natur organisierten Verbände fordern daher die Teilnahme an den Verbändeanhörungen im Rahmen der UMK. „Nach unserer Überzeugung funktioniert Klima-, Umwelt- und Naturschutz nur im Dialog und im Praxisaustausch mit den Landnutzern. Mit großem Unverständnis habe ich Ihre Antwort und die damit verbundene Absage zur Kenntnis genommen“, schrieb Max von Elverfeldt, Vorsitzender Forum Natur, an Hessens Agrarministerin Priska Hinz (Grüne), die den Vorsitz der UMK inne hat.

Die Begründung der Absage hält Elverfeldt für gleichermaßen erstaunlich und irritierend. „Da das Aktionsbündnis Forum Natur seinen Schwerpunkt „eher im Land- und Forstbereich“ habe, so Ihre Antwort, sei die Agrarministerkonferenz das für uns zuständige Gremium.“

Der Vorsitzende hält daher folgendes fest:

  • Wir Landwirte, Waldbauern, Jäger u.a. betreiben aktiven Umwelt- und Naturschutz. Die Erläuterung, die UMK sei für unsere Belange nicht zuständig, zeigt ein sehr einseitiges und unvollständiges Bild von unseren Berufen und von unserer gelebten Verantwortung.
  • Die Umweltminister sind für viele Politikbereiche zuständig, die die Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft unmittelbar betreffen. Hier seien die Klimaschutzgesetze, das Jagdwesen, die Düngeverordnung und das Bundesnaturschutzgesetz nur beispielhaft genannt.
  • Zu den im Rahmen der Agrarministerkonferenz stattfindenden Verbändeanhörungen werden regelmäßig auch Umweltverbände wie BUND und NABU eingeladen. Hier wird offenbar auf den Dialog gesetzt.
  • Innerhalb des Forums Natur sind auch Naturschutzverbände organisiert.

Weiter schreibt Elverfeldt an Ministerin Dalbert: „Die wichtigen Diskussionen über die Zukunft und Ausgestaltung der Agrar- und Umweltpolitik können wir nur im Dialog führen. Wir müssen das Lagerdenken überwinden und uns gemeinsam den Herausforderungen des Klima- und Artenschutzes stellen. Wir sollten über gemeinsame Ziele sprechen und darauf aufbauend passgenaue und praxistaugliche Maßnahmen entwickeln. Diese Maßnahmen sollten eine breite gesellschaftliche Akzeptanz – gerade im ländlichen Raum - finden. Wir sind zu diesem Dialog bereit.“


Diskussionen zum Artikel

von Peter Schmid

Politik

Einfach nur ein Saustall,wielange lassen wir uns das noch gefallen.

von Ahrend Höper

Mit großem Unverständnis

schrieb Max von Elverfeldt an Hessens Agrarministerin Priska Hinz (Grüne)......! Haben Sie, sehr verehrter Herr v Elverfeldt, noch nicht verstanden, dass die "Grünen" absolut kein Interesse an der Natur oder der Tierwelt haben. Es ist alles nur Show um möglichst viel Geld in die ... mehr anzeigen

von Josef Doll

Und dann sollen

wir 20,000 € für ein Hektar Acker bezahlen. Um Morgen gehört dieser Defakto den NGOs . NGOs die uns IHRE Wahrheit als Wahr verkaufen . Diese Vorgehensweise wird von SPD , Grünen, und Linke gedeckt. Volle Fahrt auf die neue Landwirtschaft die uns die NGOs vorschreiben werden. Da das ... mehr anzeigen

von Andreas Demann

20000 € für den ha? Wo gibt's denn noch solche Preise?

von Gerhard Steffek

Die Arroganz der "Besserwisser"

Hier haben wir mal wieder sehr deutlich das alte Spiel. Warum soll man die Frösche fragen, deren Teich man austrocknen will. __ __ Für diese "Möchtegernumweltschützer" ist doch die Landwirtschaft das größte Übel für die Umwelt. Wieso sollte man dann auch mit diesen Umweltfrevlern ... mehr anzeigen

von Reinhard Friedrich

Die Umweltminister

sind für Fragen der Landwirtschaft nicht zuständig. Wenn sie sich nur daran halten würden.

von Erwin Schmidbauer

Anders sehen..

Mit der selben Begründung wäre es notwendig, dass die Agrarminister in Zukunft alle Umweltverbände von den Anhörungen ausschliessen würden. Die wären schliesslich dann nicht für Land- und Forstwirtschaft zuständig. Das Geschrei der Verbände möchte ich dann nicht hören...

von Werner Kriegl

Dialog?

Die institutionellen Umweltschützer wollen keinen Dialog, die wollen eine Diktatur!

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