Ungarn will GVO-Anbau weiter untersagen

Ungarns Landwirtschaftsminister József Gráf hat nochmals deutlich gemacht, dass sein Land weiterhin am Anbauverbot für gentechnisch veränderten Mais festhalte, zumal eine "Antipathie" für Genmais in der Bevölkerung bestehe und die Verbraucher in Ungarn bislang gentechnisch veränderte Organismen (GVO) ablehnten.

Ungarns Landwirtschaftsminister József Gráf hat nochmals deutlich gemacht, dass sein Land weiterhin am Anbauverbot für gentechnisch veränderten Mais festhalte, zumal eine "Antipathie" für Genmais in der Bevölkerung bestehe und die Verbraucher in Ungarn bislang gentechnisch veränderte Organismen (GVO) ablehnten. Beim zweitgrößten Produzenten von Maissaatgut in der Europäischen Union sei ganz bewusst jeder Sack Saatgut GVO-frei. Allerdings würden auch in Ungarn für Forschungszwecke GVO-Freilandversuche auf kleinen Parzellen genehmigt. Eine Produktion von Genmais in großem Umfang sei jedoch in seinem Land bislang nicht vorstellbar.

Harsche Kritik übte Gráf an der Milchpolitik der Europäischen Union. Die EU-Kommission hätte angesichts der desolaten Lage an den Märkten sofort und effizient eingreifen und entsprechende Schritte einleiten müssen. Er wisse, wovon er spreche, wenn er der Behörde Untätigkeit und Unfähigkeit vorwerfe. Immerhin sei er bereits seit 40 Jahren im Milchbereich tätig, stellte der Ressortchef klar.

Auf die Kritik am umstrittenen Produktionsverfahren von Enten- und Gänsestopfleber angesprochen stellte Gráf klar, sein Land werde keinesfalls die Herstellung dieses traditionell verankerten und von den Verbrauchern geschätzten Produktes der heimischen Landwirtschaft einstellen. Das Parlament habe bereits entschieden, dieses traditionelle Produkt unter keinen Umständen aufzugeben. Allerdings gebe es mit Blick auf den Tierschutz Bestrebungen, künftig für eine stress- und schmerzfreie Herstellung der Fettlebern von Enten und Gänsen zu sorgen.


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