Blick von außen

Unnerstall: "Vorwurf, Landwirte sind Klimasünder, wiegt besonders schwer."

Das mit Abstand wichtigste ökologische Problem der Gegenwart ist nicht der Ressourcenverbrauch oder der Rückgang von Tierpopulationen, sondern der Klimawandel, meint Thomas Unnerstall.

Thomas Unnerstall ist ­Physiker, war Energiemanager und arbeitet jetzt als Berater und Autor. Hier seine Sicht auf den Vorwurf, die Landwirtschaft verschwende über Gebühr Ressourcen.

Die Landwirtschaft hat in puncto Nachhaltigkeit kein gutes Image. „­Hoher Ressourcenverbrauch, Bodenerosion, Verdrängung von Tierarten, wesentlicher Mitverursacher des ­Klimawandels“, so lauten gängige Charakterisierungen.

Mit der Realität haben diese Vorwürfe allerdings wenig zu tun; die Fakten sehen anders aus. Fairerweise muss man der deutschen Landwirtschaft ­sogar ein klares Lob für ihre Effizienz aussprechen.

Obwohl uns nämlich unsere Landwirtschaft eine üppige Ernährung beschert – 3.500 kcal/Tag vs. 2.900 kcal/Tag im weltweiten Durchschnitt –, ­verursacht sie im weltweiten Vergleich insgesamt weniger ökologische Belastungen.

Richtig ist allerdings, dass der deutliche Rückgang der Bestände bei...


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