EU-Parlament/1. EU-Kommissionspräsidentin gewählt

Ursula von der Leyen durchbricht Männerdomäne und wird Kommissionspräsidentin

Ursula von der Leyen wird neue Kommissionspräsidentin. Dies verkündete der Parlamentspräsident um 19.35 Uhr nach Auszählung der Stimmen. Sie erhielt 383 Stimmen.

Mit 383 Ja-Stimmen erreicht Ursula von der Leyen gerade neun Stimmen mehr als die erforderliche Mehrheit.

Auf das knappe Ergebnis angesprochen sagt von der Leyen anschließend vor der Presse: "Mehrheit ist Mehrheit".

In der Tat der erste deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer wurde eben nur mit einer einizigen Stimme ins Amt gewählt. In seinen Memoiren "Erinenringen" schrieb der gewitzte ehemalige Kölner Oberbürgermeister später: "Sicher habe ich mich auch selbst gewählt und damit die Mehrheit gesichert".

Damit zieht die in Brüssel geborene Deutsche Europäerin Ursula von der Leyen als erste Frau in das Kommissionsgebäude als Chefin ein. Damit durchbricht sie die bisherige Männerdomäne als erste Kommissionspräsidentin

Um 19.32 h betritt von der Leyen den Plenarsaal. Minuten später verkündet EU-Parlamentspräsident David Maria Sassoli das Ergebnis und die Bestätigung von der Leyens zur Kommissionspräsidentin.

Nach dem Verlesen des Ergebnisses auf italenisch brandet Applaus auf. Die gewählte Kommissionspräsidentin bedankt sich bei den Abgeordneten mit den Worten:

Von der Leyen "Ich bin überwältigt"

„Ich bin überwältigt. Dies ist eine große Ehre. Dies ist ein Vertrauen in Europa, das bereit ist, sich für seine Zukunft einzusetzen und die großen Herausforderungen gemeinsam anzugehen. Meine Arbeit beginnt jetzt“, sagt Von der Leyen. Und sie fährt fort: "Meine Botschaft an Sie alle. Wir sollten alle gemeinsam zusamenarbeiten“.

Ursula von der Leyen tritt das Amt als Kommissionspräsidentin am 1. November an. Sie ist die erste Frau an der Spitze der 30.000 Beamte und Angestellte umfassenden Brüsseler Behörde. Es ist mehr als ein halbes Jahrhundert her, dass ein Deutscher ins Kommissionsgebäude Berlaymont in die Spitzenfunktion aufrückt.

Zuletzt hatte Walter Hallstein vor 52 Jahren als erster Kommissionspräsident als Deutscher die Spitzenposition in der Vorläuferorganisation der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) inne.

Der scheidende Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker erreichte bei seiner Wahl am 15. Juli 2014 übrigens 422 Stimmen. Nötig waren damals 376.

Auch eine Mehrheit der europäischen Sozialdemokraten im Europaparlament hat am Dienstagabend für Ursula von der Leyen als EU-Kommissionspräsidentin gestimmt. Dies meldete die Deutsche Presse-Agentur.

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Artikel geschrieben von

Thomas A. Friedrich

Korrespondent Brüssel/Straßburg

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Diskussionen zum Artikel

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von Christian Bothe

v.d.Leyen

@Röttger, Ihr Zitat: „eine Ehre für Deutschland?“. Meinen Sie das in Bezug auf v.d.Leyen?Ich denke sie wurde von Berlin aufgrund der Vorkommnisse im Verteidigungsministerium aus der Schusslinie genommen! Dass Verhalten der SPD ist korrekt nach dem eigenartigen Wahlmodus! Mal sehen, was die Dame nun wirklich drauf hat, denn typisch Politiker hat sie viel versprochen auch was unsere LW tangiert.

von Heinrich Roettger

Herzlichen Glückwunsch.Eine Ehre für alle Deutschen

Peinlich nur der Auftritt von Katharina Barlay und Ihrer SPD in Brüssel. Nationale Werte , wie bei Kurt Schumacher, Willy Brandt und Helmut Schmidt gibt.es in dieser Rumpf SPD nicht mehr.

von Tobias Rausch

Ah wer hätte das gedacht?

Das ging ja mal bilderbergerflott.

von Hermann Kamm

Diese Frau hat bei der Bundeswehr

nichts getaugt. und wird auch als Kommissionspräsidentin nix zusammen bringen.

von Christian Bothe

Orthografie

Soll natürlich „wer“heißen...

von Christian Bothe

Neue Besen kehren gut????

Na, da bin ich gespannt nach der Bilanz im Verteidigungsministerium,was die Dame zuwege bringt! Versprochen hat sie ja eine ganze Menge, denn sie wollte ja gewählt werden, eben Politikerin...Mal sehen weg nun die viel gescholtene LW kommissarisch bearbeitet?

von Willy Toft

Das geeinte Europa ist zumindest gerettet!

Die Extremsten haben sich nicht durchsetzen können, aber das ist schon mal gewaltig Gegenwind! Wie dieses ganze Konstrukt noch für die Landwirtschaft einsteht werden wir bald sehen, die haben anscheinend noch ganz andere Probleme! Die Industrie wird sich nicht mit Kleinigkeiten abspeisen lassen, und wird auf Handelsbeziehungen und Verträgen bestehen, die den Zollfreien Handel ermöglichen!

von Matthias Zahn

Obs besser wird.....?

Normalerweise müsste man sich freuen, wenn eine deutsche Politikerin diesen Posten bekommt. Da wir aber genug Erfahrung mit unseren deutschen Agrarpolitikern haben, wird sich mit Sicherheit nichts zum besseren wenden. Ein französischer Politiker, bei dem die Bauern noch was zählen, hätte da wohl mehr bewirkt. Unsere deutsche Politikerin wird als erstes der Autoindustrie ein Geschenk machen und Mercosur in Zement gießen..... gute Nacht Bauernstand!

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