US-Farmer setzen voll auf Gentechnik

In den USA ist der Anbau gentechnisch veränderter Zuckerrüben, die resistent gegen den Wirkstoff Glyphosat in Herbiziden gemacht wurden, ab sofort uneingeschränkt möglich.

In den USA ist der Anbau gentechnisch veränderter Zuckerrüben, die resistent gegen den Wirkstoff Glyphosat in Herbiziden gemacht wurden, ab sofort uneingeschränkt möglich. Diese Entscheidung hat das US-Landwirtschaftsministerium bekanntgegeben, nachdem die zuständige Prüfbehörde in einer dreijährigen Umweltverträglichkeitsprüfung zu dem Schluss gelangt war, dass von der so genannten „Roundup-Ready-Zuckerrübe“ keine größere Gefahr ausgehe als von herkömmlichen Rüben.

Getestet wurde insbesondere, ob von der gentechnisch modifizierten Zuckerrübe Schäden an anderen Kulturarten oder der Umwelt zu erwarten seien, was der zuständige Animal and Plant Health Inspection Service (APHIS) für höchst unwahrscheinlich hielt. Die herbizidtolerante Zuckerrübe bekam deshalb den Status einer nicht regulierten Kultur verliehen, was einen uneingeschränkten Anbau möglich macht.

Auch bei anderen Anbaufrüchten setzen die US-Farmer voll auf genetisch veränderte Organismen (GVO). Einer Erhebung des Nationalen Agrarstatistischen Amtes zufolge wurden im Jahr 2000 erst auf einem Viertel der gesamten US-Maisfläche Genpflanzen angebaut; in diesen Jahr liegt der Anteil bereits bei 88 %. Zum Einsatz kommen dabei herbizidtolerante oder insektenresistente Sorten sowie eine Kombinationen aus beiden, wobei die Kombi-Kulturen mit einem Anteil von mehr als 50 % am häufigsten eingesetzt werden.

Noch verbreiteter ist der GVO-Anbau bei den Baumwollfarmern in den USA, die ihre Anbaufläche zu 94 % mit den gentechnisch veränderten Sorten bestellen. Im Sojabohnenanbau liegt der Anteil laut US-Bericht in diesem Jahr bei 93 %; im Jahr 2000 war dies nur auf 54 % der Fläche der Fall gewesen. (AgE)

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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