EU-US-Handel/Agrarkapitel/Jahresbilanz

USA wollen weiter Autos gegen Agrarprodukte ausspielen Premium

Die USA drängen auf Einbeziehung eines Agrarkapitels bei den Handelsgesprächen. Die EU lehnt dies bisher strikt ab. Wie lange kann die EU dem Druck noch standhalten?

Das Bild vom Gentleman-Agreement zwischen US-Präsident Donald Trump und Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker im Rosengarten des Weißen Haus im Juli 2018 in Washington bleibt trügerisch. Ein Jahr nach dem Treffen zwischen dem US- und Kommissionspräsidenten fällt die Bilanz zwiespältig aus.

Hoffungen der Europäer auf Freihandel haben sich bisher nicht erfüllt

Die Importziffern von Soja-Einfuhren in die EU verdoppelten sich zwar zwischen Juli 2018 und Juni 2019 und damit stiegen die Vereinigten Staaten zum Haupt-Soja-Lieferanten für die europäische Landwirtschaft auf. Aber die Absicht der Europäer, die US-Industriezölle auf Stahl und Aluminium sowie Industriegüter zu kassieren und unfaire US-Handelspraktiken zu unterbinden, haben sich bisher nicht erfüllt.

Dabei ist die EU den USA auch bei den Einfuhr-Kontingenten von hormonfreiem Rindfleisch unlängst entgegengekommen. Und auch beim Soja ist die EU-Kommission als von den EU-Staatschefs mandatierter Verhandlungsführer...

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Diskussionen zum Artikel

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von Josef Doll

Freihandel ist nach Trump tot

Nun wir allso wir ( wir Bauern haben/sind mit unserer, mit der Auflagenpolitik, schon lange abgekoppelt ) glauben noch an eine/die Globalisierung. doch diese ist mit einem Trump an ihre Grenze gestoßen. Große Player wie USA in spätestens 10 Jahren China spielen in einer Liga die andere Länder durch "gewollte/ bei Trump sinds Strafzölle Änderungen herbeiführen die andere Länder an den Rand der Existenz führen . Man kann darüber streiten der Extremfall ist der Iran dessen Wirtschaft auf verhungern gedrückt werden kann/soll. Diese Strategie ist jetzt in der Welt. Wer glaubt das WIR uns jetzt durch ducken und nachgeben der Anpassung entgehen können ?? Vielleicht nach Trump ?? Wie geschrieben USA und China wissen wie`s geht . Ob Europa , ohne Militär , aber mit seinen Sozialstandarts da mithalten kann oder einfach in der Bedeutungslosigkeit verschwindet ??

von Karlheinz Gruber

Was die EU hier macht

ist doch nur reine Show. Das ist alles schon beschlossen. Die Autoindustrie liefert und wir kassieren LDW Produkte. Die Scheinheiligkeit kann man auch noch als Blinder sehen. Wetten daß es dann auf einmal schnell geht....

von Torsten Kremershof

Wir werden ans Messer geliefert !!

Genau wie mit Mercosur werden wir auch bei TTIP ans Messer geliefert werden !! Bauern wehrt euch endlich Massiv !! Das Thema gehört genau jetzt in die Medien ! Gerade jetzt wo der Klimawandel und der CO 2 Ausstoß zum Riesen Thema geworden ist . Genau jetzt müssen Politiker dazu gezwungen werden Farbe zu bekennen . Jetzt müssen sie der Gesellschaft erklären warum wir Lebensmittel tausende Kilometer entfernt produzieren lassen wollen .

von Henrik Plaas-Beisemann

Greenpeace zieht mit unseren Argumenten ins Feld

Agrarflächen sind weltweit knapp, damit sorgt jede Nutzungsänderung für eine Verlagerung der Fläche in sensiblere Gebiete. Soweit d‘accord. Das gilt allerdings auch für zugebaute, aufgeforstete oder aus der Produktion genommene Fläche in Europa. Wäre nett von Greenpeace, wenn ich diese Argumentation auch bei diesen Flächen von ihnen vernehmen würde.

von Wilhelm Grimm

Die starke Farmer-Lobby setzt Präsident Trump unter Druck.

Wir werden von der starken Umweltlobby unter Druck gesetzt und haben keine Antwort, ausser ängstlicher Nachgiebigkeit und unkluger Selbstanklagen.

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