Verbot der Neonics verschärft den Eiweißmangel Premium

Wir sprachen mit Dr. Manfred Weber, LLG Iden, über die Folgen des Verbots der Neonicotinoide: Der Rapsanbau in Deutschland wird durch das Verbot der Neonicotinoide (Neonics) künftig uninteressanter. Droht den Schweinehaltern beim Eiweiß eine noch größere Versorgungslücke?

Dr. Manfred Weber (Bildquelle: privat)

Wir sprachen mit Dr. Manfred Weber, LLG Iden, über die Folgen des Verbots der Neonicotinoide: Der Rapsanbau in Deutschland wird durch das Verbot der Neonicotinoide (Neonics) künftig uninteressanter. Droht den Schweinehaltern beim Eiweiß eine noch größere Versorgungslücke? Weber: Wenn neben der Milchkuhfütterung künftig auch in der Schweinefleischproduktion der Verzicht auf GVO-Sojaschrot durchgesetzt wird, entsteht ein großes Loch. Bricht zusätzlich auch der Rapsanbau weg, wird das Problem noch größer. Dann müssen wir auf Non-GV-Sojaschrot aus Übersee und Europa (Donausoja bzw. Europesoja) zurückgreifen. Das verteuert die Produktion aber deutlich. Welche Eiweiß-Alternativen gibt es? Weber: Außer Raps- und Sojaschrot hat der deutsche Schweinehalter nur wenige ...

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Bodenzustandsbericht: Wie humusreich sind deutsche Äcker?

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Diskussionen zum Artikel

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von Wilhelm Grimm

@ Anton Bieg. Was passiert, wenn alle BIO sind ?

Dann sind alle Konvis, zumindest bei den Preisen.

von Wilhelm Grimm

Irgendwann ist der "GVO-frei" Wahn vorbei, das ist klar !!!

Wie lange dieser Wahn noch anhält, ist allerdings nicht klar. Die deutsche und europäische Agrar-und Gesellschaftspolitik lässt sich mit einer Mischung aus Dummheit und Feigheit von den GRÜNEN und deren Mittätern vorführen. Angst frisst den Verstand.

von Andreas Schröder

Und die Importzölle

Von bioölen zu senken fördern auch unseren Rabsanbau in Europa nicht. Weniger Raps -weniger rapsschrot.

von Andreas Schröder

Das ganze Theater lässt die Südamerikaner kalt

Ob wir in Deutschland gvo freie Soja füttern oder in ganz Europa. Gvo Soja wird weiter in riesigen Ausmaßen angebaut werden weil es lukrativer und ertragssicherer ist. Gvo frei wird uns auf Dauer zu teuer werden. Und der Weltmarkt zeigt es doch. Die Chinesen fragen nicht und kaufen ....also wird der Anbau gvo freier Soja ein nischenmarkt bleiben. Und wir in Europa haben echt Probleme unseren Eiweißbedarf selbst zu decken. Da wird sich auch in Zukunft wenig ändern ..leider ..

von Christian Bothe

Das könnte sich so für die Schweinemäster entwickeln und es gibt Betriebe,die schon non GVO gefütterte MS über Tochterunternehmen vermarkten.Momentan sind das noch Ausnahmen und ich hoffe,das sich diese schon bei Milch vom LEH geforderte unsinnige GVO Freiheit nicht so schnell auf andere Produktgruppen überträgt!Zur Zeit zeigt uns ADM,das die Ex- und Importe von GVO Soja steigen und das ist gut so für die Mästereien.Trotzdem sollten Betriebe versuchen dort wo es geht Soja anzubauen (Infos Sojaring),um gewappnet zu sein und dann GVO freies Soja verfüttern zu können.

von Wilhelm Bee

@AB

Dann gibt es doch diese "Trockenheiten" gar nicht mehr! (Ironie)

von Anton Bieg

wenn jetzt die Biobauern bei dieser Trockenheit auf Futter von den normalen Bauern zurückgreifen dürfen (und das Produkt immer noch Bio ist) was passiert dann wenn alle Bio sind?

von Willy Toft

Wir verbieten alles, was einen wirtschaftlichen Anbau von Raps oder anderen Feldfrüchten möglich macht!

Ob man dadurch eine Agrarwende erzwingen kann? Der Verbraucher wird sich nett bedanken, wenn er das Doppelte für seine Ernährung ausgeben soll, denn sonst kann es nicht funktionieren! Der Handel wird versuchen auf Billigprodukte auszuweichen, und was hilft es der Deutschen Landwirtschaft? Man hat das Gefühl, es soll erstmal alles gegen die Wand gefahren werden, um vielleicht im Kleinen wieder neu anzufangen. Das wird nicht funktionieren, denn die Versorgungsengpässe kommen dann zum tragen, was zur Beunruhigung der Bevölkerung führen wird. Wie dann die Medien reagieren, ob sie weiterhin alles verteufeln werden, oder versuchen das Volk zu beruhigen, darauf könnte man gespannt sein. Es passiert in fast allen Bereichen der Landwirtschaft, eine Umstellung auf Bio wäre folgerichtig, aber wer soll dass alles bezahlen, und wie wollen wir den Engpässen begegnen?

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