Energiekrise

Von der Leyen will Reform des Strommarktes und Übergewinnabgabe

Die EU-Kommissionspräsidentin will dem Strommarkt umfassenden Reformen unterziehen. Mit einer Abgabe auf Übergewinne will sie 140 Mrd. € mobilisieren.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will dem europäischen Strommarkt tiefgreifende Reformen unterziehen. Sie wolle den Strompreis vom explodierenden Gaspreis abkoppeln, erklärte von der Leyen am Dienstag während ihrer Rede zur Lage der Union im EU-Parlament in Straßburg.

„Die derzeitige Ausgestaltung des Elektrizitätsmarkts – die auf dem Merit-Order-Prinzip beruht – wird den Interessen der Verbraucherinnen und Verbraucher nicht länger gerecht“, sagte die Kommissionschefin. Dabei bezieht sie sich auf die Funktionsweise des Strommarktes, bei der der am teuersten angebotene Strom den Marktpreis vorgibt. Eigentlich sollte das den Erzeugern von erneuerbaren Energien helfen.

Übergewinnabgabe soll 140 Milliarden bringen

Mit einer Übergewinnabgabe für Energieunternehmen will von der Leyen mehr als 140 Mrd. € mobilisieren. Unternehmen, die Strom nicht aus Gas, sondern aus günstigeren Quellen produzieren sollen Teile Ihrer Gewinne abgeben.

Das Geld soll in die Mitgliedstaaten fließen. Diese sollen damit strauchelnden Haushalten und Unternehmen unter die Arme greifen. Wie die Kommission ihre Vorschläge im Detail umsetzen will, erklärt die EU-Energiekommissarin Simson am Mittwochnachmittag in Straßburg.


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